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Autor Thema: Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken  (Gelesen 3784 mal)

Manjula

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Re: Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken
« Antwort #15 am: 27. Mai 2007, 12:38:04 »

Bartlebooth, Aeria: Ihr verwirrt mich :elch:
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Bartlebooth

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Re: Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken
« Antwort #16 am: 27. Mai 2007, 12:42:19 »

Von "Heimtücke" kann da allerdings nur die Rede sein, wenn man die Episode isoliert betrachtet. Was man nicht tun sollte. Die "Mars-Chroniken" sind ja keine Erzählungssammlung, sondern ein Roman.

Herzlich: Bartlebooth.

EDIT @Manjula, wahrscheinlich suchst du die von Aeria angegebene Stelle.
« Letzte Änderung: 27. Mai 2007, 12:45:11 von Bartlebooth »
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Manjula

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Re: Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken
« Antwort #17 am: 27. Mai 2007, 12:52:03 »

Hallo Bartlebooth,

jetzt hast Du mich erst recht neugierig gemacht - habe eben auf ebay für die Mars-Chroniken geboten.

Vielen Dank für Eure Hilfe, Bartlebooth und Aeria  :smile:

Liebe Grüße
Manjula
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Re: Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken
« Antwort #18 am: 20. September 2008, 16:04:52 »

Ich habe grade die Mars-Chroniken beendet und muss sagen, dass ich lange kein Buch mehr gelesen habe, was so ein beklemmendes Gefühl hinterlassen hat! Eigentlich ist SciFi (oder wo immer man jetzt das Buch einordnen will, wenn ich eure alten Posts so lese  :elch:) so gar nicht mein Ding, aber Bradbury konnte mich hier richtig mitreißen. Besonders der Anfang war super, als man noch nicht so recht wusste, wo man die Marsianer einordnen soll. Besonders beeindruckend finde ich, dass diese Geschichte schon in den 40er Jahren geschrieben wurde und trotzdem noch sowas von akutell ist. Ich glaube, jetzt muss ich erstmal etwas lustiges lesen oder ansehen...
Trotzdem gibt es von mir  4ratten!
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Ophelia

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Re: Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken
« Antwort #19 am: 10. Januar 2012, 20:54:54 »

Ray Bradbury ~ Die Mars-Chroniken

Seiten: 373
Verlag: Diogenes
Erscheinungsjahr: 1950




"Es ist gut, das Staunen neu zu erlernen", sagte der Philosoph. "Die Raumfahrt hat uns alle wieder zu Kindern gemacht."

In 28 Erzählungen, die für sich selbst stehen, inhaltlich aber miteinander zusammenhängen und zum Teil ineinandergreifen, thematisiert Bradybury die Besiedlung der Menschen auf dem Planeten Mars. Im Jahr 2030 landet die erste bemannte Rakete auf dem Planeten mit den blauen Felsen, doch diese und einige folgende Missionen gehen gründlich schief - manche Marsianer sind nämlich nicht so freundlich, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.

Doch geht es in diesem Werk zentral nicht um technische Errungenschaften und Raumfahrt an sich - Bradbury entlarvt hier vielmehr den Menschen als Okkupierer, Zerstörer, unverbesserlichen "Weltverbesserer", Missionar und Kriegstreiber. Er bricht zu fremden Planeten auf, um dem Leben auf der Erde zu entrinnen, und kann doch das Anderssein der Marsbewohner und ihres Planeten nicht akzeptieren. Er formt und biegt sich die neue Heimat so hin, wie er sie gerne haben möchte - möglichst erdähnlich! Er könnte es besser machen, er könnte aus der Vergangenheit lernen und neu beginnen, doch er gibt keine Ruhe, bis nicht der letzte Marsianer vom Mars verschwunden ist. Diese an und für sich sehr zynischen und bedrückenden Gedanken verpackt Bradbury in einem unglaublich fantasievollen, bunten, poetischen und ironischen Sammelsurium aus Geschichten, die einen ganz eigenen erzählerischen Sog entwickeln und nicht mehr loslassen.

Das Ende ist in seinem Zynismus sehr passend - allerspätestens da beginnt man als Leser, sich seine eigenen Gedanken zu machen.

5ratten


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Liafu

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Re: Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken
« Antwort #20 am: 06. März 2012, 11:51:30 »

Ich hatte am Anfang leichte Schwierigkeiten mit dem Buch, aber nach und nach hat sich meine Meinung dann doch sehr zum positiven hin entwickelt. Ob das nun unter Fantasy oder Science Fiction fällt, oder wie realistisch das alles aus technischer Sicht ist, ist mir dabei herzlich egal. Mich fesselt Bradbury wie immer vor allem mit seiner wunderbaren Sprache, die mich auch diesmal wieder ganz in sein Buch abtauchen ließ.
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tina

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Re: Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken
« Antwort #21 am: 13. Mai 2012, 18:23:23 »

Ich habe heute mit diesem Buch begonnen und nach 130 Seiten bin ich begeistert, wie schon zuvor von "Fahrenheit 451" welches ebenfalls aus der Feder desselben Autors stammt.

Es geht in diesem Buch darum, dass die Menschen in der Zukunft, im Jahre 2030, die ersten bemannten Reisen zum Mars unternehmen, um zu sehen, ob es möglich ist auf unserem Nachbarplaneten zu leben. Dazu muss man sagen, dass Bradbury dieses Buch 1946 begonnen hatte. Für ihn war 2030 die Zukunft. Für uns ist es eine sehr nahe und erreichbare Zukunft. Sieht man mal davon ab, dass der Mars keine Atmosphäre und auch keine atembare Luft besitzt, so nimmt dieses Buch dennoch keinen Schaden, was den Inhalt anbelangt. Vor allen Dingen geht es hier um das Thema Mensch, Eroberung und Kolonisation. Die Frage, ob der Mensch überhaupt fähig ist ein außerterrestrisches Leben zu führen und in Interaktion mit einer anderen Spezies zu treten. Bisher sieht es allerdings nicht so aus. Es geht dabei nicht um die technischen Fähigkeiten, sondern die sozialen und ethischen Einstellungen, welche unabdingbar sind, um einer fremden Spezies mit Respekt und vorurteilsfrei entgegenzutreten. Zu akzeptieren, dass der Mensch per se nicht das Maß aller Dinge ist. Es ist faszinierend mit welch subtiler Art der Autor diese Fragen dem Leser untermogelt und dabei trotzdem ein unterhaltsames Buch erschaffen hat.

Ich bin schon gespannt, wie diese Geschicht endet. Ich habe ja schon so meine Befürchtungen.

Viele Grüße Tina
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sandhofer

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Re: Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken
« Antwort #22 am: 13. Mai 2012, 20:28:17 »

Für ihn war 2030 die Zukunft. Für uns ist es eine sehr nahe und erreichbare Zukunft.

Statistisch gesehen muss ich für meine Person allerdings hinter "erreichbar" schon ein kleines Fragezeichen setzen ...  :belehr:
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tina

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Re: Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken
« Antwort #23 am: 13. Mai 2012, 20:42:45 »

Na komm Sandhofer, mach kein Mist... was wäre hier die klassische Literatur ohne Dich... du musst weitermachen und komm nicht mit Ausreden wie Alter, das zählt nicht...  :knuddel:
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tina

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Re: Ray Bradbury - Die Mars-Chroniken
« Antwort #24 am: 15. Mai 2012, 18:58:30 »

Ray Bradbury – Die Mars-Chroniken


OT: The Martian-Chronicles
OA: 1946
272 Seiten
ISBN: 9783257208634

Klappentext:
Diese Geschichte einer Folge von Reisen, die Erdbewohner zum Mars bringen - Raumfahrer, dann Pioniere, darauf Spinner und schließlich die Überlebenden des letzten Weltkriegs auf der Erde -, ist zu einem Klassiker der Science Fiction geworden. (The New York Times Book Review)

Eigene Meinung:
Ich bin begeistert von diesem Buch. Es fällt unter das Genre Science Fiction, aber nur alleine dies wird diesem Buch nicht gerecht. Es ist viel mehr, Es ist sogar eher eine Utopie und eine Gesellschaftsstudie der Spezies Mensch und die fällt für jene nicht positiv aus. In diesem Buch wird beschrieben wie sich unsere Erdenbewohner auf dem, von ihnen kolonialisierten Planeten Mars verhalten. Wie sie mit dem Planeten umgehen und den Marsianern, der Spezies, welche schon seit Jahrtausenden auf dem Planeten lebt.
Die Geschichte spielt zwar auf dem Planeten Mars aber letztendlich wurde sie schon oft hier auf der Erde, zu allen erdenklichen Zeiten, gespielt und wird es immer wieder, weil der Mensch einfach nicht lernt und anscheinend nicht in der Lage ist, sich ethisch und moralisch weiterzuentwickeln. Weil er schwache und freundliche Lebewesen unterdrückt und sich selbst für das Maß aller Dinge hält. Weil der Mensch rassistisch ist und einen extremen Mangel an Empathie aufweist. Leider ist dieser hervorragend geschriebene Roman keine Fiktion, was die Verhaltensmuster der Menschen anbelangt. Dieses hat sich seit Jahrtausenden leider immer wieder bestätigt. Die Sprache, welcher Bradbury sich bedient ist bildreich und fast schon poetisch zu nennen und macht es somit zu einem Genuss dieses Buch zu lesen, auch wenn die Grundstimmung der Erzählungen doch eher düster ist. 

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Tina
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