Der vierte Gesang war ja ziemlich kurz:
Zeus schlägt vor, den Krieg gemäß der Abmachung zwischen Griechen und Trojanern friedlich zu beenden, doch Hera und Athena grollen den Trojanern offenbar immer noch wegen des
Parisurteils. Athena kann sich noch zurückhalten, doch Hera beschwert sich. Zeus wirkt wegen der ständigen Streitereien mit Hera ziemlich genervt und gibt daher schließlich nach.
Nun kommt's aber: Zeus gibt Athena den Auftrag, dafür zu sorgen, dass die Troer den beschworenen Eid brechen. Zeus torpediert also den heiligen Eid, den die Griechen und Trojaner bei ihm selbst geschworen haben. Nicht gerade die feine englische Art! Auch hier zeigt sich, dass die Götter bis auf ihre Allmacht und Unsterblichkeit genau wie die Menschen sind: Sie sind hinterlistig, verfolgen ihre eigenen Interessen und sind schnell tödlich beleidigt (Parisurteil, Apollon im 1.Gesang).
Nach dem Eidbruch durch den auf Menelaos abgeschossenen Pfeil des Pandaros ist von Frieden natürlich keine Rede mehr und die beiden Parteien bereiten sich auf die Schlacht vor. Agamemnon geht durch das griechische Heer und rüffelt alle, die untätig herumstehen. Nach diesem Ansporn geht's dann zur Sache. Dabei schildert Homer das Sterben der Griechen und Trojaner schonungslos und detailliert, z.B. hier:
Sehnen zugleich und Knochen zerschmetterte sonder Verschonen
Ihm der entsetzliche Stein, dass er rücklings hinab auf den Boden
Taumelte, beide Händ' umher zu den Freunden verbreitend,
Atemlos hinschlummernd. Da nahete, der ihn verwundet,
Peiros, und bohrte ihm die Lanz in den Nabel ihm; und es entstürzten
Alle Gedärme zur Erd, und Nacht umhüllt' ihm die Augen.
Ich muss sagen, dass ich jetzt schon teilweise mit den Namen verwirrt bin, aber ich hoff, dass kommt noch
Das denke ich auch. Bei "Krieg und Frieden" habe ich nur während der ersten Kapitel eine Liste benötigt, danach gings wie von selbst. Und Homer lässt viele neu eingeführte Helden auch gleich wieder abtreten, wie dieser Gesang zeigt
