Ich bin auch durch. Zum einen natürlich toll, so einen dicken Wälzer durch zu haben, aber gerade die letzten beiden Schriftrollen waren sehr bewegend und haben mich richtig in dieses Buch gezogen und mich das Ende miterleben lassen. Ja, wie ihr schon gesagt habt man hat es
erlebt. Das kann MG wirklich gut.
Okay, das Buch hat Längen es war für mich gerade in der 6. und 7. Schriftrolle auch eher zäh zu lesen. Aber MG hat es immer wieder geschaft spannende Momente zu beschreiben.
300 Seiten weniger hätten es hier sicherlich auch getan, manchmal fand ich doch etwas viel wiederholt. Ereignisse immer wieder, manchmal mit genau den gleichen Worten, wiedererzählt, das hätte nicht sein müssen.
Im großen und ganzen aber schon ein tolles Buch. Das mich in eine Welt entführt hat die ich noch nicht kannte. "Meine Zeit" ist eher das Mittelalter

. Aber dafür habe ich viel neues gelernt.
Kleopatra eine so bekannte, faszinierende Figur, wer war sie wirklich? Wir werden es nie erfahren aber so wie MG die Geschichte erzählt hat könnte es wirklich gewesen sein.
Es zeigt eine Frau mit vielen Facetten. Geliebte, liebende Mutter, eine Frau die dem Schönheitskult nicht abgeneigt war (ich sage nur Eselsmilch und all das andere), machtgierige Ziege und vieles mehr. Wahrscheinlich ist alles, was über sie geschrieben wurde, positiv wie negativ irgendwie wahr.
Mir hat gut gefallen, dass MG sie nicht nur als positives "Superweib" dargestellt hat, sondern auch beim Leser viel Unsympathie ihr gegenüber geweckt hat.
Grundsätzlich habe ich festgestellt, dass mir die historischen Romanbiografien von MG besser gefallen als die von Cornelia Wusowski.
Für mich schreibt Margaret George einfach spannender. Auch gibt es bei ihr immer ausführliche Nachworte die bei solchen Romanen für mich
unersetztlich sind. Die fehlen leider bei C. Wusowski.
Von mir bekommt das Buch 4 Ratten, für einen wirklich schönen, spannenden, lehrreichen historischen Roman allerdings mit etwas Überlänge

.
