Bewertungsdetails

Historische Romane 3816
Marion Henneberg – Das Amulett der Wölfin
Gesamtbewertung
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
4.0
Sprache & Stil
 
4.0
Im Jahre des Herrn 1134. Die junge Adolana wächst nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Onkel auf. Dieser liebt sie abgöttisch und lässt der jungen Frau viel mehr Freiheiten, als es zu der Zeit üblich war. Dennoch muss er für sie ein Heiratsversprechen geben, denn er ist hoch verschuldet und kann nur so seinen Hals retten. Beim Versuch Adolanas, einen Blick auf den Zukünftigen in spe zu werfen, belauscht sie ein folgenschweres Gespräch – ein Mordkomplott wird geschmiedet. Sie wird entdeckt und muss fliehen – und setzt damit eine Kette von Ereignissen in Gang, die sie weit fort von Zuhause führen werden.

Die Geschichte um Adolana ist eine Geschichte voller Höhen und Tiefen. Marion Henneberg verbindet historische Fakten mit der persönlichen Entwicklung des jungen Mädchens Adolana zur Frau, die nach und nach ihre anfängliche Naivität ablegt und zu einer Persönlichkeit wird, die weiß was sie will und sich vom Schicksal nicht unterkriegen lässt. Man fiebert und bangt und freut sich und leidet mit ihr.

Auch die anderen beiden Hauptpersonen, Berengar und Waldemar, sind mir sehr ans Herz gewachsen. Berengar, weil er einfach eine wunderbare Figur ist, die man sich einfach so sehr an Adolanas Seite wünscht. Waldemar, weil er, wie ich finde, der am besten durchdachte Protagonist des Buches ist. Wie sich für ihn meine Gedanken und Gefühle verändert haben, je mehr man über ihn erfuhr bzw. je mehr Rolle er bekam – einfach eine Figur mit Tiefe.

Auch das „Drumherum“ ist Marion Henneberg offenbar leicht aus der Feder geflossen. Es fällt einem nicht schwer, sich in die Personen oder an die beschriebenen Orte zu versetzen, das ist wirklich sehr gelungen. Ich konnte in Kampfszenen regelrecht die Waffen klirren hören und habe viele Szenen bildlich vor meinem geistigen Auge entstehen sehen.

Die historischen Zusammenhänge waren stellenweise etwas verwirrend. Die Verwirrung wurde durch einen beigefügten Stammbaum und eine chronologische Auflistung der historischen Ereignisse ein wenig abgemildert. Dennoch musste ich über die ein oder andere Stelle einfach hinweglesen – der Handlung konnte ich aber zu jeder Zeit folgen.

Die Sprache des Romans gefiel mir sehr. Nicht geschwollen oder unverständlich, aber dennoch gehoben und von gewählter Ausdrucksweise, gut passend zur Geschichte. Abschließend möchte ich noch sagen, dass das titelgebende Amulett der Wölfin eine Rolle im Buch spielt – und auch das hat mir gut gefallen, denn das ist ja nicht selbstverständlich.
V(
Top 50 Bewerter 70 Bewertungen
War diese Bewertung hilfreich für dich? 0 0

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

 

Affiliate-Programm von LCHoice (lokaler Buchhandel) und Amazon. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Mobile-Menue