Bewertungsdetails

Dieses Buch sollte in jeder Schule Pflichtlektüre sein!
Gesamtbewertung
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert
 
5.0
Charaktere
 
5.0
Sprache & Stil
 
5.0
Endes des 2. Weltkrieges versteckt sich der Kriegsverbrecher und Menschenschlächter Josef Mengele in Südamerika. In der Zeit bis zu seinem Tod muss er häufig die Wohnorte wechseln und hin und wieder sogar das Land, denn der Mossad ist ihm auf den Fersen.

Autor Olivier Guez gelingt mit "Das Verschwinden des Josef Mengele" wahrlich ein Meisterstück. Obwohl er aus der Sicht des Massenmörders Mengele erzählt, gerät die Leserin nie in die Bredouille, sich mit dieser Figur zu identifizieren oder Mitleid für sie empfinden zu müssen. Seine Taten werden nicht verharmlos und der Autor zeigt immer wieder, was für ein menschliches Monster Mengele war.

Ebenfalls hervorragend ist die Komponente, dass Guez den Deutschen den Spiegel vorhält und erklärt, warum sich die Nazis auch nach Kriegsende noch im deutschen Bundestag saßen und Deutschland nie eine "Entnazifizierung" gelungen ist. Und mit einem Satz ganz am Ende des Buches erklärt er uns sogar die aktuelle politische Lage in Deutschland:

"Immer nach zwei oder drei Generationen, wenn das Gedächtnis verkümmert und die letzten Zeugen der vorherigen Massaker sterben, erlöscht die Vernunft, und Menschen säen wieder das Böse."

Dieses Buch sollte in jeder Schule Pflichtlektüre sein!
SK
#1 Bewerter 1144 Bewertungen
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