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Autor Thema: Cormac McCarthy - Die Straße  (Gelesen 5478 mal)

schokotimmi

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Re: Cormac McCarthy: Die Straße
« Antwort #30 am: 12. April 2010, 14:11:51 »

Hallo Doris,

sehr merkwüridg, dass mich die erste verspoilerte Stelle jetzt aufgrund der veränderten Verhältnisse noch viel mehr berührt als damals. Nicht dass mir Kinder damals gleichgültiger waren, aber man nimmt es als Mama nochmal anders wahr.

Nach deinem Posting kann ich dir nur nochmal empfehlen, dass Buch zu beenden, wenn du wieder mal die Muße dazu findest. Es lohnt sich, denn ich finde das Ende sehr gelungen - es passt sehr gut.
Ich kann natürlich auch sehr gut verstehen, wenn du es dabei beläst - es ist wirklich hart. Sachbücher lesen sich da irgendwie um einiges harmloser.

Viele Grüße
schokotimmi
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Doris

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Re: Cormac McCarthy: Die Straße
« Antwort #31 am: 12. April 2010, 22:05:40 »

sehr merkwüridg, dass mich die erste verspoilerte Stelle jetzt aufgrund der veränderten Verhältnisse noch viel mehr berührt als damals. Nicht dass mir Kinder damals gleichgültiger waren, aber man nimmt es als Mama nochmal anders wahr.

Hallo schokotimmi,

so geht es mir auch, seit ich Kinder habe. Wobei ich in diesem Fall fast sicher bin, dass mich die Stelle genauso betroffen hätte, wenn ich es vor meiner Zeit als Mutter gelesen hätte.

Wenn du magst, kannst du mir das Ende ohne Details per PN schreiben. Weiter oben hattest du ja geschrieben, dass es dir gut tat, das Ende zu lesen. Wenn es die Härte des Inhaltes relativiert, schließe ich vielleicht noch meinen Frieden damit.

Liebe Grüße
Doris

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Lucius Annaeus Seneca

schokotimmi

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #32 am: 12. April 2010, 23:41:10 »

Hallo Doris,

ich hoffe die PN ist angekommen und ich habe dir auch nicht zu viel verraten. Mich würde dann interessieren ob du ein wenig versöhnt bist...

Viele Grüße
schokotimmi
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Doris

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #33 am: 13. April 2010, 21:27:26 »

Hallo schokotimmi,

ja, danke, die Mail ist angekommen und gelesen. Versöhnt - na ja, halbwegs schon. Mir war schon klar, dass der Tod eine Rolle spielt, das bleibt ja bei den geschilderten Umständen gar nicht aus. McCarthy schafft damit den Spagat, das Buch nicht zu düster enden zu lassen und gleichzeitig ein Ende, das völlig unglaubhaft wäre, zu vermeiden. Außerdem bleibt Platz für Spekulationen, die es dem Leser erlauben, sich selbst wieder ein bisschen aus dem negativen Gedankenwirrwarr zu ziehen, sofern er denn optimistisch genug ist.

Aber damit ist es auch abgehakt für mich. Das Buch bekommt die Bücherei wieder zurück und ich lasse in Zukunft besser die Hände von Endzeit-Werken.

Liebe Grüße
Doris
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schokotimmi

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #34 am: 13. April 2010, 22:58:13 »

Hallo Doris,

nun bin ich auch ein bisschen versöhnt, denn ich glaube dass die Geschichte nun auch für dich halbwegs gut beendet ist. Genau so wie du geschrieben hast sehe ich das Ende auch - nicht übertrieben positiv und damit unglaubwürdig, aber mit einem Hoffnungsschimmer.
Ich fand es wirklich positiv passend zur ganzen Geschichte, denn ich würde von mir behaupten meist Optimist zu sein. :zwinker:

Viele Grüße
schokotimmi
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whiskers

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #35 am: 22. Mai 2010, 22:37:38 »

Bei mir ist es auch noch nicht allzu lange her, seitdem ich das Buch gelesen habe und kann mich deshalb noch gut an die Szenen erinnern.  Ich fand die Szenen auch heftig und verstoerend; ueberhaupt der Gedanke so eine Katastrophe zu ueberleben und dann auch noch mit Kind!
Es ist jedenfalls beeindruckend, wieviel der Autor mit seinem schlichten Schreibstil ausdruecken und beschreiben kann. Eine Welt, in der alles nur grau und tot ist und Lebensmittel nur sehr schwer auffindbar. Das Misstrauen den Mitmenschen gegenueber, keine Zukunftsperspektive und immer die Sorge um das Kind, falls einem selbst etwas passiert.
Das Buch hat mich sehr nachdenklich gestimmt, aber auch bedrueckt. Nichts, das ich jeden Tag lesen koennte aber trotzdem lesenswert.

 4ratten

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Dottie

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #36 am: 06. August 2010, 16:35:45 »

Mein Kollege hat mir das Buch empfohlen und ich habe es direkt bestellt. Ich dachte, wenn jemand so begeistert ist, dann ist das Buch wohl richtig gut. Nun habe ich es gelesen und ich muss sagen, das ist das Schrecklichste, was ich je gelesen habe. So bedrückend und traurig. Mit so wenigen Worten wurden so viele Emotionen in mir ausgelöst - zum Schluss hatte ich sogar mit den Tränen zu kämpfen. Jetzt bin ich erstmal froh, dass ich das Buch beendet habe - irgendwie hab ich das Gefühl, ich muss das erstmal verarbeiten. Wenn ich darüber nachdenke, wie ich reagieren würde, wenn ich einer der letzten Überlebenden wäre, komme ich zu keinem Ergebnis. Würde ich mich direkt erschießen oder würde ich versuchen zu überleben? Keine Ahnung - das ist auch etwas, worüber ich mir bisher noch nie Gedanken gemacht habe und was hoffentlich nie geschehen wird.

Von mir 5ratten.
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Mira

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #37 am: 10. September 2010, 13:24:26 »

Die Buchverfilmung mit Viggo Mortensen und Charlize Theron kommt im Oktober in die Kinos.
Infos bei imdb: Klick
Vielleicht interessiert es jemanden.
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Stormy

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #38 am: 10. September 2010, 13:38:42 »

Wow! Danke ihr alle für die vielen, spannenden Meinungen  :winken:

Ich will im November den Film schauen gehn (mit meinem Lieblingsschauspieler Viggo Mortensen, hehe  :breitgrins:) und schaffe es vermutlich nicht mehr vorher, das Buch zu lesen. Aber da muss es auf jeden Fall auf die Liste.

@Mira: Wie im Oktober? Sag bloss noch, ihr kommt wieder mal früher dran... aber ich glaube, das steht dann erst ein oder zwei Wochen vor dem Start wirklich fest.


Liebe Grüsse
Stormy
« Letzte Änderung: 10. September 2010, 13:50:58 von Stormcrow »
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Mira

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #39 am: 10. September 2010, 14:01:20 »

Deutschland 7. Oktober (filmstarts.de), Österreich 8. Oktober (filmering.at) und Schweiz wohl erst Anfang Dezember (movies.ch). Alles andere findet sich bei imdb.com

Alle Angaben ohne Gewähr  :breitgrins:
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Stormy

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #40 am: 10. September 2010, 14:13:58 »

Ah, Anfang Dezember, geht's denen noch?? :grmpf:  :wand:  :nudelholz:

Das verstehe ich echt nicht, warum das hier immer länger dauert als z.B. in Deutschland, aber das gehört dann wohl eher in den Kino-Thread.
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Erendis

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #41 am: 19. September 2010, 12:37:48 »

Cormac McCarthy - The Road (Die Straße)



Selten hat mich ein Buch so beeindruckt wie dieses. Ein Mann und dessen Sohn, deren Namen unbekannt bleiben, sind in einer verbrannten, zerstörten Welt auf dem Weg in den Süden, wo sie mehr Wärme und mehr Licht zu finden hoffen. Aber sie wissen nicht, ob sie dies dort wirklich vorfinden werden. Der Vater ist todkrank und weiß, dass er in absehbarer Zeit sterben wird. Soll er seinen Sohn dann mit in den Tod nehmen, um ihm noch größeres Leid zu ersparen? Was würde aus dem Sohn werden, wenn er das nicht täte?

Beeindruckend sind McCarthys eindringliche, fast schon poetisch anmutende Beschreibungen der verbrannten, trostlosen Landschaft, welche die nicht näher erläuterte Katastrophe hinterlassen hat. Es gibt keine Tiere mehr und kaum noch Pflanzen, nur vereinzelt sind noch Menschen unterwegs. Vor diesen letzten Menschen verstecken sich Vater und Sohn, um nicht deren Kannibalismus zum Opfer zu fallen. Sie selbst ernähren sich vorwiegend von gefundenen Konserven.
Es ist schwierig, in einer solchen Welt noch gut und böse zu unterscheiden. Immer wieder stellt sich der Leser die Frage, wie er selbst sich in einer derartigen Situation verhalten würde. Wobei ich zu dem Ergebnis kam, dass man im Vorhinein nicht wissen kann, wie man in einer derartigen Extremsituation handeln würde – wie weit man gehen würde, um zu überleben.

Es wird gezeigt, dass einige Menschen nicht davor zurückschrecken, andere Menschen zu töten, um selbst ihren Hunger stillen zu können und sein eigenes Überleben zu sichern. Anstatt blutrünstige Horrorszenen zu schildern, belässt es der Autor hierbei bei Andeutungen und „Momentaufnahmen“ – doch das Grauen entfaltet sich dadurch viel mehr, als dies bei einer expliziten Beschreibung der Gräueltaten der Fall wäre.

In starkem Kontrast zur Grausamkeit vieler der überlebenden Menschen wird die innige Vater-Sohn-Beziehung geschildert. Es wird zwar nicht viel miteinander gesprochen, die Dialoge bestehen meist nur aus einigen kurzen, einfachen Sätzen. Doch diese wenige Worte entfalten eine größere Wirkung, als es seitenlange Dialoge vermöchten. Der Autor verzichtet bei den Dialogen auf Anführungszeichen und grenzt sie auch nicht immer durch den Beginn einer neuen Zeile vom laufenden Text ab. Das erschwert zwar teilweise das Lesen ein wenig, doch empfand ich es der Qualität des Buches nicht abträglich. Vielmehr hilft es, die Kargheit darzustellen, in der sich die Protagonisten bewegen. 

Der einzige Sinn, den der Mann noch im Leben sieht, ist der, seinen Sohn zu beschützen. Doch umgekehrt schützt auch der Sohn seinen Vater: er bewahrt ihn davor, ebenso zu verrohen wie viele der Menschen, vor denen sie auf der Flucht sind. Immer mehr wird er zum Gewissen seines Vaters. Das Kind hat keine Erinnerung an die Welt, wie sie vorher war. Es ist in die Katastrophe hineingeboren worden. Die Mutter hat sich kurz darauf das Leben genommen.
Der Mann erinnert sich ab und zu an die Welt, wie sie früher war. Doch bleiben diese Erinnerungen seltsam fern, scheinen keine Bedeutung mehr für ihn zu haben, denn diese Welt ist unwiederbringlich verloren. Hoffnung gibt es keine mehr.

Die Lektüre des Romans ist beklemmend, brachte mich zum Frösteln und lehrte mich gleichzeitig, unsere Welt wieder mehr schätzen zu lernen, die Schönheit der Natur und die kleinen Annehmlichkeiten, die unser Leben trotz einiger Alltagssorgen doch lebenswert machen. Ein beeindruckendes Meisterwerk, das den Pulitzerpreis mehr als verdient hat.

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LG,
Erendis

:lesen: Tad Williams - Der Blumenkrieg / Christa Wolf - Der geteilte Himmel

Aeria

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #42 am: 19. November 2010, 14:57:01 »

Ich habe mir die Club-Ausgabe gegönnt und in zwei Tagen gelesen. Wahrscheinlich hätte ich es auch an einem geschafft, aber zwischendurch musste ich einfach mal weg von dem Buch.

Obwohl ich schon durch viele Rezis wusste, worauf ich mich einlasse, hat mich das Buch umgehauen. Es ist total verstörend und hat zumindest bei mir den heftigen Wunsch ausgelöst, sofort einen Keller voll Vorräte anzulegen. Weil man als Leser nicht weiß, was genau die Apokalypse im Buch ausgelöst hat - ich glaube auch nicht, dass McCarthys Buchfiguren das wissen - kommt einem immer wieder der Gedanke, so etwas könnte auch hier jederzeit passieren. Ich fand den Roman beängstigend (und) realistisch.

Am Anfang hatte ich Probleme mit dem Text - "Was hat McCarthy gegen Anführungszeichen?!" Aber inzwischen denke ich, zu dieser Geschichte passt es einfach.

Das Buch kommt wieder auf den SUB, das werde ich nochmal lesen.

5ratten

***
Aeria
« Letzte Änderung: 19. November 2010, 14:58:33 von Aeria »
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Wenn schon Edward, dann Rochester!

Grevinna

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #43 am: 20. Juni 2011, 22:25:07 »

Selten ist es mir so schwer gefallen, mir eine klare Meinung über ein Buch zu bilden.
Nach den ersten 30 - 40 Seiten wollte ich schon aufgeben, einfach weil es mir schwer gefallen ist, mit der Sprache warm zu werden (schon allein die fehlenden Anführungszeichen bei den Dialogen sind gewöhnungsbedürftig). Ich bin froh, dass ich trotz anfänglicher Schwierigkeiten weitergelesen habe, denn am Ende hatte ich das Buch an einem Tag durchgelesen und hätte sicherlich etwas verpasst, wenn ich nach 40 Seiten aufgegeben hätte.

Gerade am Anfang gibt es schon viele Wiederholungen und auch wenn ich jetzt im Nachhinein der Meinung bin, dass es ganz gut so ist, um die Eintönigkeit der postapokalyptischen hervorzuheben, hat es beim Lesen doch ein wenig genervt.
Aber das ändert sich später, es passiert etwas mehr und die sich immer wieder wiederholenden Ereignisse wirken nicht mehr so aufdringlich. Auch meine Meinung über den Sprachstil habe ich während der Lektüre geändert. War es anfangs schwer für mich, mich an die minimalistische Schreibweise zu gewöhnen, war es später gerade diese, die mich in vielen Situationen besonders berührt hat. Vieles wird nur angedeutet und der Rest bleibt der Fantasie des Lesers überlassen, was wirksamer ist als das Grauen auszuschreiben.

Ein kleiner Kritikpunkt sei dennoch erlaubt: Es hat lange gedauert hat, bis ich wirklich mit den Protagonisten mitfühlen konnte, da man sehr wenig über sie erfährt, nicht einmal ihre Namen. Man erfährt nur Bruchstücke darüber, wie das Leben des Mannes vor der Katastrophe war; der Junge ist ja in diese Situation hineingeboren worden. Ein paar Rückblicke mehr hätten den Verlust sicherlich greifbarer gemacht und eine schnellere Identifikation mit den Charakteren ermöglicht.
Dennoch erfährt man im Endeffekt genug. Um den Antrieb des Mannes, der ihn dazu bringt, so lange in dieser unwirtlichen Welt zu überleben, zu verstehen, reicht eigentlich der folgende Textausschnitt:
"Er wusste nur, dass das Kind seine Rechtfertigung war. Er sagte: Wenn er nicht das Wort Gottes ist, hat Gott nie gesprochen."

'Die Straße bringt einen zum Nachdenken. Wie würde man selbst reagieren, wenn man auf einmal vor dem buchstäblichen Nichts steht? Wenn man einer der wenigen Überlebenden in einer zerstörten Welt ist, ohne wirkliche Hoffnung auf etwas Besseres ' würde man selbst noch kämpfen oder aufgeben? Und wie würde man auf Fremde reagieren, wenn man wüsste, dass jeder den eigenen Tod bedeuten könnte? Würde man gar selbst Menschenfleisch essen, um zu überleben?
Natürlich beantwortet man gerade die letzte Frage mit einem entschiedenen Nein, aber man muss wohl erst in die Situation kommen, um wirklich sicher sein zu können und ich hoffe, dass ich mir nie sicher sein werde.

Ich vergebe 4 Ratten.
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Klassikfreund

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Re: Cormac McCarthy - Die Straße
« Antwort #44 am: 21. Juni 2011, 08:49:36 »

Würde man gar selbst Menschenfleisch essen, um zu überleben?
Natürlich beantwortet man gerade die letzte Frage mit einem entschiedenen Nein,

Ich weiß nicht, ob die Frage so eindeutig beantwortet werden kann. Es gab auch schon Überlebende von Flugzeugabstürzen, die Menschenfleisch essen mussten. In absoluten Notsituationen ist das doch in unserer Gesellschaft moralisch nicht geächtet, oder?

Gruß, Thomas
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