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Autor Thema: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion  (Gelesen 2384 mal)

Liafu

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Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« am: 14. Juni 2007, 15:30:59 »

(Mir fällt zu diesem Buch nicht wirklich viel ein, aber das es auf der Wettbewerbsliste steht...)

(Originaltitel: The Forest House)

Inhalt:

Eilan stammt aus einer Familie einflussreicher britonischer Druiden. Eines Tages stößt sie im Wald auf einen jungen Mann, der beim Sturz in eine Fallgrube schwer verletzt wurde. Ihre Familie nimmt ihn zu sich, um ihn wieder gesund zu pflegen. Was sie nicht ahnen: Er ist Römer. Und bald kommt es, wie es kommen muss: Eilan und der junge Römer, Gaius, verlieben sich unsterblich ineinander. Doch eine solche Beziehung zwischen einer Britonin und einem Spross der römischen Besatzer wird weder von seiner noch von ihrer Familie akzeptiert. So kommt es, dass Eilan sich den Priesterinnen von Vernemeton anschließt und Gaius sich den Wünschen seines Vaters gemäß um seine Karriere kümmert. Doch natürlich können sie einander nicht so einfach vergessen...

Meine Meinung:

Der Beginn der Liebesgeschichte zwischen Eilan und Gaius gefiel mir leider nicht besonders – sie kennen sich gerade mal seit ein paar Tagen, aber es ist selbstverständlich sofort die große Liebe fürs Leben – danach war mir einfach nicht und auch im weiteren Verlauf waren es meist diese Szenen, die sich eher zäh lasen.

Interessanter und spannender fand ich dagegen Eilans Leben bei den Priesterinnen und deren Rituale, Gaius Erlebnisse beim Militär und in Rom, sowie die Konflikte zwischen den britonischen Stämmen und den Römern oder zwischen Priesterinnen und Druiden.

Die Charaktere wirkten recht gut gezeichnet und lebendig, dabei allerdings, auch was die beiden Protagonisten betrifft, nicht immer sympathisch. Zimmer Bradleys Stil las sich insgesamt sehr angenehm und flüssig. Die Atmosphäre war im allgemeinen eher etwas melancholisch.

Alles in allem hat mir Die Wälder von Albion trotz der nicht gar so mitreißenden Liebesgeschichte recht gut gefallen.


« Letzte Änderung: 14. Juni 2007, 15:55:57 von Liafu »
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Portia

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #1 am: 15. Juni 2007, 00:59:33 »

Schade, dass es dir nicht so gut gefallen hat. Ich habe das Buch zwar nicht gelesen, habe aber zwei ähnliche auf dem SUB.
Ist das Teil einer Serie?
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Cait

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #2 am: 15. Juni 2007, 01:16:11 »

Hallo Ihr beiden,

"Die Wälder von Albion" ist mein liebster Teil der Avalon-Serie. Es ist schon Jahre her, dass ich das Buch gelesen habe, daher bekomm ich auch keine Rezi mehr hin. Aber es hat so viel Eindruck hinterlassen, dass es noch heute zu meinen Lieblingsbüchern zählt. Sicherlich werde ich es im Rahmen eines kompletten Re-Reads nochmal lesen.

Reihenfolge, wenn man die Saga komplett lesen möchte:


Das Licht von Atlantis
Die Ahnen von Avalon
Die Hüterin von Avalon
Die Wälder von Albion
Die Herrin von Avalon
Die Priesterin von Avalon
Die Nebel von Avalon

Reihenfolge der ursprünglichen Trilogie


Die Wälder von Albion
Die Herrin von Avalon
Die Nebel von Avalon

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Melli

Portia

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #3 am: 15. Juni 2007, 02:35:16 »

Au klasse  :klatschen:

Das Licht von Atlantis ist gerade vor wenigen Tagen von Buchticket gekommen. Wußte nicht das da der Erste Teil einer Reihe ist.
Aber dennoch dachte ich, dass Die Feuer von Troia auch zu dieser Serie gehören.
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Cait

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #4 am: 15. Juni 2007, 12:23:58 »

Hallo Portia,

nein, "Die Feuer von Troja" ist ein Einzelroman und gehört zu keiner Serie. "Das Licht von Atlantis" muss man nicht in der Serie lesen, macht aber wohl Sinn, da es einfach zum Thema gehört. Ich selbst hatte es auch nicht gelesen, wird aber bei einem Re-Read nachgeholt.

LG und viel Spaß
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Melli

Leen

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #5 am: 15. Juni 2007, 12:50:07 »

Demnächst findet doch ein Avalon-Lese-Marathon statt!

Schau hier!
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Portia

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #6 am: 15. Juni 2007, 14:19:07 »

Dankeschön Leen!

Hab mich zu der LR schon angemeldet! :klatschen:

LG Portia
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Kathrin

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #7 am: 08. Juli 2007, 16:59:27 »

Hallo zusammen,

und hier ist Meine Meinung:
im Rahmen einer Langzeit-Leserunde im Diana-Gabaldon-Forum von steffis-buecherkiste.de habe ich nun mein drittes Buch der Serie gelesen und muss sagen, dass ich leider nicht übermäßig begeistert bin. Es ist sehr gut möglich, dass es das für mich und Avalon war, wobei ich ja „Die Ahnen von Avalon“ gar nicht schlecht fand und vor Urzeiten auch mal „Die Nebel von Avalon“ gelesen hab und auch dieses Buch gut fand. Aber jetzt, nachdem ich „Die Wälder von Albion“ gelesen hab, genau schon wie nach „Das Licht von Atlantis“, kann ich vermutlich mit 99%iger Sicherheit sagen, dass das einfach nicht mein Ding ist.

Gegen Gestaltung, Cover, Schreibstil usw. kann ich eigentlich kaum etwas sagen. Ich bin für die Optik im Bücherregal recht dankbar, dass ich „Die Wälder“, „Die Herrin“ und „Die Nebel“ in der Fischerausgabe, sogar im Schuber hab, so sieht es wenigstens schön aus, aber ich bin trotzdem am Überlegen, ob ich die Bücher nicht weggebe…mal sehen.

Was mir grundsätzlich gut gefällt, ist der geschichtliche Hintergrund (die Römer haben Britannien erobert, die Stämme und die Römer versuchen miteinander zurechtzukommen, die Zerrissenheit zwischen Frieden und Rebellion gegen die Römer), das mag ich gern, aber ich finde, dass es in anderen Bücher einfach besser rüber gekommen ist (z.B. Tartan und Schwert von Jules Watson).

Was die Figuren des Buches angeht, muss ich leider sagen, dass ich gerade mit den beiden Hauptfiguren Eilan und Gaius nicht zurechtgekommen bin, das mag aber auch an ihrer Rolle liegen, die sie spielen mussten. Trotzdem waren mir die etwas extremeren Charaktere wie Dieda, Cynric und Bendeigid etwas lieber. Mein erklärter Liebling war allerdings Caillean und sie könnte der Grund sein, weshalb ich ggf. doch noch „Die Herrin“ lese, aber ich weiß es noch nicht.

Der Hauptkritikpunkt für mich sind die vielen Hokuspokus-Szenen (Rituale, Verkörperung der Göttin hier, Erscheinen der Göttin dort), das war mir einfach zu viel des Guten. Vielleicht hat mir „Die Ahnen von Avalon“ deshalb besser gefallen, weil es für alle ein Neuanfang war, ein Zusammenwachsen mit den Einwohnern der neuen Heimat, auf jeden Fall hatte ich das Gefühl, dass bei „den Ahnen“ weniger Rituale vorkamen.

Bewertung:
Der einzige Grund, warum ich dem Buch keine 4+ gebe ist, dass ich es nicht schlechter fand als „Die Pelzhändlerin“. Man kann die Bücher zwar nicht vergleichen, aber ich mochte beide nicht wirklich und vielleicht ist eine 3- auch für beide zu gut (für mich)
3ratten

Lg
kathrin
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Cait

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #8 am: 08. Juli 2007, 17:04:32 »

Kathrin,

mal wieder ein Buch, wo wir uns nicht einig sind!  :breitgrins: Ich liebe "Die Wälder..." sehr, aber es ist auch schon Jahre her, dass ich es gelesen habe. Vielleicht ändert sich meine Meinung ja bei einem Re-Read.  :zwinker:
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Melli

RStehn

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #9 am: 08. Juli 2007, 19:04:54 »

Moin moin!

Mit der Avalon-Reihe von Marion Zimmer Bradley / Diana L. Paxson habe ich so mein Problem:
Aus der gesamten Reihe ist "Nebel von Avalon" mein Lieblingsbuch und darüberhinaus für mich die Krönung von Marion Zimmer Bradleys Werk. Insofern kann ich gar nicht die übrigen Bände vorurteilsfrei beurteilen.
Ich habe zwar die anderen Bücher der Reihe auch gerne gelesen, doch fallen sie für mich doch gegenüber den "Nebel von Avalon" ab, kommen über ein "zufriedenstellend" bis "gut" nicht hinaus.
Hingegen würde ich den Nebeln von Avalon doch als ein nicht nur sehr gutes, sondern außerordentliches Buch fünf Ratten geben.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Nebel von Avalon hat dieses Buch ein neue Perspektive auf den Artus-Mythos geboten.
Und diese neuen Perspektiven fehlen mir bei den übrigen Büchern der Avalon-Reihe. Es ist alles schon mal da gewesen, manchmal auch besser.

Der Zusammenhang mit Atlantis und dem keltischen Britannien findet sich ja auch in einigen Fantasyromanen. Mir erscheint das inzwischen aber immer etwas bemüht.

(Übrigens: es hätte auch ein ein Zusammenhang zwischen Troja und dem Artus-Mythos hergestellt werden können. In einigen Artuserzählungen aus dem Mittelalter wird Artus Herkunft auf Flüchtlinge aus Troja zurückgeführt. Allgemein wurde die Herkunft der Kelten in der römischen Antike oft auf Troja zurückgeführt und wissenschaftlich werden die Trojaner selbst auch als Angehörige der keltischen Kulturgemeinschaft gesehen. Natürlich ist so etwas mit Vorsicht zu genießen, wurde im Mittelalter ja auch die Herkunft der Franken auf die trojanische Flüchtlinge zurückgeführt.)

Aber okay, das "Licht von Atlantis" sollte wohl tatsächlich den Anfang einer großen Reihe bilden - auch wenn das zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der "Nebel von Avalon" und des "Lichts von Atlantis" meiner Erinnerung nach keineswegs klar war.
Es ist daher wohl keine spätere Idee von Diana L. Paxson, die ja die Bände "Die Ahnen von Avalon", "Die Hüterin von Avalon" und "Die Priesterin von Avalon" geschrieben hat (bzw. sie vollendet hat, wie es heißt), in denen der Zusammenhang Atlantis -Kelten ja erst offensichtlich wird.


Was mir grundsätzlich gut gefällt, ist der geschichtliche Hintergrund (die Römer haben Britannien erobert, die Stämme und die Römer versuchen miteinander zurechtzukommen, die Zerrissenheit zwischen Frieden und Rebellion gegen die Römer), das mag ich gern, aber ich finde, dass es in anderen Bücher einfach besser rüber gekommen ist (z.B. Tartan und Schwert von Jules Watson).

Stimmt. Als Beispiele fallen mir noch spontan ein: "Der Himmelsstein. Die Camolud-Chronik " von Jack Whyte oder im Jugendbuchgenre die Rosemary Sutcliff-Bände - "Adler der neunten Legion", "Der Silberzweig" und "Drachenschiffe drohen am Horizont".
Auch hier irgendwie nichts wirklich neues.

Gut, es muss auch nicht immer etwas neues sein. Etwas bekanntes, gut neu erzählt, ist besser als neues schlecht erzählt  auch schön.
Bei den "Wäldern von Albion" ist das meiner Ansicht nach aber nicht bersonders gut so gelungen: auch hier stimme ich Kathrin zu - die Protagonisten sind irgendwie langweilig und daher vermochte mich ihre Geschichte auch nicht leider wirklich zu fesseln.

@ Kathrin: auch wenn die Bücher im Schuber sind - die Nebel von Avalon würde ich nicht weggeben. :smile:
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Tschüss und liebe Grüße
Rüdiger

Leguan

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #10 am: 31. Juli 2007, 09:09:04 »

ich schliesse mich der meinung von rstehn an. ich fand auch die nebel von avalon als den besten roman von marion zimmer bradley aus dieser reihe. ich habe aber dann nur noch die herrin von avalon und die wälder von abilon gelesen. diese lagen hinter den nebeln von avalon. sie waren zwar alle ganz gut zu lesen, aber die nebel haben bei mir den stärksten eindruck hinterlassen. alle werke nach mzb's tod habe ich nicht mehr gelesen.
die nebel von avalon empfehle ich auch immer wieder gerne

grüße leguan
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Cuddles

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #11 am: 06. Mai 2008, 19:44:39 »

Es liegt vielleicht daran, dass "Die Wälder von Albion" mein erstes Buch aus der Avalon-Reihe war, aber als ich es das erste Mal gelesen habe, war ich absolut bezaubert. Auch jetzt bei der dritten Lektüre konnte mich das Buch noch begeistern. Ich konnte wieder richtig in die Geschichte eintauchen und mit Eilan und Gaius mitleiden. Aber auch die anderen Charaktere sind alle sehr plastisch geschildert und (zumeist) sympathisch. Zumindest kann ich ihre Beweggründe immer nachvollziehen.

Angenehm fand ich zudem, dass es außer einer Schlacht (und einem gewaltsamen Überfall) nicht viel Kriegsgetümmel beschrieben wird. Es gibt also wenig "Action", trotzdem bleibt es die ganze Zeit spannend, weil der zerbrechliche Friede zwischen Römern und Britanniern immer durch die Gefahr eines möglichen Aufstandes gefährdet wird. Außerdem haben mich die persönlichen Schicksale der Protagonisten bis zum Schluss mitfiebern lassen.

Meine Bewertung:
 4ratten und :marypipeshalbeprivatmaus:

Jaqui

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #12 am: 19. Mai 2008, 22:38:04 »

Auch ich habe dieses Werk nun in einem Re-Read beendet und finde es nach wie vor toll. MZB hat einfach einen unvergleichlichen Schreibstil, den ich jeden Tag lesen könnte.

Obwohl ich das Buch schon einmal gelesen habe, konnte ich mich an die Handlung im Grunde nicht mehr erinnern und so überraschte mich auch der sehr gute Schluss sehr.

Was ich in dem Buch sehr spannend fand war das angespannte Verhältnis zwischen den Druiden und den Priesterinnen. Das war noch interessanter zu lesen als die Reibereien mit den Römern. Sehr gut fand ich auch die ständigen Hinweise auf die Insel Avalon, die im Nebel versteckt liegt und die man nicht findet, wenn man nicht würdig ist. So wird man langsam an den Höhepunkt der Trilogie, die Nebel von Avalon hingeführt.

Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch ein weiteres Mal gelesen habe und vergebe die volle Punktzahl  5ratten

Katrin
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SLW: 1/10
Wiener SLW: 1/5

Seychella

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Re: Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #13 am: 30. Mai 2008, 18:41:31 »

Durch die detaillierten und liebevollen Beschreibungen hatte ich einen guten Zugang zu den Figuren, und konnte mir auch die Schauplätze leicht vorstellen. Einfach schönes Kopfkino, zum Beispiel der Kräuterraum: da waren nicht nur die verschiedensten Kräuter, ich hatte auch einen erdig-kräuterigen Duft in der Nase. Gut gefallen haben mir auch die Visionen und Träume. Sie waren individuell, nicht nach irgendeinem 0815-Schema gestrickt - und konnten sowohl Warnung als auch Prüfung sein.

Die Figuren empfand ich als lebendig und sehr menschlich. Mit all ihren Stärken und Schwächen zeigten sie viele Emotionen, egal wie gebildet oder reich diese waren. In der oft leicht melancholischen Stimmung war ich froh, auch auf echte Freundschaft und Verbundenheit zu stoßen - so gab es auch immer Anlass zur Hoffnung. Denn bei der Machtgier der Druiden, die in Rom ein großes Vorbild sahen, gab es auch mal trostlose Momente. Zusätzlich wurde man durch den unsicheren Frieden mit Rom hin- und hergerissen - ich hatte das Gefühl, dass jederzeit etwas passieren könnte, und als Auslöser ein Hauch genügt. Mein Herz war bei den Priesterinnen, und da besonders bei Caillean und Eilan, aber ich habe auch gern die Beschreibungen der römischen Welt und Gaius Gedanken gelesen.

Da ich das chronologisch vorhergehende Buch (Die Hüterin von Avalon) kurz zuvor gelesen hatte, waren mir gewisse Dinge noch sehr präsent. Nicht nur die Figuren von Lhiannon und Ardanos, die natürlich nicht schon immer Hohepriesterin und Erzdruide waren - sondern auch ein besseres Verständnis dafür, wie es dazu kam, dass die Priesterinnen wie die Vestalinnen Roms leben müssen.
Es gab auch wieder Verbindungen zu "Das Licht von Atlantis" und eine Anspielung auf die Insel Avalon, die im Nebel verborgen liegt. Das gefällt mir sehr und ist für mich so etwas wie ein Sahnehäubchen an dieser Reihe (auch wenn ich wohl eine der wenigen bin, für die "Die Nebel von Avalon" nicht das Highlight sind).

Fazit: Auch als Reread Wieholek ist dieses Buch etwas besonderes für mich, ich habe sogar das Gefühl, dass ich meiner Lieblingsfigur Caillean noch etwas näher gekommen bin.  :smile:

5ratten
« Letzte Änderung: 30. Mai 2008, 18:43:47 von Seychella »
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Yvaine

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Antw:Marion Zimmer Bradley - Die Wälder von Albion
« Antwort #14 am: 08. Juni 2009, 22:41:07 »

So.. im Rahmen eines erweiterten Erinnerungslesen hab ich gestern auch "Die Wälder von Albion" fertiggelesen. Ursprünglich wollte ich ja nur "Die Nebel von Avalon" mal weider lesen das mich damals vor mehr als 20 Jahren echt beeindruckt und begeistert hat. Dann habe ich eben erst mitbekommen das es da eine zusammenhängende Reihe gibt und habe mich entschlossen zumindest die Triologie zu lesen.

Es hat mir gefallen, hat sich schön gelesen und Freude gemacht. Besonders schön fand ich die persönliche Geschichte der Personen, die Familie Eilans, die Familie von Gaius. Ebenfalls wunderbar erzählt sind die mystischen Teile der Handlung,  man konnte es sich wirklich  vorstellen, ist in diese Traumwelten eingetaucht. Die ganze Römergeschichte im Hintergrund war wichtig für das Verständnis, hat mich jetzt aber nicht ganz so gefesselt. In den persönlichen Erlebnissen und Schicksalen von Eilan, Gaius, Dieda, Cynric, Caillean leigt die Stärke des Buches :) . Das Ende fand ich passend und wirklich gelungen und es bildet einen schönen Übergang zum nächsten Buch "Die Herrin von Avalon", das ich dann auch in Kürze beginnen werde um mich dann zu meinem eigentlich Re-Read-Buch "Die Nebel von Avalon" vorwärts zu lesen.
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„Von den Sternen kommen wir, zu den Sternen gehen wir.
Das Leben ist nur eine Reise in die Fremde.“