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Autor Thema: Iny Lorentz - Die Wanderhure  (Gelesen 14281 mal)

cat

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #30 am: 19. März 2004, 11:38:20 »

Juhu zusammen!

@ Nimue
Zitat
Dann kann ich nämlich die Bösewichte auch so richtig mithassen.


LOL - geht mir auch so. Ich fand allerdings den Magister Ruppertus sofort absolut fürchterlich und zwar wegen seines schlaffen Händedrucks. *Iiiiiihhhh* schlaffe Händedrücker sind einfach *yeaks* - wie ein toter Fisch in der Hand *schüttel*. Aber es gibt natürlich noch andere gute Gründe ihn zu hassen :zwinker:.

Ich freue mich, daß Dir "Die Wanderhure" bereits jetzt so gut gefällt - viel Spaß weiterhin.

Da fällt mir noch ein: m.E. verrät der Klappentext bereits recht viel. Das ist mir aber erst hinterher aufgefallen, da ich mir das Buch gekauft habe ohne den Klappentext gelesen zu haben. Das kommt bei mir so gut wie nie vor, in dem Fall allerdings eine glückliche Fügung. Bin mal gespannt, was die anderen hinterher dazu sagen.

Liebe Grüße + ein schönes WE an alle - cat  :winken:
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ClaudiaM

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #31 am: 19. März 2004, 16:27:26 »

Hallo zusammen!

Das erste Kapitel hab ich und schon bin ich mitten im Geschehen gefangen. Hach, Sysai und Gheron, ihr habt sooo einen schönen Schreibstil. Ich such mit die Bücher ja meist nach dem Autor aus, wenn mir ein Buch gefällt, gefallen mit meist die anderen auch. Schade, dass ihr erst so wenig Bücher geschrieben habt *gg*. Und schade, dass ihr nicht so schnell schreiben könnt, wie ich lese. :zwinker:
Diese Woche hatte ich nicht so viel Zeit, am Wochenende muß ich arbeiten, also werd ich es nicht schaffen, das Buch in den nächsten Tagen auszulesen *freu* und hab dann doch etwas länger dran.
So jetzt aber schnell auf´s Sofa und weiterlesen, damit ich mich auch morgen wieder melden kann.

LG
ClaudiaM
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rainbow

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #32 am: 19. März 2004, 18:36:20 »

Hallo!

Ich weiß auch nicht, warum ich Marie unbedingt mit Lea vergleichen wollte, vielleicht weil Lea noch so in meinem Gedächtnis ist und mich noch immer beschäftigt. Oder vielleicht weil ich mich an ein blondes Mädchen mit blauen Augen, das brav und folgsam ist als Heldin erst gewöhnen muss und mich mit meinen dunklen Haaren hier nicht so einfühlen kann oder vielleicht erinnert sie mich an jemanden den ich kenne (nur so vom aussehen her). Aber darüber werde ich jetzt nicht mehr nachdenken...

Also ich bin froh, dass ihr die lateinische Form von "Rupert" genommen habt, denn sowohl mein Vater als auch sein Vater heißen Rupert  :rollen:
Aber was ich interessant finde, das wird jetzt aber nicht leicht in Worte zu fassen sein, aber ich stelle mir die Schauplätze immer vor mit Plätzen die ich kenne. Das Haus in dem Marie mit ihrem Vater wohnt, ist zum Beispiel das Haus meines Opas, der Rupert heißt....und wie ich da drauf gekommen bin, keine Ahnung, aber die ganze Handlung spielt vor meinem inneren Auge in der Gegend.

Bei Ken Follet's "Die Säulen der Erde" wurde die Kathedrale, auf dem Kirchplatz bei uns hier gebaut.

Ich glaube es ist besser, wenn ich jetzt aufhöre, bevor ihr mich für verrückt haltet. Vielleicht bin ich heute zu lange in der Sonne gewesen  :zwinker:

Liebe Grüsse,
Daniela  :sonne:
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Sysai und Gheron

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #33 am: 19. März 2004, 19:04:12 »

Einen schönen guten Abend zusammen.

Noch etwas müde von Christoph von Zastrows fantastischer Buchvorstellung von "Der kalte Prinz" gestern Abend und dem darauf folgenden Arbeitstag (Iny) und Rekonvaleszenz (Elmar) melden wir uns wieder zu Wort. :elch:

Leserunden mit unseren Büchern in Nimues Forum haben irgendwie etwas magisches an sich. Bei der Leserunde der Goldhändlerin bekam Iny bei einem Verlagsbesuch das Cover für unseren drei Wochen vorher abgelieferten Roman gezeigt. Keine Ahnung, wie er einmal heißen wird, mittlerweile wurden bereits drei Titel bestimmt und wieder aufgegeben. Heute kam nun das Cover für den Roman, den wir laut Plan im Spätherbst abliefern sollten und den der Verlag jetzt händringend für Juni erbeten hat.  :rollen:

Keine Angst Claudia, wenn die so weitermachen schreiben wir irgendwann noch schneller, als ihr lesen könnt. :zwinker:


Hallo Nimue,

es freut uns, dass du mit der Wanderhure gut zurecht kommst, auch wenn wir bei unseren nächsten Romanen ein wenig schwarz für dich sehen. Deren Hauptpersonen werden nicht mehr so gepiesackt wie die arme Marie. Allerdings müssen wir gestehen, dass es uns nicht ganz leicht gefallen ist, dies so zu schreiben. Leute wie Magister Ruppert und Abt Hugo von Waldkron haben wir zuletzt fast persönlich gehasst, obwohl es nur Figuren in unserem Roman waren. Übrigens waren Frauen im Mittelalter noch freier als in der beginnenden Neuzeit. Entscheidungen, die sich Marie gut und Lea noch halbwegs treffen hätten können, wären bei Giulia (der Kastratin) bereits unmöglich gewesen.
Übrigens wird sich Maries Charakter im Lauf dieses Romans mehr ändern, als dies bei Giulia und Lea der Fall war.
Wir wünschen dir in jedem Fall noch angenehme Stunden mit ihr. Und hasse die Bösewichte schön weiter. :winken:


Hallo cat,

Am Klappentest sind wir vollkommen unschuldig, den verbrechen Profis aus dem Verlag, die wollen, dass der Roman gut verkauft wird. Zumindest hoffen wir das.

Rupperts schlaffer Händedruck war Programm, um sich niemand zu verpflichten. Für einen festen, ehrlichen Händedruck fehlte ihm die Aufrichtigkeit. Der Kerl war immer auf der Hut.
Na ja, du hast ja bereits erlebt, wie es mit ihm weitergeht. :winken:


Hallo Claudia,

herzlichen Dank für das Lob mit dem schönen Schreibstil. Wir hoffen, dass wir ihn auch bei unseren weiteren Romanen beibehalten können. Wir haben bis jetzt sechs Romane an Knaur verkauft, wobei wir bislang noch nicht wissen, wie die zweite Hälfte davon erscheinen wird, da immer wieder umgeplant wird und wir, wie bereits oben beschrieben, mit dem Neusten plötzlich sehr viel Gas geben müssen.
Auf Iny Lorentz bezogen, mögen sechs Romane in fast fünf Jahren eine große Zahl ein, allerdings darf man nicht vergessen, dass wir zu Zweit sind und jeder das macht, was er am besten kann, Elmar fabulieren und Iny ausschleifen. :winken:

Damit noch viel Spaß beim Lesen.
Liebe Grüße
Sysai und Gheron
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Sysai

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #34 am: 20. März 2004, 12:53:41 »

Hallo Daniela,

wir haben dich gestern Nachmittag nicht übersehen, aber dein und unser Beitrag haben sich gekreuzt. Wir haben ihn noch gesehen, mussten aber schleunigst weg. Einer von Inys Kollegen ist der Star einer Laienschauspielgruppe, nicht im Fach jugendlicher Held, sondern eher der Väter-, oder wie Iny leicht spöttisch meinte, bald der Großvätergeneration angehörend, und da mussten wir nätürlich zur Premiere des Stückes, die diese Gruppe heuer aufführt. Nach fünf Akten Ludwig Thoma und dem danach nötigen Schlaf können wir jetzt wieder frohgemut ins Netz gehen. :smile:

Lea und Marie sind in unseren Augen zwei sehr unterschiedliche Personen. Während Erstere weiß, dass sie einer verachteten und auch gefährderten Minderheit angehört und daher stets auf der Hut sein muss, wird Marie buchstäblich aus ihrem warmen Nest in die Gosse gestürzt und muss das, was Lea direkt mit der Muttermilch aufgesogen hat, erst noch lernen. Wir sind gespannt, was du zu diesem Lernprozess noch sagen wirst.

Was das Aussehen der Leute betrifft, so versucht Elmar mit Beschreibungen (oft ein wenig zu) sparsam umzugehen, damit die LeserInnen sich in ihrer Fantasie ein eigenes Bild machen können. Das bringt oft lustige Zwischenspiele mit sich, wenn Elmar mal wieder zu knapp mit einer Beschreibung war und Iny dann entgeistert kommt und fragt, wie sieht der und der eigentlich aus. Meistens ist es dann so, dass wir uns ein völlig unterschiedliches Bild von ein und der selben Person machen.
Bei Marie haben wir die blonde Haarfarbe und die blauen Augen vorgegeben, während das "madonnenhafte" Aussehen einen großen Interpretationsrahmen läßt. Kaum eine Madonnenfigur gleicht der anderen, aber allen ist gleich, dass die Künstler ihrer Zeit stets die schönsten Frauen zum Vorbild nahmen.

Übrigens wird unser Ruppert oder Ruppertus mit zwei P geschrieben und hat daher mit den Ruperts aus deiner Familie nicht das Geringste zu tun. Es gab auch kein Vorbild dafür, sondern wir haben den Namen einfach aufs Geradewohl einem Buch über Namen entnommen. Er hätte genauso gut auch Philippus oder Ludovicus heißen können.

Deine Gedankenassoziationen mit dem Haus deines Opas sind sehr verständlich. Auch wir stellen uns beim Schreiben Orte vor, die wir kennen, auch wenn sie nicht ganz den wirklichen Gegebenheiten entsprechen. Die Fantasie tut sich damit leichter, jene Bilder im Kopf entstehen zu lassen, die einen Roman erst so richtig farbig machen.
Zu Ken Follets Kathedrale. Elmar hat früher einen langgestreckten Hügel, an dessen Fuß der Bauernhof lag, auf dem er aufgewachsen ist, in seiner Fantasie mit einer großen Zahl verschiedenster Gebäude versehen, von alten keltischen Ringburgen angefangen bis hin futuristischen Ojekten. Fantasie ist eigentlich mit das Wichtigste am Leben. Ohne sie wäre der Mensch arm dran.
Nur zur Information. Wir waren heute noch nicht an der :sonne:.

Damit wünschen wir dir und allen Anderen noch ein schönes und angenehmes Wochenende. :winken:

Liebe Grüße,
Sysai und Gheron :schmetterling:  :blume:
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Bluebell

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #35 am: 21. März 2004, 16:34:06 »

Hi allerseits,

mittlerweile bin ich auch in die Leserunde eingestiegen! :)
Eines gleich vorweg: flüssig liest sich das Buch tatsächlich, und darüber, dass es in einem großartigen Stil geschrieben ist, braucht man ebenfalls gar nicht zu diskutieren. Aber soeben habe ich das VII. Kapitel zu Ende gelesen, und ich muss sagen – wenn das so weitergeht, stehe ich höchstwahrscheinlich nicht die ganzen 600 Seiten durch!
Ich bin sicherlich keine von der ganz zartbesaiteten Sorte (sonst hätte ich beispielsweise Bücher wie „Wüstenblume“ nicht lesen können), aber was Marie auf den ersten 72 Seiten alles erleiden muss, hat sich mir wirklich ziemlich auf den Magen geschlagen! Besonders bei zwei Szenen, wo dieser ekelhafte Hunold vorkommt – ihr wisst sicher, welche ich meine – ist mir ganz schwummerig geworden. Dass die Lektüre so einen starken Effekt auf mich hat, obwohl Marie eine fiktive Gestalt ist, können die Autoren natürlich getrost als Kompliment an ihre Schreibkünste auffassen (und so ist es auch gemeint!). Aber ganz ehrlich – wenn die grausigen Ereignisse weiterhin in diesem Intervall daherkommen, könnte sich die Wanderhure zu einem echten Prüfstein für mein Durchhaltevermögen mausern ...

Zitat von: Sysai
Was das Aussehen der Leute betrifft, so versucht Elmar mit Beschreibungen (oft ein wenig zu) sparsam umzugehen, damit die LeserInnen sich in ihrer Fantasie ein eigenes Bild machen können. Das bringt oft lustige Zwischenspiele mit sich, wenn Elmar mal wieder zu knapp mit einer Beschreibung war und Iny dann entgeistert kommt und fragt, wie sieht der und der eigentlich aus.


Ich muss sagen, da halte ich es eher mit Elmar! Ich mag es nicht besonders, wenn Figuren bis in alle Einzelheiten beschrieben werden. Was ich ganz gerne „vorgeschrieben“ kriege, ist zum Beispiel die Haarfarbe, oder auch in groben Umrissen der Körperbau, eventuell noch ob die Gesamterscheinung hübsch/unscheinbar/hässlich ist. Aber wenn es an die Details geht, lasse ich lieber meine eigene Vorstellungskraft walten (zumindest bei den Hauptfiguren und wichtigen Nebendarstellern – bei Randakteuren mache ich mir oft gar nicht die Mühe, mir im Geiste ein genaues Bild zu entwerfen). Ausnahme: wenn es um charakteristische Züge geht, die die Rolle der betreffenden Person in der Geschichte unterstreichen. Zum Beispiel hat es mir gefallen, dass Ruppertus als zwar nicht unattraktiv, aber mit zu scharf geschnittenen Gesichtszügen beschrieben wurde. Mehr brauchte ich nicht zu wissen, um mir in Zusammenhang mit seiner Handlungsweise ein fast schon fotografisches Bild zu entwerfen.
Oder auch bei Hunold ist es natürlich sehr förderlich zu wissen, dass er einen Kopf größer als normale Männer ist und Oberarme wie anderer Leute Schenkel hat. (Brrr, wenn ich an diesen Kerl denke, kommt mir schon wieder fast der Brechreiz.)

Was vielleicht auch noch ganz interessant ist: aus irgendeinem Grund war ich darauf eingestellt, dass der Roman etwa 200 bis 300 Jahre später spielt. Jetzt muss ich mich besonders in Bezug auf die Mode bemühen, nicht ständig falsche Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen. Fragt mich nicht, warum ich auf eine andere Epoche eingestellt war. Vielleicht liegt es an dem Titelbild? Aus welchem Jahr stammt es eigentlich?
EDIT: Habe gerade nachgesehen. Das Bild stammt aus dem Jahre 1672 – wow, da lag ich mit meiner (unbewussten) Einschätzung ja sogar ziemlich gut. Ich glaube wirklich, das Cover hat mich da etwas irregeleitet. Naja, das Thema Verlage hatten wir ja schon öfters ...

So, jetzt ist es draußen endlich nicht mehr ganz so warm. Ich geh eine gemütliche Runde joggen, und dann freu ich mich schon aufs Weiterlesen. Jetzt  m u s s  es doch bald einmal bergauf mit dem armen Mädel gehen! ;)

Liebe Grüße euch allen,
Bluebell
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Katja

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #36 am: 21. März 2004, 17:30:24 »

Hallo zusammen!

Ich schau hier immer mal kurz rein, versuche aber die ganzen Spoiler zu umgehen. Ich lese schon das ganze Wochenende in jeder freien Minute IN RUHE an "die Waldgräfin". Andre´ist gerade so lieb und macht trotz schlechten Wetters mit Luke eine Fahrradtour, damit ich Ruhe zum lesen habe.
Ich bin jetzt etwas weiter als die Hälfte und werde dann im Laufe der nächsten Woche bei Euch einsteigen. Vielleicht ist ja dann der eine oder andere auch noch dabei.

LG und viel Spaß beim Lesen!

Katja
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Sysai und Gheron

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #37 am: 21. März 2004, 20:51:18 »

Einen schönen guten Abend alle zusammen, :winken:

Das Wochenende liegt (fast) hinter uns und es gilt wieder an den Ernst des Lebens zu denken.  :zwinker:


Hallo Bluebell,

schön, dass du dich der Runde angeschlossen hast. Wir hoffen natürlich, dass du die restlichen Seiten auch noch durchsteht, denn Maries Weg führt jetzt, von kleinen Rückschlägen abgesehen, doch langsam wieder nach oben. Übrigens kam Elmar vorhin drauf, dass, wenn man den Namen Hunold leicht umstellt, der Begriff Unhold heraus kommt. Das war aber keine Absicht, sondern purer Zufall.

Es ist uns übrigens nicht gerade leicht gefallen, das erste Großkapitel der Wanderhure zu schreiben. Aber alle unsere Überlegungen liefen darauf hinaus, dass der Roman bei einem weniger harten Beginn unglaubwürdig wirkt, und so haben wir die Zähne zusammen gebissen. Dafür haben wir uns im Lauf des Romans an den Schuldigen gerächt. :breitgrins:

Wir geben dir vollkommen recht, was Beschreibungen betrifft. Die Fantasie der LeserInnen ist hier die stärkste Macht, der man nur behutsam auf die Sprünge helfen sollte. Allerdings hat schon ein paar Mal unsere Agenturlektorin ausführlichere Personenbeschreibungen gefordert, und da bleibt wenig Wahl, das abzulehnen. Nach Elmars Ansicht reicht es, wenn man in etwa die Figur, die Haarfarbe und ein hervorstechendes Charakteristikum wie eben die scharf geschnittenen Züge oder eben ein rundes, ehrlich aussehendes Gesicht beschreibt. Jede/r LeserInn hat schon mal jemand gesehen, der in etwa diesem Bild entspricht und kann sich ein eigenes Bild machen.
Besagter Unhold, äh Hunold spielt noch eine gewisse Rolle im späteren Verlauf des Romans. Ob er dabei sympathischer wird, sei dahin gestellt.
 :smile:
Deine Zeitschätzung bezüglich des Covers war sehr präzise. Das war aber auch ein Thema, denn unsere Agentin wetterte gegen dieses Bild, das ihr zu "modern" war und reichte eigene Vorschläge ein. Der Verlag hielt jedoch eisern an diesem gut gepolsterten Wesen im blauen Kleid fest. Wie nannten es die Damen vom Verlag, "Ein üppiges Titelbild für einen üppigen Roman".
Wir sind gespannt, was sie sich für die Fortsetzung der Wanderhure einfallen lassen. :winken:


Hallo Katja und alle, die später bei der Leserunde einsteigen wollen,

Ihr müsst euch weder abhetzen, noch ein gutes anderes Buch aus der Hand legen, denn weder die Wanderhure, noch wir laufen euch davon und Elmar schon gar nicht, da sich bei ihm erst in einer guten Woche entscheiden wird, ob er dann auf "Gehstützen" verzichten kann. Bis jetzt kann er es noch nicht. :sauer:

Katja, du hast dir einen Schatz von Ehemann angelacht. Er hat dir nicht nur die Wanderhure mitgebracht, sondern zieht auch mit Sohnemann los, damit sein Frauchen Zeit und Muße zum Lesen findet. Unseren Respekt, ein solches Goldstück muss man wirklich pflegen. :winken:

Damit liebe Grüße an Alle
Sysai und Gheron (der mit dem Hinkefuß) :schmetterling:  :blume:
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nimue

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #38 am: 21. März 2004, 22:29:53 »

Hallo ihr Lieben,

manomanoman....ich bin ja wirklich sehr blutrünstig, aber so langsam schlägt sogar mir der Roman auf den Magen!

Ich bin inzwischen auf Seite 400 - deshalb folgt jetzt auch ein Megaspoiler:


Besonders schlimm fand ich heute die Kapitel, als die Huren von dem Troß Söldner brutalst mehrmals vergewaltigt wurden - das wurde sogar mir fast etwas zu arg (hab natürlich trotzdem weitergelesen). Und dann, als Gerlind, Märthe und Berta von den Söldnern später umgebracht wurden...erks...

Ich muss ja zugeben: Mir wird auch die Rumhurerei manchmal ein bißchen zu viel, aber es ist halt nunmal ein Roman über Wanderhuren :breitgrins: Wäre ja blöd, wenn die alle jungfräulich blieben! Jedenfalls finde ich das Leben der Wanderhuren unheimlich interessant!

Sysai & Gheron: Habt ihr selbst auch die Strecken, Marie und Hiltrud auf ihren Wanderungen (Schwarzwald und Straßburg etc.) besucht? Sie irgendwie abgefahren oder durchwandert? Interessiert mich natürlich vor allem, weil ich hier ja wohne - gerade fand ich auch toll, wie über den Schwarzwald als dunkler Wald mit uralten Bäumen, Bären und Wölfen geredet wurde. Faszinierend.

An die Mitleserinnen: Ich frage mich die ganze Zeit, wie ich reagieren würde, wenn mir das geschehen wäre, was Marie geschehen ist. Wäre ich da auch so von einem verzehrenden Hass auf meine Peiniger besessen und würde sie umbringen wollen? Ich glaube, ich kann das mit einem ziemlich eindeutigen JA beantworten. Ich bin zwar eigentlich gegen Gewalt, aber ich bin mir sicher, dass ich diese Männer am liebsten eigenhändig umbringen würde.

Liebe Grüße
nimue
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Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

Gheron

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #39 am: 22. März 2004, 08:12:18 »

Hallo Nimue,

einen schönen guten Morgen von einen noch arg unausgeschlafenen Wesen.

Ich kann dich beruhigen, die Szene mit den Sölndern war der letzte Hammer. Ab jetzt kannst du dich gemütlich zurück lehnen und entspannt weiterlesen. Die Szenerie sollte zeigen, was allein reisenden Frauen geschehen konnte, wenn sie auf eine solche Meute treffen.  Außerdem wollten wir anhand von Berta und Gerlind darstellen, wie weit Frauen bei einem so harten und von Ungerechtigkeiten geprägten Leben herabkommen können. Alle sechs Huren wären den Söldnern halbwegs ungeschoren entkommen, wenn die Beiden und ihr Anhängsel nicht aus Neid, Missgunst und Gier Marie und Hiltrud betäubt und Fita mit dem Gebräu umgebracht hätten. Das Wüten der Söldner danach hatte seinen einfachen Grund. Diese nahmen an, Gerlind und ihre beiden Freundinnen hätten das gestohlene Geld verschluckt und wollten es wieder haben.

Wegen der Rumhurerei gab es zwischen Iny und mir einige Diskussionen darüber, wie weit wir dabei gehen sollen, bzw. was den LeserInnen zuzumuten ist. Uns beiden war aber klar, dass Marie hier nicht als unberührte Heilige ihren Weg gehen konnte. Man hatte sie in den Bodensatz der Gesellschaft gestoßen und sie musste sich in dieser Umgebung zurechtfinden und behaupten.

Wir waren in der Zeit, in der wir die Wanderhure planten und schrieben, mehrmals im Schwarzwald und haben dort einige ausführliche Touren gemacht, um uns ein Bild von der Gegend machen zu können, durch die Marie gezogen ist. Der Bequemlichkeit halber haben wir dann auch die Goldhändlerin dort angesiedelt. Wir waren bei diesen Reisen auch in Konstanz und der Bodenseegegend und natürlich in Straßburg. Ich bin übrigens seit meiner Jugend durch Wilhelm Hauffs Kunstmärchen "Das kalte Herz" ein großer Schwarzwaldfan. :breitgrins:

Wir haben beim Schreiben dieses Romans einen ziemlichen Hass auf die Schurken, die ja unserer eigenen Fantasie entsprungen sind, entwickelt, und uns auf unsere Art an ihnen gerächt. Iny, die als Frau emotional noch weitaus stärker betroffen war als ich, hat hier bei der Bestrafung dieser Kerle noch eins drauf gesattelt, weil ihr meine Version der Strafe zu harmlos war. Aber keine Sorge, es handelt sich nicht um ein blutiges Gemetzel, sondern eher um die Haltung dieser "Helden".  :grmpf:

Damit wünsche ich Allen auch in Namen Inys einen schönen Wochenanfang. :winken:

Liebe Grüße
Gheron :schmetterling:  :blume:
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nimue

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #40 am: 22. März 2004, 09:15:20 »

Hallo Gheron,

Dir (und allen anderen natürlich auch) ebenfalls einen schönten guten Morgen! Ich bin schon recht ausgeschlafen, aber ich hatte nun auch schon eine Anlaufzeit von 5.30 Uhr ab.

Spoiler bis Seiten 400 bzw. 485!

Urks, dass die Söldner die Frauen ausgeweidet haben, um an das Geld zu kommen, weil sie es verschluckt haben könnten! Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen! Ich hatte das als "einfachen" Racheakt aufgefasst. Da sieht man mal wieder, wie toll so eine Leserunde ist!

Heute morgen im Zug war ich übrigens von Michels Verhalten sehr enttäuscht! Ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass er Marie als Hure behandelt - wollte er zwar nicht, hat er aber trotzdem getan. Kein Wunder, dass sie so böse auf ihn war. Aber ich vermute, da kommt noch was? *hoff*

Gerade wurden Hedwig und ihre Mutter in den Ziegelturm gebracht - wehe, ihr beiden tut dem armen Mädel auch noch so was grausames an!  :zwinker:


Zitat
Wegen der Rumhurerei gab es zwischen Iny und mir einige Diskussionen darüber, wie weit wir dabei gehen sollen, bzw. was den LeserInnen zuzumuten ist. Uns beiden war aber klar, dass Marie hier nicht als unberührte Heilige ihren Weg gehen konnte. Man hatte sie in den Bodensatz der Gesellschaft gestoßen und sie musste sich in dieser Umgebung zurechtfinden und behaupten.


Nein, als braves Engelchen, das sie anfangs war, wäre sie als Hure recht unglaubwürdig gewesen. Marie ist klasse! Aber auch Hiltrud mag ich sehr sehr gerne. Zumutbar ist das, was ihr geschrieben habt, für mich auf alle Fälle (o.k...ich glaube, Zartbesaitete werden Probleme beim Lesen haben)!

Zitat
Iny, die als Frau emotional noch weitaus stärker betroffen war als ich, hat hier bei der Bestrafung dieser Kerle noch eins drauf gesattelt, weil ihr meine Version der Strafe zu harmlos war. Aber keine Sorge, es handelt sich nicht um ein blutiges Gemetzel, sondern eher um die Haltung dieser "Helden".  :grmpf:


GUT! Ich werde mit Genuss alle Racheszenen in mich aufsaugen!  :klatschen:

Liebe Grüße
nimue
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Angua

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #41 am: 22. März 2004, 11:16:27 »

Seltsam, seltsam, ich hab doch gestern hier schon einen Beitrag geschrieben - wieso ist der auf einmal weg??

Na ja, egal, schreib ich's halt nochmal. :) Eigentlich enthielt der verschwundene (oder von mir vielleicht irgendwie falsch platzierte?) Beitrag Lobeshymnen auf das Buch, das ich gestern angefangen habe. Es gehört definitiv in die Sorte Bücher, die man anfängt und schwupps - schon auf Seite 300 ist. Soweit habe ich es jedenfalls gestern geschafft, obwohl ich noch jede Menge anderer Dinge tun wollte *seufz*. ;)

Auf den ersten Seiten musste ich natürlich etwas schlucken angesichts dessen, was der armen Marie da passierte. Aber zur Hure wird sie ja schließlich nicht freiwillig, also musste ja etwas in der Art kommen. Dass das ganze dabei zwar nicht zu plastisch, dafür aber dennoch sehr eindringlich geschildert wurde, hat zwar meinem Magen nicht so gut getan, ließ mich jedoch nicht drumrum kommen, euch Autoren dafür zu bewundern. Wie ihr schon geschrieben habt, ist es sicherlich nicht einfach, solch eine Szene zu schreiben bzw. auszudenken.

Apropos - ist vielleicht etwas morbide, das Interesse *g*, aber wie genau geht ihr bei solch einer Szene vor? Entwickelt sie sich nach und nach (beim Schreiben) in eurem Kopf oder wisst ihr vorher schon detailliert, was passieren wird? Und - ist vielleicht albern, so etwas zu fragen, aber der Gedanke kommt mir gerade - hat man eigentlich "Mitleid" beim Schreiben mit seinen Figuren?

Abschließend würde mich noch interessieren, wie alt Hiltrud eigentlich ist. Ich glaube, dazu wird nichts gesagt, oder? Ich stelle sie mir ca. 5 Jahre älter als Marie (also demnach 22 vor)...

So, dann muss ich wohl in nächster Zeit die Anschaffung von Kastratin und Goldhändlerin in Erwägung ziehen - schön, dass es mittlerweile auch Bücher gibt (z.B. auch die von Ulrike Schweikert), die in Deutschland (und nicht immer nur England) spielen. :)

Liebe Grüße,
Angua
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Sysai und Gheron

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #42 am: 22. März 2004, 11:48:16 »

Hallo Nimue,

hältst du uns für lebensmüde? Wir wollen von unseren LeserInnen nicht gelyncht werden, daher wird sich die Sache mit Hedwig und ihrer Mutter auf eine andere Weise lösen als wie bei Marie selbst. Hier wird auch ein gewisser Michel eine Rolle spielen. So, jetzt Mund zu, bzw. Finger weg von den Tasten, denn es wird nix verraten. :breitgrins:
Die berüchtigte Szene, in der Marie und Hiltrud auf die Überreste der drei anderen Huren stoßen, wurde von uns mehrfach überarbeitet, damit sie nicht ganz so schlimm wirkt. Dadurch kommt wohl auch der Grund für die Tat der Söldner nicht mehr ganz so deutlich zum Vorschein.

Was Michel betrifft, sollte man ihm doch zugestehen, dass seine Gefühle ein bisschen in Unordnung geraten sind und er nicht weiß, wie er Marie behandeln soll. Immerhin spielt sie ihm die coole Hure vor, um ihn abzuschrecken.

Es freut uns, dass dir Hiltrud gefällt. Wir haben diese Figur mit sehr viel Freude gestaltet. Sie ist genau das, was Marie brauchte, nämlich eine Freundin, die ihr von Zeit zu Zeit den Kopf zurecht setzt.


Uns ist klar, dass dieser Roman nichts für Zart besaitete Leute ist. Die Frau eines Kollegen von Iny, die auch ein wenig als Testleserin dient, hatte nach dem ersten Kapitel mit Alpträumen zu kämpfen, was sie allerdings nicht daran hinderte, weiter zu lesen.

Die Rache ist eigentlich nicht besonders spektakulär, aber schön gewürzt. Du wirst es ja lesen. :winken:


Hallo Angua,

willkommen in der Runde. Es freut uns sehr, dass dir der Roman gefällt. Wir geben gerne zu, dass wir bei diesem Roman doch mit einem leicht mulmigen Gefühlen dem Urteil der LeserInnen harrten, denn er ist in seiner Art wohl der Härteste, den wir geschrieben haben und wir wollen eigentlich auch in Zukunft nicht darüber hinaus gehen.

Der erste Kapitel war vor allem für Iny sehr schwer zu bearbeiten und sie stellte sich auch ein paar Mal die Frage, ob wir überhaupt weitermachen sollten.  Allerdings war die Geschichte der Marie Schärerin vor allem ihre Idee und deshalb hat sie immer wieder die Zähne zusammen gebissen und weitergemacht.
Das heißt aber nicht, dass Elmar die Sachen leicht gefallen wären. Er musste immerhin den Rohtext erstellen und wurde damit als erster mit diesen Szenen konfrontiert. Es gab hier oft heiße Diskussionen, wie weit wir gehen dürfen, bzw. was wir als notwendig ansahen, und was wir weg lassen konnten.
Bei der Arbeit an einem Roman ist es so, dass wir uns natürlich einen Rahmenexposé erstellen und festlegen, was in einem Kapitel passieren soll. Im ersten Kapitel hieß es ungefähr so: Marie wird als Hure beschuldigt, verhaftet, in den Ziegelturm gesperrt und durch Ruppertus Handlanger vergewaltigt. Wie das Ganze dann geschieht, entwickelt sich beim Schreiben. Ist Elmar hier zu drastisch, bremst Iny, schreibt er ihr zu lasch, schärft sie die Szene aus. Bei der Wanderhure kam beides vor.
Natürlich leiden wir mit unseren Figuren mit. Es ist oft schlimm, ihnen das anzutun, was wir ihnen antun müssen. Bei Marie tröstete uns eigentlich nur der Gedanke an das Ende des Romans, wenn ihr endlich Gerechtigkeit widerfährt. Leute wie Ruppertus, Utz, Hunold usw. standen bei uns ganz weit oben auf der schwarzen Liste und es war für uns Ehrensache, sie ihrem verdienten Schicksal zu übergeben. :breitgrins:

Hiltruds Alter ist während des Schreibes immer geringer geworden. War sie zunächst als eher mütterliche Freundin gedacht, so war sie Marie zuletzt wengier als zehn Jahre voraus. :winken:



Damit noch einen schönen Tag und liebe Grüße
Sysai und Gheron :schmetterling:  :blume:
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ClaudiaM

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #43 am: 22. März 2004, 14:27:43 »

Ich bin leider schon fertig!

Hallo zusammen,

mich hat noch einmal ein Rückschlag ereilt und ich liege krank im Bett. Diesmal allerdings war ich gerade noch fit genug zum Lesen. Letzte Woche habe ich noch gemeint, ich hätte vielleicht etwas länger an dem Buch...

Einige Fragen haben sich schon aus den anderen Beiträgen beantwortet.  

Spoiler bis zum Ende des Buches:

Habt ihr bewußt einen Zeitsprung von 3 Jahren vorne begangen? Sicher wäre es auch interessant gewesen, diese Zeit etwas genauer zu betrachten.

Was mich immer wieder abstößt ist die Moral der Mönche und Priester, die zum einen "gefallene" Mädchen verurteilen, zum anderen selbst herumhuren, was das Zeug hält. Und dann vor allem bei den Huren nur für "Gotteslohn".
Und haben die Konstanzer während des Konzils wirklich ein solches Lotterleben geführt?

Überrascht hat mich das Ende. Ich hatte mir ja schon gedacht, dass Marie mit Michel zusammenkommt, dachte dabei aber eher dran, dass sie irgendwo hingehen, wo sie keiner kennt. Dass sie wieder für "rein" und unschuldig erklärt wird, passt ja schon fast zur Kirche. Die haben sich ja wirklich alles so gedreht, wie sie es brauchten.

Eine Frage noch zum "auf´s Rad flechten": wie stelle ich mir das vor? Könnt ihr mir das beschreiben? Ich hab es wohl schon öfter gehört, konnte mir aber bisher noch kein Bild davon machen.


LG

ClaudiaM
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Bluebell

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Iny Lorentz - Die Wanderhure
« Antwort #44 am: 22. März 2004, 14:40:33 »

Zitat von: nimue
...aber es ist halt nunmal ein Roman über Wanderhuren :breitgrins: Wäre ja blöd, wenn die alle jungfräulich blieben!


Wo ist der *LOL* Smiley???
 :breitgrins:  :lol:  :elch:

Ich bin inzwischen ca. auf Seite 140 und werde mich jetzt gleich wieder dem Buch widmen.
Mit einem Lächeln lese ich immer, wie sich Hiltrud darauf beruft, dies und jenes nicht tun zu können, weil es nicht "gottgefällig" ist. Sowas aus dem Mund einer Wanderhure ist echt süß! *g*

Bis bald,
Bluebell
Gespeichert
"Date a girl who reads. Date a girl who spends her money on books instead of clothes. She has problems with closet space because she has too many books. Date a girl who has a list of books she wants to read, who has had a library card since she was twelve."