Sarah Weeks
So B. It. Heidis Geschichte
Originaltitel: So B. ItDie 12jährige Heidi hätte gern wie alle „normalen“ Leute eine Familie, eine rückverfolgbare Geschichte, aber in ihrem Leben ist alles ein bisschen anders. Sie hat nur Dette, die nette Nachbarin, die sich um alles kümmert, und So B. It, ihre behinderte Mutter. Dette leidet unter Agoraphobie, und Heidis Mutter lernt selbst einfachste Verrichtungen nur unter größten Mühen, ihr Wortschatz umfasst 23 Wörter. Eines davon lautet „Soof“, und es wird für Heidi zur fixen Idee, die Bedeutung dieses Wortes herauszufinden – auch wenn Dette meint, dass man im Leben eben nicht immer auf alles eine Antwort bekommt.
Heidis Geschichte am Rand der „Normalität“ ist sehr überzeugend geschrieben. Einfühlsam und kitschfrei werden auch Themen angesprochen, über die im Alltag eigentlich kaum geredet wird. Das Wichtigste aber ist Heidis Suche nach der eigenen Identität, ihr Anspruch auf Informationen zu ihrer Vergangenheit, ihrer Familiengeschichte. Um der Wahrheit auf die Spur zu kommen, reist sie in einem Greyhound-Bus quer durch die USA. Heidi verfolgt ihr Ziel sehr hartnäckig, gewinnt und verliert.
Das Buch hat mich sofort ab der ersten Seite gefangengenommen. Durch das ziemlich große Schriftbild sind die 224 Seiten auch sehr schnell gelesen. Und es lohnt sich!
