Bewertungsdetails

3 Küsse für Aschenbrödel
Gesamtbewertung
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert
 
4.0
Charaktere
 
2.0
Sprache & Stil
 
3.0
Susann Rehlein - Die Erstaunliche Wirkung von Glück - Dumont

Dorle, 24, wohnt in einem alten herrschaftlichen Haus in der ehemaligen Concierge-Wohnung im Souterrain, wo die Bewohner schon genauso alt sind, wie der Putz, der von den Wänden bröckelt. Dorle fühlt sich eigentlich ganz wohl, in ihrer 15 qm kleinen Nußschale. Alles ist überschaubar 
und in der Toilette gibt es sogar einen Platz für ihre Lieblingssachen, ansonsten ist alles besetzt mit Heimarbeit-Kartons voller Glitzerkram. Dorle steckt Kronleuchterketten zusammen, einen Luxuxartikel, den sie zwar schön findet, sich aber nie leisten könnte. Sie ist froh, das sie nirgendwo einer regulären Arbeit nachgehen muss. Ihrem Lebenslauf als Heimkind zu Folge, hat sie wohl einige "Altlasten" oder Traumata in 
ihr kleines Leben mitgenommen, Zurück bleibt ein armes verhuschtes nettes Mädchen, so eine, an die jeder eine Bitte hat, aber nicht bitte sagt.  In diesem Haus füttert jeder Dorles Helfersyndrom mit seiner unendlichen Bedürftigkeit, ohne den kleinsten Funken  Anerkennung, die Dorle so bitter nötig hätte. Jeder schikaniert und beleidigt Dorle nach belieben, die Liste der zu erledigenden Frohndienste ist lang und die Zeit, die ihr täglich für ihren Lebensverdienst zur Verfügung steht, wird knapp. Die Gemeinschaft des Hauses wird für Dorle zum Dorle zum sozialen Desaster, keiner scheint zu merken, wie sehr ihre Seele darunter leidet.
Die extravagante Frau Sonne aus der "bel étage" schon.
Sie sagt es ihr "Frei Schnauze" ins Gesicht:
"Schreiben sie 10 x "Ich darf niemand erlauben meine Würde zu verletzen! und liefern sie es heute abend bei mir ab!" Dorle kauft tatsächlich einen Block und liefert die erledigte Strafarbeit im obersten Stockwerk ab. Dort verbringt sie den schönsten Abend, seit sie denken kann. Gespräche, lachen, spielen und die köstlichsten Häppchen vom Catering, das Appartement ist ein Traum! Dann bekommt sie ein Angebot, das sie unmöglich ablehnen kann, sie soll die Wohnung für 3 Monate hüten und bekommt jede Menge Geld dafür.
Einzige Bedingung: 
Sie darf während der Zeit nicht in ihre Wohnung und sich von niemand "beschäftigen" lassen, nicht in alte Lebensgewohnheiten zurückfallen. Abund zu käme ein Fax mit Anweisungen und die Pflanzen müssen täglich ihre Klangschalentherapie bekommen. Frau Sonne und deren Assistentin, genannt Schräubchen, halten Dorle ebenfalls für eine Pflanze mit verkümmerten Wurzeln..was sie ganz richtig erkannt haben..
Statt Buchstabensuppe gibt es jetzt Sushi und die alten Klamotten weichen "Haute Couture"..

Die erstaunliche Wirkung von Glück
 soll bei Dorle eintreffen, ohne dass sie es merkt..
was haben sich die Damen da wohl noch alles ausgedacht?
UnterhaltsameSozialstudie mit Achenputtel-Anleihe.. Ein charmantes Buch über Phobien, Ängste, Zwangsneurosen, neuen Mut und wie man seine Mitmenschen nicht behandeln sollte.
Die Moral von der Geschicht: Ein fröhliches Herz, ist die beste Arznei!

Michhat dieses Buch leider nicht allzu glücklich gemacht, weil ich stark mit Dorle mitgelitten habe, ich habe mich zu sehr auf die Hauptperson eingelassen und war enttäuscht von dem Verhalten ihrer Mitmenschen.
Ein automatischer Effekt.
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