Bewertungsdetails

Fantasy & Phantastik 1859
So gut Teil 1 beginnt, so enttäuschend endet Teil 3
Gesamtbewertung
 
1.0
Plot / Unterhaltungswert
 
1.0
Charaktere
 
1.0
Sprache & Stil
 
1.0

Der letzte Teil dieser Trilogie um eine düstere Zukunftsvision, die Jugendliche mittels einer "Auslese" selektiert, schließt nahtlos an den zweiten Teil an. Damit meine ich wirklich, dass man das Gefühl hat, dass die Bücher eigentlich nicht dafür gedacht waren als Einzelbände zu erscheinen, sondern ein komplettes Buch einfach auf zwei aufgeteilt wurde. Daher gibt es auch so gut wie keine Rückblenden und wenn man die Vorgängerbände nicht mehr so richtig präsent hat, tut man sich als Leser richtig schwer wieder in die Geschichte hinein zu finden. So ging es mir, da die Lektüre des Vorgängerbandes bei mir schon gut über ein Jahr her war und ich wirklich sehr mühsam mir wieder die bereits stattgefundenen Ereignisse ins Gedächtnis rufen musste.

Die Handlung selber flachte leider schon im zweiten Teil komplett ab, jedoch besteht ja bei Trilogien immer die Hoffnung, dass der letzte Teil dann wieder besser ist. Hier ist das jedoch leider nicht der Fall. Die Geschichte wieder immer verworrener und immer unglaubwürdiger und die Hauptfigur Cia ist natürlich weiterhin eigentlich "Superwoman" und könnte die Welt auch im Alleingang retten, tut sie dann aber doch nicht, weil das wahrscheinlich zu langweilig wäre.

Bei mir entstand hier das Gefühl, dass die Autorin versucht hat, die ganze Geschichte mit vielen Verwicklungen und höchsten politischen Einflussnahmen zu gestalten, das Ergebnis ist jedoch leider ein Band, der mich überhaupt nicht mehr überzeugen konnte, da die Zusammenhänge und Allianzen einfach unglaubwürdig waren und gerade auch die Rolle, die Cia in dem gesamten Kuddelmuddel spielen soll, überhaupt nicht mehr nachvollziehbar war. Sie ist natürlich ein absolutes Ausnahmetalent - auch wenn mir während der gesamten drei Bände nie wirklich klar geworden ist, was an ihr so außergewöhnlich ist - aber sogar für Superwoman ist diese Geschichte einfach nicht mehr in sich schlüssig.

Nach vielen Irrungen und höchst seltsamen Zufällen und Ereignissen, mit zum Teil wieder sinnloser Brutalität, kommt die Trilogie dann endlich zu einem Abschluss, bei dem ich dann auch nur noch die Augen verdrehen konnte. Wir haben hier eine komplett korrupte Welt, die einfach so Jugendliche aussondert - die Hintergründe dazu habe ich ehrlich gesagt bis zum Schluss nicht nachvollziehen können - und dann endet das Buch und gibt einem quasi die Aussage mit, dass jetzt alles gut wird.

Leider muss ich sagen, dass mich diese Trilogie insgesamt komplett enttäuscht hat. So gut der erste Teil begonnen hat, so schlecht sind die anderen Bände geworden. Nach meinem Gefühl war nach dem ersten Teil die Idee aufgebraucht und es gab nie eine richtige Vorstellung dazu, wie der erste Teil weitergeführt werden kann. Besser wäre es daher gewesen den ersten Teil als eigenständiges Buch mit seinem offenen Ende stehen zu lassen und sich die anderen beiden Bände zu sparen. Mich haben sie nur noch enttäuscht.

Daher gibt es von mir auch nur noch einen Stern.
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