Band 4 und 6 dieser Reihe habe ich bereits gelesen und da mir die Bücher sehr gut gefallen haben, bin ich neugierig auf Band 1 geworden und ich wurde nicht enttäuscht. Es hat mir viel Spaß gemacht, über den Beginn von Ericas und Patriks Beziehung zu lesen.
Das Buch lässt sich gewohnt angenehm lesen, denn der Autorin versteht es ganz wunderbar die Atmosphäre im verschneiten Fallbäcke heraufzubeschwören, dabei verzichtet sie auf detaillierte Beschreibungen von grausigen Details, was der Spannung jedoch nicht schadet.
Sie nimmt sich die Zeit, diese Geschichte in Ruhe zu erzählen und gibt ihren Personen Raum um sich zu entwickeln. Deshalb ging es mir anfangs zu langsam voran, doch dann habe ich das Buch regelrecht verschlungen.
Mellberg, den Leiter der Polizeistelle, fand ich etwas überzeichnet. Das ging sogar so weit, dass ich richtig froh war, wenn seine Szenen vorüber waren. Der Kerl ist einfach widerlich. Vielleicht hat die Autorin ihn auch bewusst so extrem dargestellt, damit der Leser die Gefühle seiner Untergebenen regelrecht mitfühlen kann, was ihr bei mir auf jeden Fall gelungen ist.

Nicht immer steht der Mord im Vordergrund, sondern auch die ermittelnden Personen, zu denen ich auch Erica zähle. Nach und nach entfaltet sich das ganze Ausmaß einer Tragödie, die weit in der Vergangenheit ihre Wurzeln hat. Leider waren manche Dinge für mich vorhersehbar, wie z.B. das Geheimnis um Alexandras Schwester. Doch mit einigen anderen Wendungen hat mich die Autorin dann wieder überrascht.
Alles in allem habe ich das Buch sehr gerne gelesen und freue mich schon auf die Fortsetzung.
Fazit: Ein atmosphärischer Krimi aus dem hohen Norden, der ohne viel Action auskommt.

Liebe Grüße
Aurian