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Autor Thema: Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft  (Gelesen 571 mal)

SilkeS.

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Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft
« am: 10. April 2007, 10:46:46 »

Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft

Inhalt
In Fjällbacka wird im gefrorenen Wasser einer Badewanne eine Tote entdeckt - schön, reich und von einem dunklen Geheimnis umgeben. Die junge Journalistin Erica Falck kannte sie gut. Ihr läßt der Mord keine Ruhe. Gemeinsam mit Kriminalassistent Patrik Hedström macht sie sich auf die Suche nach dem Mörder. Mit Esprit und Leidenschaft löst das sympathische Ermittlerduo seinen ersten großen Fall.



Meine Meinung
Der erste Teil um die Reihe mit Erica Falck und Patrick Hedström.

Mir hat das Buch super gut gefallen.
Angefangen von einer wirklich tollen ruhigen Atmospähre über sehr sympatische lebensnahe Charakter enthält das Buch in meinen Augen eine tollen soliden klassischen Krimi.

Viele viele Handlungsstränge, die meist die Schicksale aus wahren Leben enthalten, wie schlagende Ehemänner,  Verlust von beiden Elternteilen durch einen Unfalltod, eine Liebesgeschichte aus Gefühlen die schon im Sandkasten entstanden machen neben dem klassischen Krimi das Buch zu einer absolut angenehmen Lektüre.

Der Krimi entwickelt sich langsam, bringt viele ungeklärte Fragen, Rätsel und Verwirrungen mit sich die nach und nach supverän von dem sympatischen Patrick Hedström quasie im Alleingang beantwortet, gelöst und entwirrt werden.

 5ratten

Gruß Silkes.
« Letzte Änderung: 10. April 2007, 11:03:40 von SilkeS. »
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Re: Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft
« Antwort #1 am: 27. Oktober 2011, 11:45:09 »

Die erfolgreiche Galeristin Alexandra Wijkner wird mit aufgeschnittenen Pulsadern in der eisgefüllten Badewanne ihres Hauses aufgefunden. Ihre Jugendfreundin Erica Falck, eine Schriftstellerin, die nach dem Tod ihrer Eltern kurzzeitig in ihre Heimatstadt zurückgekehrt ist, um den Nachlass zu regeln, ist tief betroffen. Zwar trennten sich ihre und Alex' Wege schon vor langer Zeit, aber sie waren einmal sehr eng befreundet. So ist sie nicht überrascht, als Zweifel aufkommen, ob dieser Tod tatsächlich ein Selbstmord war.

Der Polizeibeamte Patrik Hedström soll für seinen ziemlich unfähigen Chef die Kleinarbeit bei den Ermittlungen übernehmen. Er kennt Erica ebenfalls schon sehr lange, war gar heimlich in sie verliebt und ist etwas aus der Bahn geworfen, als er sie nun befragen muss. Erica stellt auf eigene Faust weitere Nachforschungen an, was Patrik manchmal in Bedrängnis bringt, dem Fall aber durchaus weiterhelfen könnte ...

Ein spannender Skandinavien-Krimi mit zwei sympathischen Hauptpersonen. Patrik und Erica sind weder ekelhaft vollkommen noch klischee-depressiv, sondern Menschen wie du und ich. Nett fand ich, wie sich die Wahrnehmung je nach Erzählperspektive verschiebt - während Erica aus Patriks Sicht durchaus als stets perfekt gestylte Superfrau dargestellt wird, ist sie in ihren eigenen Worten einfach eine ganz normale Mittdreißigerin mit Gewichtsproblemen und Bad-Hair-Days.

Der Fall ist kompliziert und verschachtelt und löste sich für mich ziemlich überraschend auf. Die Romanze am Rande ist zwar vorhersehbar, aber süß. Bei ein paar Randfiguren greift Camilla Läckberg für meine Begriffe manchmal etwas zu tief in die Klischeekiste, wobei es halt auch im richtigen Leben einfach Menschen gibt, die man als wandelnde Klischees bezeichnen könnte. An manchen Stellen kam mir die Übersetzung ein wenig sperrig vor - von diesen kleinen Abstrichen abgesehen ein schöner Serienauftakt.

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Re: Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft
« Antwort #2 am: 06. November 2011, 15:15:46 »

Meine Meinung
So wirklich viel habe ich nicht hinzuzufügen. Auch mir hat der schwedische Krimi echt gut gefallen. Dabei hatte ich am Anfang ziemliche Startschwierigkeiten. Die Handlung beginnt zunächst nämlich etwas träge und mit Erica, der weiblichen Hauptperson, konnte ich mich auch nicht wirklich anfreunden. Als aber die Ereignisse an Fahrt aufnahmen, habe ich das Buch kaum noch aus der Hand legen können. Es kommt einfach alles darin vor, was ein guter schwedischer Krimi so haben muss: unerwartete Wendungen, interessante Charaktere und falsche Zurückhaltung.

Ja, es geht richtig zur Sache. Zwar gibt es keine übertrieben blutigen Szenen, aber die Dinge, die passieren, und die Gründe dafür, gehen unter die Haut. Das betrifft nicht nur den Fall direkt, auch in Ericas Privatleben gibt es so einiges aufzuarbeiten. Ihre Schwester wird von ihrem Ehemann physisch und psychisch misshandelt, schafft es aber nicht, ihn zu verlassen. So etwas macht mich immer besonders betroffen, weil es einfach oft genug in der Realität vorkommt.

Auch Erica habe ich mich irgendwann angenähert. Manche ihrer Handlungen, wie z.B. das Schreiben eines Romans über den Mord und seine Hintergründe, kann ich zwar bis zum Schluss nicht nachvollziehen bzw. gutheißen, aber insgesamt habe ich sie doch in mein Herz geschlossen. Direkt dorthin ist übrigens Patrik gesprungen, der männliche Part. Überhaupt finde ich die Charaktere sehr gut und nachvollziehbar gestaltet.

Fazit: Das war bestimmt nicht mein letzter Krimi von Camilla Läckberg. Ich steh einfach auf gute schwedische Krimis und hier habe ich mal wieder einen besonderen Leckerbissen gefunden.
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Re: Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft
« Antwort #3 am: 18. November 2011, 17:27:06 »

[wie z.B. das Schreiben eines Romans über den Mord und seine Hintergründe, kann ich zwar bis zum Schluss nicht nachvollziehen bzw. gutheißen, aber insgesamt habe ich sie doch in mein Herz geschlossen.

Das fand ich auch leicht befremdlich - andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass doch sehr viele Dinge, die ein Schriftsteller selbst erlebt, oft ihren Weg in einen Roman finden. Hier hat mich allerdings ein wenig gestört, dass das so berechnet rüberkam. Hätte sich der Wunsch, das Erlebte verfremdet zu Papier zu bringen, allmählich seinen Weg aus Ericas Unterbewusstsein nach oben gebahnt, hätte mir das besser gefallen.

Zitat
Direkt dorthin ist übrigens Patrik gesprungen, der männliche Part. Überhaupt finde ich die Charaktere sehr gut und nachvollziehbar gestaltet.

Patrik ist klasse, den mochte ich auch sehr! Und den alten Herrn mit der Xanthippe von Ehefrau, der die Tote gefunden hatte (ich weiß seinen Namen leider nicht mehr).
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Re: Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft
« Antwort #4 am: 18. November 2011, 17:42:20 »

Zitat
Direkt dorthin ist übrigens Patrik gesprungen, der männliche Part. Überhaupt finde ich die Charaktere sehr gut und nachvollziehbar gestaltet.

Patrik ist klasse, den mochte ich auch sehr! Und den alten Herrn mit der Xanthippe von Ehefrau, der die Tote gefunden hatte (ich weiß seinen Namen leider nicht mehr).

Haha, ja, der war super. Vor allem konnte ich seine Aktion ziemlich gut nachvollziehen. :breitgrins:
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Re: Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft
« Antwort #5 am: 18. November 2011, 20:50:36 »

Haha, ja, der war super. Vor allem konnte ich seine Aktion ziemlich gut nachvollziehen. :breitgrins:

Ich auch!
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odenwaldcollies

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Re: Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft
« Antwort #6 am: 26. November 2011, 18:10:53 »

Meine Meinung:

Mein erster Schweden-Krimi, in dem es nicht nur düster, grausam und depressiv zugeht :breitgrins: Es ist ein solider und ruhiger Krimi ohne Längen - wer Action und packende  Spannung erwartet, ist mit diesem Buch eher schlecht bedient. Dennoch fand ich die Handlung nicht vorhersehbar und hatte bis fast zum Schluß nicht wirklich eine Ahnung, wer der Mörder ist.

Die wichtigsten Figuren werden gut ausgeleuchtet - die beiden Hauptfiguren, Erica Falck und Patrik Hedström, sind besonders sympathisch, weil sie nicht perfekt sind, sondern wie jedermann so ihre Problemchen haben.
Bei manchen Figuren waren mir allerdings fast zu viel Klischee drin, wie z.B. die Hässlichen sind auch die Unsympathischen usw. Aber das hält sich gerade noch im Rahmen.

Achja, man sollte das Buch eher nicht lesen, wenn man Hunger hat: es wird immer wieder gut und viel gegessen mit Angaben von Zutaten und Zubereitung. Und dank Annabas weiß ich auch, wie die leckeren Zimtschnecken schmecken  :breitgrins:

Das war auf jeden Fall nicht mein einziger und letzter Fjällbacka-Roman.

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« Letzte Änderung: 26. November 2011, 18:12:47 von odenwaldcollies »
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odenwaldcollies

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Re: Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft
« Antwort #7 am: 26. November 2011, 18:17:03 »

Haha, ja, der war super. Vor allem konnte ich seine Aktion ziemlich gut nachvollziehen. :breitgrins:

Ich auch!
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Den fand ich auch klasse - während des Romans mußte ich öfters an ihn denken und habe gehofft, daß man erfährt, ob sein Vorhaben gelingt oder nicht :breitgrins:
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Aurian

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Re: Camilla Läckberg: Die Eisprinzessin schläft
« Antwort #8 am: 05. März 2012, 00:00:50 »

Band 4 und 6 dieser Reihe habe ich bereits gelesen und da  mir die Bücher sehr gut gefallen haben, bin ich neugierig auf Band 1 geworden und ich wurde nicht enttäuscht. Es hat mir viel Spaß gemacht, über den Beginn von Ericas und Patriks Beziehung zu lesen.

Das Buch lässt sich gewohnt angenehm lesen, denn der Autorin versteht es ganz wunderbar die Atmosphäre im verschneiten Fallbäcke heraufzubeschwören, dabei verzichtet sie auf detaillierte Beschreibungen von grausigen Details, was der Spannung jedoch nicht schadet.

Sie nimmt sich die Zeit, diese Geschichte in Ruhe zu erzählen und gibt ihren Personen Raum um sich zu entwickeln. Deshalb ging es mir anfangs zu langsam voran, doch dann habe ich das Buch regelrecht verschlungen.

Mellberg, den Leiter der Polizeistelle, fand ich etwas überzeichnet. Das ging sogar so weit, dass ich richtig froh war, wenn seine Szenen vorüber waren. Der Kerl ist einfach widerlich. Vielleicht hat die Autorin ihn auch bewusst so extrem dargestellt, damit der Leser die Gefühle seiner Untergebenen regelrecht mitfühlen kann, was ihr bei mir auf jeden Fall gelungen ist.  :breitgrins:

Nicht immer steht der Mord im Vordergrund, sondern auch die ermittelnden Personen, zu denen ich auch Erica zähle. Nach und nach entfaltet sich das ganze Ausmaß einer Tragödie, die weit in der Vergangenheit ihre Wurzeln hat. Leider waren manche Dinge für mich vorhersehbar, wie z.B. das Geheimnis um Alexandras Schwester. Doch mit einigen anderen Wendungen hat mich die Autorin dann wieder überrascht.

Alles in allem habe ich das Buch sehr gerne gelesen und freue mich schon auf die Fortsetzung.

Fazit: Ein atmosphärischer Krimi aus dem hohen Norden, der ohne viel Action auskommt.

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Liebe Grüße
Aurian
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