Bewertungsdetails

Science Fiction 3458
Zum Mitfiebern und Nachdenken
Gesamtbewertung
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
4.0
Sprache & Stil
 
5.0
Auf ihrem Weg die Unsterblichkeit zu erforschen, bringt die Firma Futuria viele Medikemante auf den Markt, die bereits jetzt schon ein so gut wie krankheitsfreies und somit längeres Leben garantieren. Nutznießerin ist u.a. die Journalistin Sophia Marchetti. Doch es tauchen immer mehr Gerüchte auf, dass Futuria die Unsterblichkeit bereits erforscht hat. Doch warum weiß die Öffentlichkeit nichts davon? Sophia begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit...


Mit diesem gar nicht so unrealistischem Setting kreiiert der Autor Andreas Brandhorst? einen Plott rund um das Thema Unsterblichkeit. Durch den Bezug zu CRISPR/Cas wird die Idee wissenschaftlich erklärt und untermauert, so dass eine durchaus realistische Welt zum Leben erweckt wird. Entsprechende Überlegungen zur Überbevölkerung und Ressourchenknappheit werden ebenso aufgegriffen, wie moralische und religiöse Bedenken, vor allem Zweiteres wird durch radikale Gruppierungen und einen moderaten Papst durch zwei Gegensätze diskutiert. So ist "Ewiges Leben" ein großartiger Roman, der zum Nachdenken und Diskutieren einlädt.


Die Personen sind dafür ebenfalls gut gewählt. Es gibt die von Futuria überzeugte Journalistin, Sophia, die aber langsam merkt, dass Futuria vielleicht doch nicht so glanzvoll ist, wie sie bisher immer gedacht hat. Aber wird sie wirklich gegen die Firma recherchieren, der sie ihr Leben zu verdanken hat? Oder dann haben wir den Papst Pius, der die Kirchen der Welt miteinander vereinigen will und Futuria für die Unsterblichkeit seinen Segen aussprechen will, obwohl ewiges Leben doch eigentlich nur durch die Kirche erlangt werden kann? Dem entgegen gesetzt wird Jossul, ein radikaler Christ, der die Unsterblichkeit und Futuria bekämpfen will. Wie soll die Welt funktionieren, wenn alle unsterblich werden? Jeder Perspektive konnte ich etwas abgewinnen, aber nie vollkommen uneingeschränkt zustimmen. So blieb ich als Leserin kritisch und bin nicht blind einer Person gefolgt.


Auch hat mir die Gestaltung der Welt gut gefallen. Es gab viele leise Elektroautos, allgemein sehr viel Technik, wie Drohnen etc. Es hat sehr gut zusammen gepasst, so dass ein gutes Kopfkino entstehen konnte.


Mich konnte der Roman überzeugen, der mit einem spannenden Thema aufwartet und dazu noch gut vom Autor umgesetzt wurde.
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