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Autor Thema: Edward Rutherfurd - London (bis einschl. "Das Globe Theater", S. 498)  (Gelesen 3059 mal)

qantaqa

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In diesem Bereich könnt Ihr bis einschl. Kapitel "Das Globe Theater" schreiben.
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qantaqa

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Nachdem ich das vorige Kapitel "London Bridge" von den geschichtlichen Gegegenheiten her nicht so interessant fand, wird es nun mit Heinrich Vlll. wieder sehr spannend. Heinrich ist eine Persönlichkeit, die mich gleichermaßen fasziniert wie abstößt.

Natürlich steht in diesem Kapitel ("Hampton Court") die Abspaltung von der Katholischen Kirche im Vordergrund und ich bin gespannt, in welcher Weise die Bulls und Doggets da involviert werden. Ich bin noch nicht sehr weit, aber es wäre möglich, dass der Graben quer durch die Familien gehen wird.

Interessant finde ich auch, dass Rutherfurd eine ganz andere Sicht über Thomas More vermittelt. Ich hatte ihn auch eigentlich immer als einen charakterstarken, prinzipientreuen Mann eingeschätzt, als starrsinnigen Fanatiker habe ich ihn nie gesehen. Ich hoffe, dass Rutherfurd darauf noch weiter eingehen wird.
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yanni

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Heinrich ist eine Persönlichkeit, die mich gleichermaßen fasziniert wie abstößt.

Heinrich muss eine sehr beeindruckende Persönlichkeit gewesen sein.
Gerade dieses Kapitel finde ich interessant, da ich bei der LR Heinrich VIII. mitgemacht habe.
Der junge Heinrich war sympathisch, leider hat er im Laufe seines ereignisreichen Lebens den Blick für die Realität verloren und seine Egozentrik...  :rollen:
Belustigend fand ich Heinrichs "Kampf" gegen Luther im Hinblick auf die zukünftige Abspaltung von Rom.
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qantaqa

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Die Romanbiographie von Margaret George habe ich auch gelesen. Natürlich werden in solchen Romanbiographien die Personen immer etwas positiver dargestellt, als sie wirklich waren, denn der Leser soll sich ja doch ein wenig damit identifizieren und mitleben. Bestimmt war Heinrich in jungen Jahren nicht unsympathisch, hat sich dann aber mehr und mehr zu einem unberechenbaren, wüsten Tyrannen mit Verfolgungswahn entwickelt - ein typischer Renaissancefürst eben.

Ich habe "Hampton Court" beendet und war froh, dass
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- auf seinen wilden Sohn darf man gespannt.  :breitgrins:

Hampton Court ist übrigens ein wunderschönes Renaissanceschloss, ich hatte vor Jahren Gelegenheit, es zu besuchen. Auch den Irrgarten habe ich gesehen.  :breitgrins:
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yanni

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Hampton Court liegt hinter mir. Mit den Merediths hat eine neue Familie Einzug gehalten in die Geschichten um London.
Die Bulls haben mir richtig leid getan.
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Schade, dass manche historischen Ereignisse oder Persönlichkeiten nur am Rande erwähnt werden. Aber bei so einer Zeitspanne, die beschrieben werden soll, geht es halt nicht anders.
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qantaqa

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"Globe Theater" fand ich ein sehr spannendes Kapitel, weil es so informativ über das Theaterleben zur Zeit Elisabeths berichtet. Ich kann mir so ein Theater in dieser Zeit richtig vorstellen: alles andere als ein Musentempel, in dem Schauspiele wie Weihespiele aufgeführt wurden, sondern eine teils vulgäre Volksbelustigung mit unmittelbarer Kritik, sprich fliegenden Lebensmitteln und dem Lärmpegel eines Güterbahnhofs. Wenn ich mir dann den heutigen Umgang mit diesen Volksstücken, die man heute andächtig "Klassiker" nennt, ansehe, muss ich schon ein wenig grinsen. Aber bei der Oper war das ja genauso. Reine Unterhaltung und heute erstarrt so mancher in Ehrfurcht.
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yanni

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Das "Globe Theater" war für mich voller Neuheiten.
William Shakespeare ist sicher keinem ein Unbekannter, aber dass er auch selber im Theater spielte und Teilhaber einer Theatertruppe war ist eher nicht bekannt.
Auch dass Stücke nicht gedruckt wurden um den Text als persönliches Eigentum zu schützen, ist einleuchtend.
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Wenn zu dieser Zeit der Preis für Eichenbalken bereits so hoch ist, nehme ich mal an, werden die ausgedehnten Wälder der ersten Kapitel schon in weiten Teilen abgeholzt sein. England als Seefahrernation hat sicher großen Bedarf an Holz.

Huch, entweder hat sich Ducket zu einem religiösen Eiferer gemausert oder er ist ein arger Griesgram. Einserseits kann ich seine Einstellung aber nachvollziehen. Die Theater für die einfachen Leute glichen eher den Spielen der Römer. Und so unter freiem Himmel war es sicher auch eine ziemliche Lärmquelle über die die bessere Gesellschaft die Nase gerümpf haben wird.

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Karthause

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Durch das Kapitel "London Bridge" habe ich mich wahrlich gequält. Aber nun ist es geschafft. Eine Frage habe ich nur, vielleicht könnt ihr mir da auf die Sprünge helfen.

Als die königliche Familie London verlassen hatte und die Kaufleute sie wieder in die Stadt locken wollten, werden Geschenke gemacht. Bull spendet 4 Pfund und Whittington wollte 5 Mark beisteuern. Die beiden Zahlungsmittel haben mich etwas irritiert. Ich habe zwar auch schon mal etwas nachgeschlagen, aber das war nicht erfolgreich.

Nun werde ich mich dem nächsten Kapitel widmen, ich bin ja optimistisch, dass es nun mit meinem Lesetempo wieder bergauf geht. :zwinker:
« Letzte Änderung: 17. Mai 2007, 20:41:45 von Karthause »
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Elke Heidenreich

qantaqa

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Über englische Zahlungsmittel weiß ich leider gar nichts, deshalb kann ich Dir bei Deiner Frage auch nicht helfen.  :schulterzuck:
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yanni

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Hallo Karthause,

über die Währungseinheit "Mark" hatte ich mich auch schon gewundert. Ich fing an zu suchen und fand dies hier.
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Karthause

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Erst einmal vielen Dank für eure Antworten.

Nun habe ich diesen Leseabschnitt beendet. In "Hampton Court" fand ich die Lust an diesem Buch wieder, Heinrich VIII. ist eine sehr interessante historische Persönlichkeit. Margaret George Romanbiografie steht in meinem Regal. Ich werde sie dann doch mal lesen. Vorallem konnte ich hier wieder auf mir bekannte Fakten bauen, diese Zeit ist mir aus Geschichtsbüchern noch recht gut in Erinnerung.

Schade, dass manche historischen Ereignisse oder Persönlichkeiten nur am Rande erwähnt werden. Aber bei so einer Zeitspanne, die beschrieben werden soll, geht es halt nicht anders.

Das finde ich auch. Aber es ist sicher auch für den Autor eine Gratwanderung, bindet er die Protagonisten zu sehr ein, verblassen die historischen Fakten . Umgekehrt hat der Leser sicher schnell den Eindruck er liest ein pures Geschichtsbuch. Mir gefällt die Art, die Rutherfurd gewählt hat, eigentlich recht gut. 2000 Jahre auf knapp 900 Seiten zu bringen, ist schon beachtlich. Ich denke, es wird jetzt auch (zumindest für mich) immer interessanter, da ich mich in die neuere Zeit und die Gegebenheiten besser hineinversetzen kann.

Ob noch einmal etwas über den Goldschatz von Beginn des Buches geschrieben steht?
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Elke Heidenreich

qantaqa

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Schade, dass manche historischen Ereignisse oder Persönlichkeiten nur am Rande erwähnt werden. Aber bei so einer Zeitspanne, die beschrieben werden soll, geht es halt nicht anders.

Das finde ich auch. Aber es ist sicher auch für den Autor eine Gratwanderung, bindet er die Protagonisten zu sehr ein, verblassen die historischen Fakten . Umgekehrt hat der Leser sicher schnell den Eindruck er liest ein pures Geschichtsbuch. Mir gefällt die Art, die Rutherfurd gewählt hat, eigentlich recht gut. 2000 Jahre auf knapp 900 Seiten zu bringen, ist schon beachtlich. Ich denke, es wird jetzt auch (zumindest für mich) immer interessanter, da ich mich in die neuere Zeit und die Gegebenheiten besser hineinversetzen kann.

Schade finde ich das auch, allerdings soll hier doch die Geschichte einer Stadt (und damit ihrer Einwohner) lebendig werden. Da gefällt mir die dezente Art, wie historische Fakten zusammen gefasst werden, sehr gut. Interessant ist doch, welche Auswirkungen die Geschichte auf das Leben hatte: sozialer Auf- oder Abstieg, die Lebensverhältnisse ganz allgemein, medizinische Versorgung, Hygiene usw.

Ich kann Dir übrigens die Heinrich-Romanbiographie von Margaret George sehr empfehlen. Hat mir sehr gut gefallen.

Zitat
Ob noch einmal etwas über den Goldschatz von Beginn des Buches geschrieben steht?

 :schulterzuck: :smile:
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Karthause

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Das "Globe Theater" hat mir sehr gut gefallen. Es hat mir Einblick in die Theatergeschichte gegeben. Dass die Stücke nicht gedruckt werden, fand ich erst verwunderlich, aber dann doch einleuchtend.

Als Edmund Meredith dem Finsteren Barnikel zum ersten Mal begegnet, sagt er zu ihm: "Mit Eurem Degen könnt Ihr mir das leben nehmen. Aber mit meiner Feder kann ich Euch unsterblich  machen." Das hat mir sehr gut gefallen. Ich kann mir aber schon gut vorstellen dass man dem "Mohren" mit vielen Vorurteilen begegnete. Er muss schon ein beeindruckend gewesen sein mit seinen blauen Augen und der dunklen Haut.

Bei der in diesem Buch praktizierten Verhütung bekam ich schon mal ein Stirnrunzeln. Bitteschön, ein Taschentuch. Geht doch gar nicht. Aber London sollte ja einwohnermäßig zulegen.  :zwinker:

Zitat
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qantaqa

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Bei der in diesem Buch praktizierten Verhütung bekam ich schon mal ein Stirnrunzeln. Bitteschön, ein Taschentuch. Geht doch gar nicht. Aber London sollte ja einwohnermäßig zulegen.  :zwinker:

Naja, wo ein Wille ist, ist ein Weg: guckst Du hier und hier. :breitgrins:
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Karthause

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@qantaqa
Wikipedis gibt ja wirklich alles her. Därme als Kondome sind mir in der Literatur schon mal begegnet. Noah Gordon ließ seinen Protagonisten in "Der Schamane" diese Technik anwenden. Ja, auch früher ließen sie sich was einfallen. Ich bin trotzdem froh, dass sich das alles weiter entwickelt hat.  :zwinker:
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