Tabitha Suzuma: Broken

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Langatmig und unbefriedigendes Ende
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Mattheo, genannt Matt, ist kein gewöhnlicher 17jähriger. Auf ihm ruhen Englands Hoffnungen auf die Goldmedaille im Turmspringen bei den nächsten Olympischen Spielen. Er kommt aus einem reichen Elternhaus und hat eine wundervolle Freundin. Doch nach einem wichtigen Wettkampf geschieht etwas, das seine Welt aus den Fugen geraten lässt. Matt wacht morgens ohne Erinnerungen an die vergangene Nacht verletzt in seinem völlig verwüsteten Zimmer auf. Was ist passiert?

Ein großer Pluspunkt bei diesem Buch ist der Schreibstil der Autorin. Ihr gelingt es außerordentlich gut, die Stimmung und die Gefühle von Matt, aber auch den anderen Charakteren einzufangen und zu vermitteln. Die Worte wirken locker, aber auch eindringlich. Dafür nimmt sich Tabitha Suzuma viel Zeit, was gleichzeitig allerdings auch eins der Mankos der Buches ist. Da der Fokus so auf dem Innenleben Matts liegt, passiert lange Zeit nicht viel und manche Kleinigkeiten werden immer wieder durchgekaut. Die Handlung baut sich nur schleppend auf, langatmige Szenen und Beschreibungen sind keine Seltenheit und ich habe mich zeitweise wirklich gelangweilt.

Dazu kommt noch: Die Inhaltsbeschreibung des Verlags verrät viel zu viel über das Buch (der Klappentext selbst ist nicht so ausführlich), was zwar zunächst für Interesse an der Geschichte sorgt, dann beim Lesen allerdings fast alle Spannung nimmt, da man Dinge weiß, die erst in der zweiten Hälfte (!) des Buches aufgedeckt werden.

Matts Freundin Lola ist für mich die Sympathieträgerin der Geschichte. Sie ist das Mädchen, das man gerne zur besten Freundin haben möchte - trotz eines schweren Schicksalsschlags in ihrer Kindheit ist sie fröhlich und lebenslustig. Ihre außergewöhnlich gute Beziehung zu ihrem chaotischen Vater stellt einen krassen Kontrast zu Matts äußerlich perfekten, aber an den Befindlichkeiten und Wünschen ihrer Kinder völlig uninteressierten Eltern dar. Neben Lola habe ich mich auch in Matts kleinen Bruder Loic verliebt, der als 8jähriger sehr unter der Stimmung zu Hause zu leiden hat.

Matt selbst stand im Mittelpunkt des Buches und trotzdem habe ich seine Entscheidungen nicht immer verstanden und war teils genervt von ihm. Er befindet sich in einer Ausnahmesituation, weshalb es wahrscheinlich auch schwer ist, sich in ihn hineinzuversetzen - von außen lässt sich immer alles objektiver betrachten. Trotzdem machte er es mir durch schlicht dumme Aktionen und langwierige philosophische Betrachtungen der Natur auch nicht wirklich leicht, ihn ins Herz zu schließen.

Vom Ende der Geschichte war ich leider sehr enttäuscht. Ich möchte nichts verraten, aber es war für mich nicht wirklich nachvollziehbar und ich hätte mir eine andere Auflösung der Situation (egal welcher Art) gewünscht. Auch emotional hat es mich nicht berühren können.


Fazit: Man erfährt viel über Matts Gefühle, die durch den ausführlichen Schreibstil der Autorin regelrecht greifbar werden. Die Charaktere und die erzeugte Stimmung sind eindeutig die Stärken von "Broken". Leider können die Handlung und der (auch aufgrund der Spoiler durch die Verlagsbeschreibung nicht vorhandene) Spannungsbogen dabei nicht mithalten, auch wenn ich größten Respekt davor habe, dass sich Tabitha Suzuma hier wieder einmal einem schwierigen Thema gewidmet hat. Nachdem "Forbidden" zu meinen Lieblingsbücher zählt, konnte "Broken" mich leider nicht überzeugen.
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Mutiges Thema, aber langweilige Handlung und unschönes Ende
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Klappentext
„Mathéos große Liebe ist Lola. Doch Mathéo ist auch Großbritanniens Hoffnung auf olympisches Gold im Turmspringen. Und seine ehrgeizigen Eltern zeigen sich wenig begeistert über die Beziehung. Zum Glück ist Lolas Vater anders. Mit ihm versteht sich Mathéo blind. Doch dann gerät Mathéos Leben komplett aus den Fugen. Nach einer Siegesfeier wacht er mit Verletzungen am ganzen Körper auf, ohne Erinnerung an die Nacht zuvor. Erst als er sich beim Turmspringen am Kopf verletzt, kommt die Erinnerung zurück. Er wurde überfallen und brutal vergewaltigt. Als Lola davon erfährt, bittet sie ihn, zur Polizei zu gehen. Doch Mathéo hat ihr eines verschwiegen. Er kennt seinen Vergewaltiger.“

Gestaltung
Ich habe schon einmal bereits ein ähnliches Cover wie dieses gesehen, das mir jedoch besser gefallen hat. Das helle blau zusammen mit dem hellen grau gefällt mir nicht so gut und auch die Anordnung der Buchstaben des Titels ist nicht sehr schön. Ich finde das Cover ein wenig nichtssagend, auch wenn es durch das Bild des Turmspringenden Jungen auf die Handlung Bezug nimmt. Schade finde ich, dass ich das Motiv hinter dem Blau gar nicht richtig erkennen kann.

Meine Meinung
Dass Autorin Tabitha Suzuma sich vor den schwierigen Tabuthemen nicht scheut, davon hatte ich schon gehört. Ihren Roman „Forbidden“ kenne ich vom Hörensagen, auch wenn ich ihn selber nicht gelesen hatte. Als ich dann von „Broken“ hörte und mir den Klappentext durchlas, war ich sehr beeindruckt. Eine Autorin, die sich mit dem sensiblen Thema der Vergewaltigung junger Männer auseinandersetzt? Spannend! Dachte ich zuerst. Leider wurde ich von diesem Buch enttäuscht.

Ich rechne es der Autorin hoch an, dass sie sich an diese Thematik herangewagt hat. Ich finde es wichtig, dass solche Themen nicht totgeschwiegen, sondern angesprochen werden. Dabei sollte jedoch ein sensibler Umgang mit gleichzeitiger Deutlichkeit hinsichtlich des Themas selbstverständlich sein. Suzuma hat diesbezüglich auch wirklich meine Erwartungen getroffen. Sie ist mit dem Thema vorsichtig umgegangen und hat es gleichzeitig geschafft, nicht zu sehr in Wertungen abzurutschen. Die Autorin hat bei mir Emotionen geweckt und mir die Gefühle der Verunsicherung, Schuld und Angst des jungen, vergewaltigten Mathéos veranschaulicht. Ich habe die bedrückte Atmosphäre gespürt.

Jedoch habe ich mich ansonsten ziemlich gelangweilt. Gerade zu Beginn passierte absolut gar nichts und ich habe mich mehr schlecht als recht durch die Handlung gequält. Dass die Figuren und die jeweiligen Situationen, in denen sie sich befinden, angemessen eingeführt werden müssen, ist mir klar. Aber es hätte dabei ruhig auch etwas passieren können. Stattdessen haben die Charaktere meist einfach nur miteinander geredet und das wars. Mehr nicht.

Erst in der Hälfte des Buches passierte dann am Ende eines Kapitels ein kleinerer Cliffhanger, der mehr Spannung aufkommen ließ. Auch als Mathéo seiner Freundin Lola dann von seinen Erinnerungen und seiner Situation erzählt hat, gefiel mir das Buch etwas besser, weil dort die Emotionalität gut dargestellt wurde und seine Gefühle nachvollziehbar waren.

Dann kam jedoch das Ende. Und was soll ich sagen? Ich fand es einfach nur blöd. Ich kann nicht genau ins Detail gehen, ohne zu viel zu verraten, aber für mich handelte eine der Figuren einfach nur absolut kopflos und ich konnte die Entscheidung wirklich nicht nachvollziehen. Das Ende ist dabei eine Mischung aus traurig und glücklich, denn nach einem kurzen Zeitsprung erhält man durchaus einen Blick auf die Figuren, wie sie sich mit der Zeit entwickelt haben. Aber hier war mir die Entwicklung eines Charakters zu unrealistisch. Ich hatte einfach den Eindruck, als hätte die Autorin am Ende nochmal richtig eins draufsetzen wollen in Punkto Dramatik. Dabei riss sie jedoch neben der ohnehin schon sensiblen Vergewaltigungsthematik ein weiteres empfindliches Feld an, was meiner Meinung nach zu viel des Guten war. Damit die Leser dann aber dennoch zufrieden mit dem Ende sind, gab es einen kleinen Zeitsprung. So habe ich es zumindest empfunden. Echt schade.

Fazit
Dass in „Broken – Der Moment, in dem du fällst“ ein ernsthaftes, bisher kaum aufgegriffenes (Tabu-)Thema aufgegriffen wurde, fand ich sehr mutig, spannend und interessant. Auch die Umsetzung war sehr einfühlsam und sensibel gelöst. Jedoch habe ich mich größtenteils einfach nur gelangweilt, da nichts Packendes in der Handlung passierte. Es dümpelte alles vor sich hin, abgesehen von ein paar gefühlvollen oder erschreckenden Momenten. Gerade das Ende hat mich dann zusätzlich nochmal enttäuscht, da eine Figur etwas dramatisches tut und ihr Handeln nicht gut begründet wurde und somit nicht nachzuvollziehen war.
Knappe 2 von 5 Sternen!

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