Hallo Ihr beiden,
endlich melde ich mich auch mal wieder - entschuldigt bitte, aber ich hab gerade soviel Arbeitsstress, dass ich weniger zum lesen und fast gar nicht ins Internet komme. Und dann habe ich heute morgen auch den "Stress" hier so richtig realisiert, als ich festgestellt habe, dass einige (unter anderem Dora

) von der Bildfläche verschwunden sind. Sehr traurig, wie ich finde.
Aber irgendwie wurde mir noch deutlicher bewußt, dass ich in den letzen Wochen auch immer weniger ins Forum schauen wollte - jedenfalls: lange Rede, kurzer Sinn: ich möchte Euch nur mal sagen, dass ich es sehr nett mit Euch finde und mich immer wieder überaus auf unsere kleinen Leserunden freue!
Jetzt muss ich Euch auch einmal

!

So, und damit ich nicht ermahnt

werde, noch etwas zum Buch:
mittlerweile habe ich das 10.Kapitel durch und wollte schon mehrmals sagen/ schreiben, dass ich finde, dieser Amos Oz ist einer der besten - aber dann fiel mir ein, dass ich das bislang jedes Mal dachte... Ist das nicht herrlich? Jedes Buch von ihm ist anders, aber mit fast jedem fühle ich mich rundherum wohl!? Ich wünsche mir so sehr, dass Amos Oz bald den Literaturnobelpreis erhält, irgenwann eine wundervolle komplette Werkausgabe von ihm erscheint und er irgendwann nach Deutschland kommt und es mir irgendwie möglich sein wird, ihn zu sehen. (Heute verfalle ich ständig ins lamentieren.

Ob das an Fimas Einfluß liegt?

)
Fima ist im übrigen eine tolle, liebenswerte Figur. Ich frage mich ehrlich gesagt bei dieser Lektüre häufiger, ob Amos Oz solche Menschen kennt und aus ihnen seine Romancharaktere strickt? Es wäre zu schön, so jemandem wie Fima oder Baruch einen Tag lang zuzuhören...
Irgendwie möchte ich Fima manchmal gerne ein wenig anstubsen, ihn unterbrechen und mit ihm diskutieren oder aber ihn zu ein klein wenig mehr Ordnung in seiner Wohnung anregen. Auch seine Frauengeschichten sind nicht so ganz koscher - obwohl ich ihn eigentlich ziemlich rührig im Umgang mit Frauen, seinem Verständnis von menschlichen Beziehungen und/ oder sein Verhältnis zum Sex finde. Seine Frauen finde ich hingegen alle etwas gewöhnungsbedürftig - wenn auch sympathisch. Besonders Nina Gefen: eigenartig, ihr mütterliches Putzverhalten in Fimas Wohnung, aber ich finde sie durchweg sehr interessant, alleine schon wegen ihrer (äußerlichen) Beschreibung.
Beispielsweise diese Annette (die ja offensichtlich auf ihn reagiert) finde ich dagegen ganz furchtbar.
Bei Ted bin ich ehrlich gesagt noch etwas gespalten: einerseits finde ich seinen Umgang mit Fima ziemlich gut, lässt ihn mit dem Jungen Freundschaft schließen und unterhält sich selbst (gerne?) mit ihm in seiner eigenen Wohnung. Eher ungewöhnlich für den Umgang mit dem vorherigen Mann seiner Frau, oder?
Baruch ist einfach nur klasse: alleine die Szene, wie er dem Taxifahrer nachwinkt - weil jeder Abschied für ihn der letzte sein kann.

Bleibt für mich zusammenzufassen: das Buch lässt sich von mir nicht sonderlich schnell lesen, aber das macht nichts, weil es mal wieder sehr viel Spaß macht!
Viel Spaß auch Euch weiterhin!
Liebe Grüße
dubh