Markus Zusak – Die Bücherdiebin

OT: The Bookthief
OA: 2005
608 Seiten
ISBN: 978-3442373956
Inhalt:Im Alter von 9 Jahren hat Liesel schon vieles verloren. Ihren Vater, einen Kommunisten. Ihre Mutter, die ständig krank war. Ihren Bruder Werner – auf der Fahrt nach Molching zu den Pflegeeltern. Als der Bruder stirbt, gerät sie zum ersten Mal ins Blickfeld des Todes. Und sie stielt ihr erstes Buch – ein kleiner, aber folgenreicher Ausgleich für die erlittenen Verluste. Dann stielt sie weitere Bücher, Äpfel und Kartoffeln. Das Herz von Rudi. Das von Hans und Rosa Hubermann. Das von Max und das des Todes. Denn selbst der Tod hat ein Herz.
Eigene Meinung:Selten bringt mich ein Buch zum weinen, aber dieses hat es geschafft. Markus Zusak rührt zu Tränen, aber trotz all der Tragik schafft er es zu fesseln durch seine Worte und auch darum geht es in diesem Buch; um die Macht der Worte. Auch er ist ein wahrer Worteschüttler. Ein Begriff, welchen ich in diesem Buch kennenlernte und der treffend auf diesen Autor zutrifft.
Der Tod, welcher diese Geschichte erzählt, nämlich jene der Bücherdiebin, macht erschreckend bewusst, wie harmlos er selbst ist, im Vergleich zu dem, was die Menschen sich gegenseitig antun.
Die Geschichte der Liesel Meminger und ihrem Leben als Kind im Nazideutschland ist heftig und voll von Emotionen. Nicht nur schlechten Emotionen, sondern auch positiven. In all dem Grauen, gibt es Freundschaft, Mitgefühl, Gerechtigkeit, Sehnsucht, Mut, Aufopferung, Humor, Vergebung, Großzügigkeit und vor allem ganz viel Liebe. Gerade auf Grund der fürchterlichen Zeit der Nazis und deren Gräueltaten, erscheinen diese positiven Charaktereigenschaften, wie leuchtende Sterne am Himmel. Sterne, deren Licht die Augen derer verbrennen, die sie sehen. So würde es Max wohl ausdrücken.

und ein
