Nach der wehmütigen und traurigen dritten Schriftrolle gibt es in der vierten reichlich zu kichern und zu grinsen. Der arme Prinz konnte einem wirklich leid tun. Ich fand ihn sehr nett.
All die Mühe, ohne wirkliche Aussicht auf Erfolg, auch wenn er das nicht wissen konnte. Wer weiß, was man sich über Kleopatra so alles erzählte.

Mir tat er jedenfalls auch leid.
Und den armen Mardian hat sie auch ganz schön an der Nase herumgeführt. Er hat sein Bestes gegeben um sie an den Mann zu bringen.
hm, Antonius...also irgendwie kommt der an Caesar echt nicht ran, da geb ich Dir recht. Es prickelt bei mir überhaupt nicht, wenn er mit Kleopatra sich vergnügt. Caesar war in allem einfach viel spannender beschrieben.
Antonius ist viel direkter als Caesar. Ihm fehlt auch sicher die Ausstrahlung, die dieser hatte.
Antonius ist, so mein Eindruck, mehr der Mann fürs Grobe.
Im 41. Kapitel wird beschrieben wie kleopatra eine Dattel knabbert:
Sie waren süß, beinahe zu süß, fast künstlich. Wie soll ich das denn verstehen? Künstliche Datteln, künstlicher Geschmack? Mit Geschmacksverstärker, oder wie?

Und endlich kommen wir mal in die kosmetische Ecke für die Kleopatra so oft herhalten muss. Eselsmilch und dergleichen mehr!
Sie legt zwar Wert auf ihre Wirkung als Herrscherin von Ägypten, aber persönlich ist sie kaum als eitel zu bezeichen. Gerade das macht sie so normal und sympathisch.
Liebend gerne hätte ich ja ihren "Auftritt" vor Tarsos miterlebt. Es muss umwerfend gewesen sein. Schade, dass es damals noch keine Ferngläser gab.

Ihre Gäste haben diese Tage sicher nie vergessen und wenn es vielleicht nur wegen der kostbaren Geschenke war, die sie so großzügig verteilte.
Allein ihre Inszenierung beim letzten Bankett, als sie vorgab eine ihrer Perlen aufgelöst zu trinken.

Tja, es geht halt nichts über Bildung!