Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

E-Mail: Passwort:

Autor Thema: Margaret Forster - "Ich warte darauf, daß etwas geschieht"  (Gelesen 571 mal)

Papyrus

  • SUB-Unternehmerin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 2077

Margaret Forster „Ich warte darauf, daß etwas geschieht“

Klappentext:

Sie ist dreizehn Jahre alt, als sie beginnt, Tagebuch zu schreiben, und über 90, als sie mit dem Schreiben aufhört. Authentisch und anrührend hat Margaret Forster ein Frauenleben porträtiert, das sich trotz Kriegen und Krisen mit Eigensinn und Mut ein Stückchen Glück erobert. Ein Roman, so trickreich erzählt, dass die Grenze zwischen Fiktion und Realität verschwimmt. Ein ebenso alltägliches wie außergewöhnliches Frauenleben, das fast ein ganzes Jahrhundert umspannt.


1901 geboren, wächst Millicent mit sechs Geschwistern in London auf. Mit 13 beginnt sie Tagebuch zu schreiben und nimmt uns mit auf die Reise durch ihr Leben. Aus Altersgründen endet unsere Reise 1995, als Millicent aufgrund von starker Arthrose nicht mehr schreiben kann.

Millicent legt keinen Wert darauf zu heiraten, sie möchte studieren und unabhängig sein.
Diese Freiheiten versucht sie sich rücksichtsvoll zu erkämpfen ohne die Familie, mit anderen Wertvorstellungen, zu verletzen.

Doch immer wieder muss Millicent auf ihrem Weg, aufgrund äußerer Umstände (der Tod des geliebten Vaters, 2 Weltkriege), die Richtung ändern.

Es ist wunderbar zu lesen wie sie dies schafft und sich nicht, trotz zeitweiliger Zweifel, entmutigen lässt. 

Auch wenn es sich bei der Lektüre um die „Überarbeitung“ eines Tagebuchs einer ganz gewöhnlichen Frau handelt, mit Anmerkungen von Margaret Forster als Überarbeiterin, wird diese Lektüre nie langweilig, sondern liest sich immer frisch und lebendig. Vielleicht sogar wegen dieser Art des Erzählens?

Ganz besonders hat mir der letzte Satz im Vorwort von Margaret Forster gefallen:

„Ich frage mich sogar inzwischen, ob es überhaupt so etwas wie ein ganz gewöhnliches Leben gibt.“


Diese Frage stellt man sich gewiss nach diesem wirklich schönen Buch.

 5ratten







P.S. Ich grübel ja doch, ob es wirklich zur Frauenliteratur,oder eher zur Belletristik gehört...
« Letzte Änderung: 15. Mai 2007, 13:07:10 von Papyrus »
Gespeichert