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Autor Thema: Pamela Marcantel - Johanna von Orléans  (Gelesen 1124 mal)

lost-vampire

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Pamela Marcantel - Johanna von Orléans
« am: 15. Mai 2007, 15:00:24 »



Titel: Johanna von Orléans
Autor : Pamela Marcantel
Seitenzahl: 799


Klappentext:

1423, mitten im Hundertjährigen Krieg, hört Johanna zum ersten Mal die Stimmen der Heiligen. Was sie ihr sagen erschreckt das bauernmädchen zutiefst : Sie soll Frankreich vom Elend der englischen Besatzung befreien, soll den Dauphin Karl zum König französischen König machen. Zweifelnd und dich gehorsam macht sich Joahnna auf den Weg.
Sie ahnt nicht, was vor ihr liegt : In blutigen Schlachten wird sie das französische Heer zu strahlenden Siegen führen, aber am Ende wird der Verrat der Herrschenden stehen - und ein grausamer Tod.

Die Erlebnisse von Johanna, der Jungfrau von Orléans, gehören zu den bestdokumentierten Geschichten des Mittelalters. Pamela Marcantels historische Roman beruht auf Selbstzeugnissen, Augenzeugenberichten und den Akten des Hexenprozesses gegen die junge Frau, die mi 18 Jahren auf dem Scheiterhaufen endete.


Meine Meinung:
Nachdem dieses Buch 2 oder 3 Jahre in meinem Regal stand und ich mich nicht recht daran getraut habe, da es, für meine Verhältnisse, doch recht dick ist, habe ich mich vor 2 Wochen doch durchringen können es endlich zu lesen und  ich bin ehrlich überrascht.

Der Schreibstil ist im Großen und Ganzen sehr flüssig, die Geschehnisse lassen sich gut nachvollziehen und die Geschichte ist, obwohl der grobe ablauf ja eigentlich schon bekannt ist, spannend beschrieben. Das einzigste, was mir manchmal doch kleine Schwierigkeiten bereitet hat, waren Szenen, in denen gleichzeitig mehrer neue Personen in die Geschichte eingebracht wurden und ich musste diese Stellen manchmal doppelt lesen um unterscheiden zu können, wer wer war und welche Stellung diese Person inne hatte.

Am Ende meiner Ausgabe ( ich hab eine Sonderausgabe vom Weltbild-Verlag und weiß nicht, ob es bei allen anderen Ausgaben genauso ist) gibt es noch ein Nachwort von Pamela Marcantel, in dem sie etwas über die Entstehung des Buches erzählt und welche Absichten sie verfolgte, indem sie dieses Buch schrieb, was ich sehr interessant fand.

« Letzte Änderung: 15. Mai 2007, 18:02:52 von Seychella »
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gretchen

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Re: Pamela Marcantel - Johanna von Orléans
« Antwort #1 am: 20. August 2007, 20:39:37 »

Hallo,

habe mir gerade das Buch auf den Wunschzettel gelegt.

Die Geschichte von Johanna von Orleans fand ich schon immer spannend, leider habe ich bisher noch kein einziges Buch darüber. Vielleicht sollte ich mit diesem Buch mal damit anfangen.


Gruß

gretchen  :smile:
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Doris

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Re: Pamela Marcantel - Johanna von Orléans
« Antwort #2 am: 20. August 2007, 21:34:18 »

Dieses Buch subbt bei mir auch schon ein Weilchen. Kurz entschlossen als billiges Restexemplar gekauft, stellte ich dann Zuhause fest, dass einige Stellen etwas seicht geschrieben waren und verlor erst einmal die Lust darauf. Aber nach dieser Rezi sollte ich es vielleicht doch in absehbarer Zeit in Angriff nehmen. Vielleicht packe ich es auf meinen SLW-Stapel 2008.

Grüße
Doris
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Lucius Annaeus Seneca

Doris

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Re: Pamela Marcantel - Johanna von Orléans
« Antwort #3 am: 24. März 2009, 23:19:07 »

Das Buch musste bis zum SLW 2009 warten, aber hier ist nun meine Rezi:

Klappentext
Aufrecht und voller Mut ist sie zum Inbegriff der Heldin geworden. Auch nach so vielen Jahrhunderten fasziniert die Geschichte des Bauernmädchens noch immer, das Frankreich in den Kampf um die Freiheit führte und schließlich auf dem Scheiterhaufen landete. Es hat andere Soldaten, Mystikerinnen, Anführer und Patrioten gegeben, andere Frauen mit starkem Charakter, doch Johanna von Orléans war all dies in einer Person.

Inhalt
Im Jahr 1425 hört die junge Johanna Stimmen von Heiligen, die von Gott zu ihr gesandt wurden und sie motivieren, das französische Heer gegen die Engländer zu führen, um die Belagerung verschiedener Städte zu beenden und danach den Dauphin Karl zur Krönung zu führen. Nachdem sie sich erst einmal an höchster Stelle Gehör und Unterstützung verschafft hat, zieht sie in die Schlacht, bis sie schließlich gefangen genommen, verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird..

Die Geschichte der Jeanne d'Arc war mir in den wesentlichen Punkten bekannt, über die Person selbst wusste ich allerdings so gut wie nichts. Dem wurde mit diesem Buch Abhilfe geschaffen. Die Autorin nimmt sich viel Zeit, um das Leben der jungen Frau, ihre Gedankengänge und  Erscheinungen zu beschreiben. Das fröhliche Mädchen wandelte sich mit der Herausforderung in eine resolute und zielstrebige Frau, die alle Mittel ausschöpfte, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Sie schreckte nicht davor zurück, Männerkleidung zu tragen, was damals von kirchlicher Seite verboten war, stieg sogar in eine Ritterrüstung und stellte sich dem Kampf an der Seite der Truppen. Obwohl sie manchmal regelrecht unbeherrscht und impulsiv erschien, traf sie doch unbeirrt die richtigen Entscheidungen. Ihre ganze Kraft und ihren Glauben zog sie aus der Unterstützung ihrer göttlichen Ratgeber, aber sie begann auch schnell zu zweifeln, wenn sich diese einmal nicht zeigten. Trotzdem versuchte sie immer, ihre Aufgabe zu erfüllen, obwohl sie wusste, dass ihr nicht viel Zeit gegeben war.

Ihre Recherchen hat Pamela Marcantel auf historische Prozessakten gestützt, in denen zahlreiche Augenzeugenberichte enthalten sind, so dass ein relativ genaues Bild von Johanna gezeichnet werden konnte.

Das Buch ist sehr ausführlich geschrieben, manchmal sogar zu ausführlich, wie vor allem über die Gerichtsverhandlung. Die vielen Namen machen es fast unmöglich, das Buch für längere Zeit beiseite zu legen, ohne die einzelnen Personen und ihre Tätigkeiten zu verwechseln. Sollte ich das Buch nochmals lesen, werde ich mir auf jeden Fall ein Personenregister anlegen  :zwinker:. Die Autorin macht es dem Leser leicht, sich in Johanna und ihre Beweggründe hinein zu versetzen, indem sie die Siege und Niederlagen – nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch auf menschlicher Ebene – sehr emotional, intensiv und realistisch schildert. Dennoch fehlte das gewisse Etwas, das das Buch zum Pageturner machte.


3ratten  und  :marypipeshalbeprivatmaus:
« Letzte Änderung: 24. März 2009, 23:33:11 von Doris »
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Lucius Annaeus Seneca

Tami

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Re: Pamela Marcantel - Johanna von Orléans
« Antwort #4 am: 30. März 2010, 21:04:54 »

*rauskram*
*Staubwegpust*

Auch ich habe das Buch im Rahmen eines SLW gelesen, allerdings in dem von 2010  :breitgrins:

Zum Klappentext schreib ich nix - ich les wohl die gleiche Ausgabe wie Doris.

Inhalt
Beginnend mit einem Rückblick aus dem Jahr 1431 wird in diesem Buch das Leben der Johanna von Orléans ab dem Jahr 1425 beschrieben.
Aufgewachsen als "normales" Mädchen im Dorf Domrémy hört sie zum ersten Mal mit 13 Jahren Stimmen, die sich ihr als die Heiligen Michael, Katharina und Margarete vorstellen. Sie überbringen ihr die Nachricht von Gott, dass sie dazu auserkoren wäre, die Engländer aus Frankreich zu vertreiben und den Dauphin Karl zum König krönen zu lassen. Ohne sich von ihren Eltern zu verabschieden, macht sich Johanna auf den WEg, die Aufgabe zu erfüllen.
Schon in der ersten Schlacht folgen ihr die Männer wie durch ein Wunder und so geht es Sieg auf Sieg weiter, bis Johanna zu übermütig wird, und Entscheidungen trifft, die ihr nicht durch "ihre Berater" eingegeben wurden. Die Folge: eine Niederlage bei der Eroberung Paris. Auch wenn das Vertrauen des Königs nicht gleichbleibend stark ist, folgen die Soldaten ihr weiterhin. Dies ruft natürlich den Zorn und das Misstrauen der Engländer hervor. Johanna wird schließlich gefangen genommen und vor ein Gericht gestellt, dass ihre Verbrennung auf dem Scheiterhaufen als gerechtes Urteil festlegt.

Meine Meinung
Ich hatte das Buch zu einer Zeit gekauft, als ich gerade mal wieder ein Re-read der Warringham-Trilogie von Rebecca Gablé veranstaltete und so richtig in der Zeit und der Geschichte drin war. Hätte ich das Buch damals doch lieber direkt gelesen. :rollen: Irgendwie fehlte mir jetzt der Bezug.

Johanna wird in einer Art und Weise beschrieben, bei der ich mich immer wieder gefragt habe, ob sie wirklich so gewesen sein soll. Forsch und in einer Art und Weise von der Richtigkeit ihrer Aufgabe überzeugt, die so manchem Mann zu der Zeit - und in der Geschichte - gut getan hätte. Sicher, sie muss etwas an sich gehabt haben, dass die Leute für sie einnahm. Sonst hätte sie es nicht so weit bringen können. Aber warum vertraut man ihr eine ganze Armee an? Das begreife ich nicht und auch Pamela Marcantel konnte mir das nicht näher bringen.
Vielleicht liegt mein Hauptproblem darin, dass ich nicht an die Stimmen glauben kann und dass alles genau so gekommen sein soll, weil die Stimmen es sagten. Und wohl deshalb nervten mich die zeitweise doch häufig auftretenden Gespräche mit den Heiligen.

Zudem fand ich das Buch sehr langatmig geschrieben. Besonders im letzten Drittel hab ich einiges nur überflogen, da ich das Gefühl hatte, das gleiche immer wieder zu lesen.

Mein Fazit
Auch wenn ich einiges an Wissen aus dem Buch mitnehmen konnte, kann ich es nicht empfehlen. Mir fehlte zum einen ein wirklich fesselnder Schreibstil und zum anderen hatte ich ein Problem mit Johanna an sich.

Insgesamt kann ich hier nur

 2ratten

vergeben.
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LG
Anne