Andrea Bottlinger: Das Geheimnis der Papiermacherin

Andrea Bottlinger: Das Geheimnis der Papiermacherin
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746634036

Informationen zum Buch

Seiten
384

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Blut färbte den frisch gepressten Bogen Papier rosa.

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Nürnberg, 1621: Annas großer Stolz ist die Papiermühle ihres Vaters: Doch nun steht sie kurz vor dem Bankrott. Ihr Vater ist resigniert, aber Anna will die Familientradition nicht aufgeben. Ein harter Kampf, der durch Bartholomäus, ihren ärgsten Konkurrenten, nur noch erschwert wird. Denn dieser versucht mit allen Mitteln, sie in den Ruin zu treiben. Dann taucht dessen Bruder Johann auf, er ist viel attraktiver, als Anna lieb ist, macht ihr den Hof und warnt sie vor Bartholomäus. Aber kann sie ihm trauen?

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Nürnberg im Jahre 1621
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Anna ihr Herz hängt an der Papiermühle ihres Vaters. Schon seit einiger Zeit leitet sie das Unternehmen, da der Vater häufig unpässlich ist. Sie macht ihre Sache gut, die Männer vertrauen ihr. Doch dann steht die Mühle kurz vor dem Bankrott. Schnell muss Geld her oder eine Idee, wie mehr zu verdienen ist. Dabei kommt sie Bartholomäus in die Quere. Der Mann kennt keine Gnade, wenn er der Ansicht ist, die Konkurrenz nicht gebrauchen zu können. Ausgerechnet dessen Bruder Johann trifft auf Anna. Auch wenn Anna vorgibt, diesen Mann nicht leiden zu können, ihre Blicke sprechen eine andere Sprache. Aber wie wird die Zukunft aussehen? Kann Anna Johann trauen oder arbeitet er für seinen Bruder?

Anna lebt mitten in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges in Nürnberg. Sie spürt, wie alle anderen, wie schwer das Leben wird. Die Beschaffung von Material zur Herstellung von Papier wird immer schwieriger. Das Geld dafür immer knapper. Der Krieg tobt vor den Toren Nürnbergs und bestimmt das Leben. Umso wichtiger sind Freundschaften und gute Geschäftsbeziehungen. Anna weiß ihre Freunde zu schätzen. Mutig kämpft sie für ihre Ziele und um den Erhalt der Freundschaften.

Andrea Bottlinger erzählt dabei eine ganz eigene Geschichte dieser Zeit. Ihre Protagonistin Anna ist eine junge und moderne Frau, die ihren Weg gehen will. Sie scheut auch nicht dafür zurück, mal andere Wege zu beschreiten. Sie entspricht damit wohl nicht dem Frauenbild dieser Zeit. Aber auch wenn es historisch vielleicht nicht ganz korrekt ist, hat es Spaß gemacht Anna auf ihren Weg, ein kleines Stück zu begleiten. Mich hat ihre Geschichte gut unterhalten. Auch wenn diese Geschichte in Zeiten des Dreißigjährigen Krieges spielt, ist dies jetzt nicht so vordergründig. Es findet Erwähnung und prägt sicher auch die Handlungen der Protagonisten, aber ist eben nicht Hauptthema. Anna steht hier im Mittelpunkt und der Erhalt ihrer Papiermühle und natürlich auch ihre Beziehung zu Johannes. Diese Beziehung ist nicht ganz einfach und das Zusammentreffen der beiden immer mit spritzigen Dialogen verbunden. Die Wege, die Anna beschreitet, sind vielleicht auch nicht immer, wie man sie erwartet, aber gerade das macht diese Geschichte für mich, zu guter Unterhaltung.

Ein Nachwort gibt es leider nicht und so bleibt es der Fantasie der Leser überlassen, ob die Papiermühle und ihre Bewohner ein reales Vorbild haben oder eher nicht. Die Geschichte von Anna und Johann macht in jedem Fall Spaß und lässt sich leicht und locker lesen. Ich hätte mir hier nur einen anderen Titel gewünscht als „Das Geheimnis der Papiermacherin“ irgendwie wird er der Geschichte nicht gerecht.
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Anna Pecht eine Kämpferin
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5.0
Im Jahr 1621 kämpft Anna Pecht um die Existenz der Papiermühle ihres Vaters. Sie ist auf sich gestellt, denn ihr Vater hat sich immer noch nicht vom Tod seiner geliebten Frau erholt. Er gibt sich dem Trinken hin und spielt Glücksspiele, die leider die finanzielle Lage für die Mühle nur noch verschlimmert. Eigentlich hat Anna Mutter und Vater verlorenen, doch sie hat liebgewonnene Freunde, die ihr zur Seite stehen. Mit ihnen erlebt sie einige gefährliche Abenteuer , die alle in Gefahr bringen. Doch was bleibt ihr anderes übrig, wenn sie die Mühle retten will.
Hinzu kommt, dass es seit Beginn des dreizigjährigen Krieges kaum noch Lumpen gibt, die dringend zur Herstellung von Papier benötigt werden. Die Freunde von Anna haben Ideen, wie sie die benötigten Lumpen beschaffen könnten. Und von da an geraten sie in immer mehr in Gefahr.
Bartholomäus von Treist ist ein reicher mieser Geschäftsmann, der nicht nur durch legale Geschäfte seinen Reichtum erlangt hat. Sein Bruder Johann ist seit einer Verletzung im Krieg nach Hause zurück gekehrt und Bartholomäus will ihn für seine Machenschaften gewinnen.
Keiner darf einem von Teist in die Quere kommen, wer dies doch macht, muss um sein Leben bangen, so wie Anna und ihre Freunde. Aber es gibt unerwartet Hilfe von jemanden, kann dieser Jemand Anna helfen und beschützen? Wird sie darauf vertrauen können, was dieser Jemand ihr rät, oder geht sie ihren eigenen Weg?

Meine Meine:
Die Papiermacherin von Andrea Bottlinger ist ein historischer Roman, der mich von der ersten Seite an begeistert hat. Der Schreibstil ist spannend, gefühlvoll und an manchen Stellen zum schmunzeln. Den einzelnen Protagonisten hat die Autorin starke Charakter verliehen, die sehr realistisch beschrieben werden.
Was mich auch sehr fasziniert hat, sind die historischen Fakten. Ich finde es immer sehr spannend, wenn ein/e Autor/in mich als Leser in eine andere Zeit entführt. Durch die bildhaften Beschreibung der Charaktere und den historischen Hintergründen, bekommt man eine Vorstellung vom damaligen Leben. Heute kaum noch vorstellbar, welchen Kampf die Menschen für das tägliche Überleben bestreiten mussten. Dies alles ist Andrea Bottlinger ausgezeichnet gelungen. Ein wunderschöner Roman.
KK
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Eine schwierige Zeit
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5.0
Die Autorin Andrea Bottlinger führt uns in ihrem historischen Roman "Das Geheimnis der Papiermacherin" in das Jahr 1621 und nach Nürnberg. Anna Pecht versucht, den Betrieb der Papiermühle ihres Vaters, der dem Alkohol und dem Kartenspiel verfallen ist, aufrechtzuerhalten. Durch den Dreizigjährigen Krieg wird es immer schwieriger Lumpen für die Fertigung von Papier zu beschaffen. Zusammen mit ihren Freunden versucht sie, sich illegal Lumpen zu beschaffen, was aber äußerst gefährlich ist. Sie kommt ausgerechnet Bartholomäus von Treist, einem ruchlosen Geschäftsmann, in die Quere, Sein Bruder Johann gewährt ihr unerwartet Hilfe. Kann sie Johann von Treist wirklich trauen? Kann sie die Papiermühle retten?



Die Autorin schafft es wunderbar, die Protagonisten der Geschichte in ihren Schilderungen lebendig werden zu lassen. Die Zeit, in der die Geschichte spielt, ist eine sehr schwierige Zeit. Die Menschen leiden Not. Die Gesetze sind streng und Zuwiderhandlungen werden hart bestraft. Dennoch gibt es skrupellose Zeitgenossen, die nicht gerade kleinlich mit ihren Konkurrenten umgehen. Johann von Treist hat im Krieg als Söldner gedient. Als er nach einer Verletzung zurückkehrt, spannt Bartholomäus ihn für seine Geschäfte ein.



Anna ist in dieser Geschichte eine starke Frau, die in einer Männerdomäne ums Überleben kämpft. Sie weiß, was sie will. Und sie kann sich auf ihre Freunde verlassen. Trotzdem muß sie gefährliche Situationen erleben!



Die Autorin hat einen Roman geschrieben, der von Anfang bis Ende abwechslungsreich und spannend ist.



Dieser historische Roman ist sehr empfehlenswert!

A
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1621 in Nürnberg...
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4.7
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5.0
Nürnberg 1621: In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges versucht die 19-jährige Anna Pecht die Papiermühle ihres Vaters über Wasser zu halten. Lumpen zur Papierherstellung sind rar. Also entschließt sie sich zusammen mit 4 Freunden im Umland, wo die Soldaten schon abgezogen sind, danach zu suchen. Dass sie damit dem Leiter des Handelshauses Bartholomäus von Treist, der nicht nur saubere Geschäfte macht, in die Quere kommt, ahnt sie da noch nicht. Sein Bruder Johann, der auch keine reine Weste hat, rettet Anna aus einer brenzligen Situation – und bekommt die junge Frau nicht mehr aus dem Kopf…

Andrea Bottlinger nimmt mich mit in die verdreckten Straßen von Nürnberg, zu den verwüsteten Dörfern in der Umgebung und ins herrschaftliche Haus der von Treists. Sie beschreibt alles so detailliert und farbig, dass ich meine, den Schmutz, die eingelegten Lumpen und das Blut riechen zu können. Besonders ein Toter, die erste Begegnung auf Annas Beutezug, geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Fast alle Protagonisten sind gut ausgearbeitet, kommen authentisch und lebendig rüber und haben sich bildhaft in meinem Kopf eingenistet. Durch den eingängigen und leicht zu lesenden Schreibstil bin ich sofort in der Geschichte drin und mit Anna und ihren Freunden unterwegs.

Anna ist eine sehr taffe junge Frau, der fast nichts anderes übrig bleibt, als zu unlauteren Mitteln zu greifen, um die Papiermühle ihres Vaters, die direkt am Ufer der Pegnitz liegt, für sich und ihre Angestellten am Leben zu erhalten. Ihr trunk- und spielsüchtiger Vater Josef ist ihr dabei keine Hilfe. Im Gegenteil: mit seinen Schulden stürzt er sie nur noch tiefer ins Unglück. Aber Anna ist keine, die so leicht aufgibt.
Vor allem hat sie Freunde, die mit ihr zusammen stehen und sie nicht im Stich lassen. Egal was passiert.
Eine weitere, mir sehr sympathische Frau, ist Sybille Stromer. Was es mit ihr auf sich hat? Lest selbst.

Die Autorin schafft es, mich für diese unwirtliche Zeit in Nürnberg zu faszinieren, mich sehr schnell ins Buch hineinzuziehen. Sie gibt dem historischen Roman eine ganz schön große Portion Spannung mit, bei der es mir schwerfällt, das Buch auch mal aus der Hand zu legen.

Ein historischer Roman, der mich nicht nur in das karge Leben und die Überlebensängste des Dreißigjährig Krieges mitnimmt. Ich erfahre auch einiges über die Papierherstellung und dass Freundschaft keine Grenzen kennt.
Ein interessantes, spannendes Buch, mit dem ich ein paar wunderbar unterhaltsame Stunden hatte.
GH
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Kampf ums Überleben einer Papiermühle
Gesamtbewertung
 
4.0
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Anna betreibt mit ihrem Vater in Nürnberg eine Papiermühle. Eigentlich müsste ja ihr Vater der Chef sein…
Es ist zu Zeiten des dreißigjährigen Krieges. Die Mühle läuft zwar ganz gut, wenn da nicht die Schulden ihres Vaters wären…
Und so kommt Anna auf die Idee bzw. wird darauf gebracht im Umland wo die Söldner gewütet haben, nach Lumpen zu suchen…
Das ist nicht ganz ungefährlich, wie Anna und ihre Gefährten erfahren müssen…. Doch zum Glück kommt da Johann von Treist zu Hilfe…
Anna darf nur Packpapier herstellen, für Schreibpapier hat sie keine Lizenz. Aber sie findet entsprechende Lumpen…
Anna ahnt nicht, wem sie mit ihrer geheimen Arbeit in die Quere kommt…
Und da ist dann natürlich auch noch Johann, der Anna helfen will, der aber selbst keine reine Weste hat…
Warum ist ihr Vater insgeheim nicht der Chef? Warum hat er Schulden? Ist er ein Trinker? Oder gar ein Spieler? Wird Anna seine Schulden bezahlen können? Oder macht er immer wieder neue? Durfte man nicht im Umland nach Lumpen suchen? Mussten sie diese in die Stadt schmuggeln? Ist es darum nicht ungefährlich? Inwiefern kann Johann von Treist helfen? Was macht Anna, als sie Lumpen für Schreibpapier findet? Sie darf doch gar kein Schreibpapier herstellen? Wem kommt Anna in die Quere? Inwiefern hat Johann keine reine Weste?

Meine Meinung
In diesem Buch geht es eigentlich nur um Gauner und Verbrecher. Doch es war zu Kriegszeiten. Und der Krieg macht alles möglich, überhaupt damals. In der Geschichte war ich relativ schnell drinnen. Auch konnte ich mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Anna kämpfte um den Erhalt der Mühle, denn ihr Vater versoff und verspielte Geld, das er nicht hatte. Da musste Anna erfinderisch sein, und im Grunde schadete sie niemandem. Johann tat mir irgendwie leid, war er doch im Krieg verletzt worden, und wohnte in seinem Elternhaus bei seinem Bruder. Dass der in dunkle Machenschaften verwickelt war, wusste er ja, aber er hoffte er könne ihn ändern, und versuchte seine Aufträge so human wie möglich zu erledigen. Wenn man das so nennen kann. Mehr dazu jedoch nicht. Das Buch war von Anfang an spannend, doch hatte es auch Spannungsabfälle. Doch die letzten hundert Seiten hatten es in sich und ich wurde von dem Buch vereinnahmt. Es fesselte mich und hat mich insgesamt gut unterhalten. Daher bekommt es von mir noch vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.
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Rezension "Das Geheimnis der Papiermacherin"
Gesamtbewertung
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
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4.0
Sprache & Stil
 
4.0
Es steht schlecht um die Papiermühle von Anna Pecht – in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges ist es schwer, das Unternehmen aufrecht zu erhalten. Erschwert wird das ganze noch durch die Unternehmungen der von Treists. Doch einer der beiden Brüder scheint sich völlig überraschend auf Annas Seite zu schlagen.

Andrea Bottlinger, vorrangig eher im Bereich der Science Fiction und Fantasy bekannt, hat sich nun mit „Das Geheimnis der Papiermacherin“ an ihren ersten historischen Roman gewagt. Das Ergebnis ist ein eher lockeres, leicht zu lesendes Buch, das einiges über die Situation der Papiermacher im 17. Jahrhundert verrät und nebenbei noch eine spannende Liebesgeschichte in Petto hat.
Dabei ist Anna Pecht eine durchaus sympathische Frau mit Prinzipien, die versucht, ihren Betrieb allen Widrigkeiten zum Trotz am Laufen zu halten und dabei auch vor der ein oder anderen illegalen Aktion nicht haltmacht.
Dem gegenüber steht Johann von Treist. Mit ihm bin ich anfangs nicht wirklich warm geworden, da seine Ansichten und Prinzipien zunächst nicht wirklich klar sind. Doch der Leser kann sich – nahezu synchron mit Anna – mehr und mehr für ihn erwärmen, so dass das Ende des Romans in weiten Punkten nicht wirklich überrascht, aber dennoch schön erzählt ist.

Wer also nicht die Zeit damit verbringen möchte, groß die historischen Hintergründe nachzuschlagen, dem sei „Das Geheimnis der Papiermacherin“ empfohlen. Ich freue mich schon auf weitere historische Romane von Andrea Bottlinger!
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