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Autor Thema: Stephen King - Love  (Gelesen 3099 mal)

Aredhel

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Antw:Stephen King - Love
« Antwort #15 am: 13. September 2009, 13:05:11 »

Ich habe auch schon viel von Stephen King gelesen und mag sowohl seine älteren als auch seine neuen Werke. "Love" allerdings ist wirklich besonders hervorzuheben.

Horrorlastig ist das Buch wirklich nicht, aber deshalb auch keineswegs langweilig. Die Handlung von "Love" (wobei der englische Titel "Lisey's Story" besser passt) ist unheimlich komplex und tiefgründig. Während Lisey nach zwei Jahren endlich damit beginnt, sich mit dem Nachlass ihres verstorbenen Mannes Scott Landon, einem erfolgreicher Schriftsteller, zu befassen, wird die Geschichte ihrer Ehe in Rückblenden mehr und mehr preisgegeben. Erinnerungen an eine andere Welt,  die Lisey längst verdrängt hatte, kommen in ihr hoch, eine Welt, die sowohl wunderschön als auch bedrohlich ist, denn bei Nacht wird sie von unheimlichen Wesen bewohnt, von denen das schlimmste Scotts Long Boy ist.

Zwar klingt das jetzt doch wieder nach Horror, aber wenn, dann ist dieser ziemlich unterschwellig und schleichend, eher die Art, die dem Leser eine Gänsehaut über den Rücken jagt als dass sie ihn erschrocken zusammenzucken lässt.
Hauptsächlich geht es aber um Lisey und Scott, um die Ehejahre und die Zeit davor, um Scotts schreckliche Kindheit (die die vielleicht gruseligste Szene des Buches beinhaltet) und wie Lisey Scotts Tod nach und nach verarbeitet.

Für zusätzliche Spannung sorgt ein Deep Space Cowboy (Kings Wort für einen fanatischer Fan), der anfängt, Lisey zu verfolgen, angeblich, um an Scotts Nachlass zu kommen, was mit harmlos wirkenden Drohungen beginnt und bald bedrohliche Ausmaße annimmt.

Der Erzählstil ist sehr lebendig und hilft dem Leser, sich in die Charaktere hineinzuversetzen. Es wird immer wieder zwischen verschiedenen Zeiten hin und her gesprungen, was aber nie unangebracht wirkt, vielmehr passen Liseys Erinnerungen an ihre Zeit mit Scott und an Boo'ya Moon, wie Scott die andere Welt immer genannt hat, wunderbar zu den Erzählungen über die Gegenwart und kommen daher immer flüssig rüber.

An die Begriffe, die Lisey und Scott nur untereinander verwendet haben, gewöhnt sich der Leser schnell und bald kommen einem Begriffe wie 'Bool' ganz normal vor.

Für mich ist "Love" eines der besten und emotionalsten Bücher von King, auch wenn es sicher nicht für jeden Leser geeignet ist, besonders, wenn dieser Horror à la "Friedhof der Kuscheltiere" oder "Es" erwartet  :zwinker:

 5ratten
« Letzte Änderung: 15. Oktober 2009, 21:13:19 von Aredhel »
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katy_85

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Antw:Stephen King - Love
« Antwort #16 am: 22. Dezember 2009, 11:30:41 »

Ich lese dieses Buch gerade (vor Ewigkeiten angefangen, jetzt endlich wieder weitergelesen :rollen:) Irgendwie ist es nicht so meins. Ich hab schon ganz viele King-Bücher gelesen, zuletzt Duma Key. Ich mag King sehr gerne, aber mit diesem Buch tu ich mich ziemlich schwer irgendwie. 200 Seiten hab ich noch vor mir.  :redface:
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