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Autor Thema: Jean-Christophe Grangé - Die purpurnen Flüsse  (Gelesen 920 mal)

wolves

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Jean-Christophe Grangé - Die purpurnen Flüsse
« am: 15. Mai 2007, 10:15:17 »

Über den Autor (vom Klappentext):
Jean-Christophe Grangé,1961 in Paris geboren, arbeitet als freier Journalist für Paris-Match, Gala, Sunday Times, Observer, El País, Spiegel und Stern. Seine abenteuerlichen Reportagen führten Grangé zu den Eskimos, den Pygmäen, den Tuareg und in die Mongolei, wo er auch in Kontakt mit Schamanenstämmen kam. In Frankreich steht der Name Grangé inzwischen für außergewöhnliche Thriller, die an ungewöhnlichen Schauplätzen spielen und exzellent recherchiert sind. Eine halbe Million verkaufte Exemplare machen Grangé, dessen Thriller weltweit in 20 Ländern erscheinen, zu einem Bestsellerautor internationalen Ranges.


Die grässlich zugerichtete Leiche des Bibliothekars Rémy Callois wird in der kleinen Universitätsstadt Guernon nahe Grenoble entdeckt. Kommissar Pierre Niémans, eine lebende Legende, wird aus Paris zu diesem Fall gerufen, damit so schnell wie möglich der Mörder gefunden werden kann.
Durch einen Hinweis bei der Leiche des Bibliothekars wird bald noch ein weiterer Toter gefunden, den Krankenpfleger Philippe Sertys. Auch er ist vor seinem Tod grauenvoll gefoltert worden. Der Kommissar glaubt zunächst an einen Ritualmord, die Ermittlungen treten auf der Stelle.
Zur gleichen Zeit versucht ein Inspektor in einem französischen Provinznest eine Erklärung zu finden, warum in die Grabstelle eines zehnjährigen Schülers eingebrochen wurde, warum alle Fotos und Beweise, dass das Kind in eine nahegelegene Schule gegangen war, gestohlen wurden.
Beide Kriminalfälle stehen im Zusammenhang und so beginnt eine fieberhafte Spurensuche. Bald ist klar, dass die zwei Toten keineswegs unschuldige Opfer waren.

Ein sehr spannend geschriebener Thriller, der mich auf keiner Seite gelangweilt hatte. Der Spannungsbogen wurde gut über die immerhin 413 Seiten gehalten. Man fiebert regelrecht der Lösung entgegen. Die beiden hauptermittelnden Kriminalbeamte sind sich in ihrer Art unglaublich ähnlich, obwohl sie doch eine unterschiedliche Lebensgeschichte haben. Beide haben eine unterschwellige Aggressivität, die immer wieder zur Entladung kommt. Was für mich jetzt eine ganz andere Art von Ermittler waren. Mich hat der Thriller gut unterhalten und ich vergebe

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Jona77

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Re: Jean-Christophe Grangé - Die purpurnen Flüsse
« Antwort #1 am: 16. Mai 2007, 14:00:27 »

Ein sehr spannend geschriebener Thriller, der mich auf keiner Seite gelangweilt hatte.

Mich hat der Thriller gut unterhalten und ich vergebe

 4ratten


Genau dem möchte ich mich anschliessen ! Ein spannendes Buch- leider hab ich keine Rezi parat. Es ist schon länger her dass ich es gelesen habe - es rettete mir die letzten 2 Tage auf Mallorca damals - denn dort im Dorfladen gab es nur "Schundromane" - ganz versteckt fand ich dieses Buch, total überteuert aber ich hatte leider zuwenig Stoff dabei  :smile: Hat sich jedoch gelohnt !!
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Valentine

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Re: Jean-Christophe Grangé - Die purpurnen Flüsse
« Antwort #2 am: 27. Januar 2008, 18:58:22 »

Der Pariser Polizeiermittler Pierre Niémans ist ein genialer Kopf, hat aber auch eine große Schwäche, nämlich eine gewalttätige Ader, der bei einer Hatz auf Fußballrandalierer ein englischer Hooligan zum Opfer gefallen ist.

Als in einem kleinen Universitätsstädtchen in den französischen Alpen eine brutal verstümmelte Leiche in einer Felsspalte gefunden wird und die Polizei vor Ort nicht mehr weiterweiß, ist das für Niémans' Vorgesetzte eine gute Gelegenheit, ihn aus dem Rampenlicht zu schaffen.

In Guernon entdeckt er schnell, dass sich die Bevölkerung in zwei Teile spaltet, die "Intellektuellen" von der Uni und die Dorfbewohner. Die übel zugerichtete Leiche gibt ihm noch einige Rätsel auf. Handelt es sich bei den schrecklichen Verletzungen um Bestandteile eines makabren Rituals? Sind sie gar eine Botschaft an die Ermittler?

Zur gleichen Zeit wird weit entfernt im Örtchen Sarzac das Grab eines Jungen namens Jude Itéro geschändet. Zunächst verdächtigt Kommissar Karim Abdouf die Neonazibande aus dem Dorf, doch bei seinen Recherchen stellt er fest, dass jegliche Hinweise auf dieses Kind aus den Akten der Schule verschwunden sind, dass sich kaum jemand an den Jungen erinnern kann und dass es nicht einmal mehr die Klassenfotos von damals gibt - die hat eine rätselhafte Nonne vor Jahren bei allen Klassenkameraden aufgekauft.

Während in Guernon eine zweite Leiche auftaucht, führt Jude Itéros Spur Abdouf ebenfalls in die kleine Stadt in den Bergen ...

Zwei kleine Käffer, zwei Ermittler vom Typ "einsamer Wolf mit düsterer Vergangenheit", zwei Kriminalfälle, die zunächst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, bis sich die Wege von Abdouf und Niémans im Dunstkreis der Uni von Guernon kreuzen, deren Lehrkörper und Studentenschaft eine merkwürdig geschlossene Gesellschaft bildet - ein großartiger und stimmungsvoll geschilderter Hintergrund für diesen Thriller, der so unterkühlt erzählt ist, wie es der Kulisse entspricht, spannend und temporeich bis zum schlüssigen Ende.

Kleine Störfaktoren waren die Momente, in denen Niémans gefühlsduselig wurde, sowie ein paar für mich sehr weit hergeholte Teilaspekte der Auflösung, aber das sind Abstriche, die ich bei einem flotten Thriller gerne mache. Die minutiöse Schilderung von Niémans' Gewaltexzess am Anfang hätte Grangé sich allerdings gerne sparen können.

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wolves

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Re: Jean-Christophe Grangé - Die purpurnen Flüsse
« Antwort #3 am: 28. Januar 2008, 10:51:57 »

(...), sowie ein paar für mich sehr weit hergeholte Teilaspekte der Auflösung, aber das sind Abstriche, die ich bei einem flotten Thriller gerne mache.
So ging es mir auch. Der Thriller war einfach richtig flott zu lesen, so dass ich ein Auge zugedrückt habe.
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sandi

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Antw:Jean-Christophe Grangé - Die purpurnen Flüsse
« Antwort #4 am: 25. Februar 2010, 16:20:53 »

Lange lag es af dem SUB, weil mir ein anderes Buch des Autors nicht gefallen hat, schlußendlich habe ich die purpurnen Flüsse am letzten Wochenende verschlungen.

Niémans und Abdouf als Ermittler fand ich ziemlich überzogen. Einer der Charaktere ein "böser Bulle" ok, aber gleich beide... und dann noch in diesem Ausmaß  :gruebel: Aber gut, im Allgemeinen liebe ich ja solch Charaktere die sich für das Gesetz außerhalb des Gesetzes bewegen und ihre eigenen Regeln lieber befolgen. Die Handlung kam mir oft ziemlich unrealistisch und übertrieben vor, die Auflösung recht weit hergeholt.
Es gab also einiges, das mich gestört hat. Aber es las sich trotzdem sehr flüssig und spannend, von Anfang an volles Tempo. Den Zweck der Unterhaltung hat es auf jeden Fall voll und ganz erfüllt, daher kann ich mich den vorigen Bewertungen nur anschließen
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Antw:Jean-Christophe Grangé - Die purpurnen Flüsse
« Antwort #5 am: 25. Februar 2010, 17:55:40 »

Lange lag es af dem SUB, weil mir ein anderes Buch des Autors nicht gefallen hat,

Welches denn?

Das hier war das einzige, das mich bisher überzeugen konnte.
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sandi

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Antw:Jean-Christophe Grangé - Die purpurnen Flüsse
« Antwort #6 am: 25. Februar 2010, 23:17:33 »

Lange lag es af dem SUB, weil mir ein anderes Buch des Autors nicht gefallen hat,

Welches denn?

Das hier war das einzige, das mich bisher überzeugen konnte.

Das Imperium der Wölfe. Nach etwas über 100 Seiten hatte ich genug. Und zwar aus dem Grund, dass mir die Handlung zu überzogen wirkte. Das scheint wohl eine von Grangés Spezialitäten zu sein.  :rollen: 2 weitere Bücher von ihm liegen noch auf meinem SUB (Das schwarze Blut & Der Flug der Störche). Ich bin gespannt...
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Antw:Jean-Christophe Grangé - Die purpurnen Flüsse
« Antwort #7 am: 26. Februar 2010, 09:50:16 »

Lange lag es af dem SUB, weil mir ein anderes Buch des Autors nicht gefallen hat,

Welches denn?

Das hier war das einzige, das mich bisher überzeugen konnte.

Das Imperium der Wölfe. Nach etwas über 100 Seiten hatte ich genug. Und zwar aus dem Grund, dass mir die Handlung zu überzogen wirkte. Das scheint wohl eine von Grangés Spezialitäten zu sein.  :rollen: 2 weitere Bücher von ihm liegen noch auf meinem SUB (Das schwarze Blut & Der Flug der Störche). Ich bin gespannt...

Wobei ich persönlich Der Flug der Störche noch am einfachsten und damit auch am authentischsten gestrickt finde.
Seine Bücher sind doch schon ganz schön kompliziert und wirken manchmal schon ein wenig verfahren. Gerade bei Das schwarze Blut musste ich passen und brach dann auch tatsächlich ab. In den Hörbuchversionen ist den Büchern von Grangé kaum zu folgen, da man hier ja nicht ständig zurückblättern kann und die vielen im ersten Augenblick so nebensächlich wirkenden Einzelheiten nur ganz kurz streift.
Trotzdem erschienen mir seine Bücher bisher immer durchaus spannend und oft überraschend. Einfach gestrickt sind sie sicher nicht.
Die purpurnen Flüsse haben mir eigentlich auch sehr gut gefallen. Da kann ich Wolves und Valentines Rezies nur unterstreichen.  :zwinker:


Liebe Grüssle
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