Da dieses Buch Teil meines SLW war, hier nun meine Rezi...
Das Geheimnis der Hebamme von Sabine Ebert
Das Deutsche Reich im Jahre 1167: Die junge Hebamme Marthe ist auf der Flucht vor dem grausamen Burgherren Wulfhart, der ihr Hände und Füße abschlagen lassen will, weil sein Sohn totgeboren wurde.
Marthe kann jedoch entkommen und schließt sich einem Siedlerzug an um dort Schutz und die Chance auf ein neues Leben zu haben.
Nach der gefahrvollen Reise beginnen die Siedler in dem neuen Gebiet ein Dorf aufzubauen, doch auch hier ist das Leben nicht nur friedlich und idyllisch. Ritter Christian, der die Siedler auf der langen Reise angeführt hat, hat es nicht leicht seine Siedler und vor allem Marthe vor seinem ärgsten Feind, Randolf, zu schützen.
Dieser klischeereiche Roman hat mich wirklich überrascht. Ich muss zugeben, dass ich nicht ohne voreingenommen zu sein an das Buch heranging. Ich habe nicht wirklich Gutes erwartet, da viele schon im Vorfeld meinten das Buch sei nicht zu gebrauchen.
Der Roman ist in vier Teile aufgeteilt, und zwar beginnt die Handlung gleich sehr spannend mit Marthes Flucht, jedoch wird diese Spannung nicht gehalten sondern flacht ab. Es wird kein neuer Spannungsbogen aufgebaut, sondern es passiert mal was, und dann wieder ewig lange nichts. Dieser Zustand hält ungefähr an bis zum Beginn des dritten Teils.
Was auf den ersten Seiten und im Verlauf auch wirklich nervend war ist, dass Marthes Fähigkeiten immer mehr und immer unrealer wurden. Das sie am Ende nicht noch fliegen konnte war ein Glück, hätte mich aber dann auch nicht mehr überrascht.
Ebenso anstrengend waren diese penetranten Jünglinge und aufdringliche Ritter oder Burgleute, die alle hinter Marthe her waren, man hätte meinen können sie sei die letzte Frau auf der Welt.
Als in Christiansdorf dann Silber gefunden wurde hat mich das irgendwie gar nicht mehr gestört. Von da an hab ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können, vielleicht lag es daran, dass ich mich inzwischen an Marthe als bildschöne Superheldin gewöhnt hatte, wobei ich eher sagen würde es lag daran, dass es wirklich spannend blieb.
Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen, ich bin nun mal ein richtiger “Happy End” -Typ, der es mag wenn die bösen Finsterlinge kriegen was sie verdienen und alle die gut sind und waren, glücklich und vereint weiterleben. Positiv empfand ich es auch etwas über das Leben im 12. Jahrhundert und die Stellung der Frau zu lesen.
Es wird euch überraschen, aber ich gebe diesem Roman ganze

und eine

- Welle
Portia