Bewertungsdetails

Science Fiction 10942
Ernest Cline – Ready Player One
Gesamtbewertung
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert
 
5.0
Charaktere
 
5.0
Sprache & Stil
 
5.0
Amerika im Jahr 2045. Die Welt hat sich nicht zum Besseren entwickelt. Es gibt mehr Hunger, mehr Armut, mehr Überbevölkerung, mehr Umweltverschmutzung und -ausbeutung. Aber es gibt auch die OASIS, eine virtuelle Realität, die kostenlosen Zugang zu Bildung, Kunst, Literatur und natürlich Unterhaltung bietet. In OASIS gibt es virtuelle Welten für jeden Geschmack. Erfinder und Entwickler dieses unglaublichen VR Universums ist James Halliday, ein großer Fan der goldenen 80er Jahre, und er ist verantwortlich für eine gigantische Queste innerhalb seines Universums. In seinem Testament hat er verfügt, dass sein Vermögen und die Besitzrechte an der OASIS an denjenigen fallen, der sein Easteregg findet, zu dem er einen ersten Hinweis und eine darauf aufbauende Schnitzeljagd hinterlassen hat.

Wade Watts ist einer der sogenannten Jäger, die das Easteregg in der OASIS suchen. Er kennt sich bestens mit Halliday und den 80er Jahren aus und eines Tages hat er einen Geistesblitz und viel Glück – er findet die erste Spur in der Queste nach dem Easteregg. Schon bald muss er feststellen, dass die Suche alles andere als ein (Computer-)Spiel ist und ein Groß?onzern mit fragwürdiger Moral und ebensolchen Mitteln hinter ihm her ist – die IOI, die schon lange hinter der OASIS und dem Unternehmen dahinter her ist.

Dieses Buch ist einfach unglaublich gut. Ich weiß gar nicht, wie ich beschreiben soll, warum das so ist. Zum einen rührt es sicher daher, dass ich nicht mal ein Jahr jünger als der große Halliday bin und meine Teeniezeit ebenfalls in den 80ern verbracht habe. Ich habe auf meinem C64 'rumgespielt, ich habe noch persönlich eine Datasette zum Datenspeichern benutzt (Ladezeiten von 45min waren nicht ungewöhnlich), ich habe Pen & Paper Roellenspiele gespielt und eine alte Gamekonsole besessen (damals nannten wir das noch „Telespiel“), mit der ich pixelige Rennautos durch pixelige Parcours gesteuert habe, ich habe eigentlich alles gemacht, was auch Halliday gemacht hat (wenn auch mit etwas geringerem finanziellen Erfolg) – nur die Automatenspiele habe ich ausgelassen.

Aber nicht nur der Wiedererkennungswert meiner Kindheit war in diesem Buch gegeben. Es ist außerdem auch absolut spannende erzählt und beschert keinen einzigen Augenblick Langeweile. Es gibt ungefähr in der Mitte eine etwas ruhigere Phase, aber auch die ist nicht langweilig, sondern bringt dem Leser Wade und Co noch näher und vertieft die Charaktere. Bevor es zu viel des Guten wird, schwenkt die Aufmerksamkeit aber wieder zur „Eiersuche“ zurück und lässt den Leser fortan nicht mehr los, bis dieser das Buch am Ende aus den verschwitzten Fingern legen kann – oder muss. Von mir aus hätte es gerne noch ein bisschen weiter gehen können.
V(
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