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Autor Thema: Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind  (Gelesen 8399 mal)

HoldenCaulfield

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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #30 am: 16. Juni 2009, 17:17:53 »

@Thanquola
Ja das hab ich auch schon des öfteren gehört^^
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Aurian

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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #31 am: 17. Juni 2009, 09:18:38 »

@Aurian, Holden: Angeblich werden ja sogar mehr Liebesromane von Männern geschrieben (unter weiblichem Pseudonym), als Liebesromane von Frauen.  :breitgrins:
Echt? Ist das die geheime Seite der Männer?  :breitgrins:  :gruebel:

(Ich muss da gerade an diesen Film mit Jack Nicholson denken, wo er diesen Stinkstiefel spielt, der zuhause aber ganz gefühlvolle Liebesromane schreibt.  :lachen: )
Ich liebe diesen Film!!!  :herz:
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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #32 am: 15. Juli 2009, 23:40:19 »

Rezension

Zufälliger könnte eine Zufallsbekanntschaft nicht sein. Eigentlich will Emmi nämlich nur ein Zeitschriftenabo kündigen, doch statt im elektronischen Postfach des Like-Magazins landen ihre eMails bei Leo Leike. Zunächst will dieser Emmi nur auf ihren Fehler hinweisen, doch bald schon beginnen die beiden, sich regelmäßig zu schreiben, sitzen nachts mit einem Glas Wein bzw. Whiskey vor dem PC und warten sehnsüchtig auf eine Nachricht des anderen.
Als nach einer Weile die zwangsläufige Frage nach einem Treffen im Raum steht, wird es jedoch kompliziert…

«Gut gegen Nordwind» ist ein moderner Briefroman, sozusagen ein eMail-Roman, der ausschließlich aus mal kürzeren, mal längeren Nachrichten besteht, über denen lediglich eine Zeitangabe und manchmal ein Betreff vermerkt sind.
Im Vorfeld war ich deswegen etwas skeptisch. Letztlich konnte ich bis auf 1-2 Ausnahmen aber mühelos den Überblick über den jeweiligen Absender behalten und fand es auch ganz reizvoll, dass man als Leser nie mehr wusste als das, was die Figuren in ihren eMails von sich preisgaben. Erst nach und nach konnte ich mir ein Bild von ihnen machen und ihre regelrechte Sucht nach dem Briefwechsel ergründen.

Am Anfang ist da wohl der Reiz des Neuen, des Anonymen, im Falle der verheirateten Emmi vermutlich auch der Reiz des Verbotenen. Man kann sich gut vorstellen, wie zwanglos und offen der Schriftverkehr mit einer fremden Person ist. Wie leicht es ist, sich aus den empfangenen Worten eine Fantasiegestalt zu erschaffen, die perfekt zu sein scheint.
Leo und Emmi jedenfalls geht es so. Sie plaudern nicht über Belanglosigkeiten, ganz selten erzählen sie sich gegenseitig von ihrem Privatleben. Sie schaffen sich eine eigene Welt, in der sie ihre Freundschaft zelebrieren und sich ausmalen, was sein könnte, aber eben nicht sein darf.

Ihre eMails sind klug, witzig und (meist) ehrlich. Es macht Spaß, den Austausch zwischen dem ruhigen, philosophierenden Leo und der schlagfertigen, manchmal rotzfrechen Emmi zu verfolgen.
Leider kommt man aber irgendwann an einen Punkt, an dem sich alles nur noch im Kreis dreht. Ständig stellen sich die beiden die Frage, ob sie sich nun treffen sollen oder ob ein realer Austausch das romantisch-virtuelle Band zwischen ihnen zerstören würde.
Emmis Nachrichten beginnen, aggressiv zu klingen. Sie kam mir regelrecht aufdringlich vor und plötzlich ist nichts mehr so zwanglos wie am Anfang. Es wird gestritten, geschmollt und geschwiegen. Bis das Ganze wieder von vorne losgeht, weil sie doch nicht voneinander lassen können.

Sicher, die Situation ist verzwickt und die Emotionen realistisch und schmerzlich-schön beschrieben. Aber ganz ehrlich? Irgendwann nervt es und als das Ende kam, war ich froh darüber.
Ob ich die Fortsetzung «Alle sieben Wellen» lesen werde? Irgendwann bestimmt. Man ist ja neugierig. Aber eilig habe ich es damit nicht.

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Doris

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Antw:Re: Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #33 am: 10. September 2009, 21:25:24 »

Ich konnte mir nicht vorstellen, wie man eine Handlung nur in E-Mails verpacken kann, doch ich muss sagen, nach meinem Empfinden ist das Glattauer gut gelungen. Das Buch liest sich flüssig und teilweise in rasantem Tempo, fast wie eine persönliche Unterhaltung. Langweilig fand ich es keine Minute, wenn auch der Höhepunkt in meinen Augen das persönliche Treffen der beiden in diesem Café war, also schon im ersten Drittel des Buches. Danach blieb die Spannung mehr oder weniger auf dem gleichen weniger hohen Niveau, aber es war trotzdem amüsant.

Von den beiden Hauptpersonen gefiel mir Emmi besser, weil sie um einiges vielschichtiger ist als Leo. Mit ihrer Art, ständig von anderen etwas zu fordern und herauszukitzeln und dann einen Rückzieher zu machen, wenn sie ihr Ziel tatsächlich erreicht hat, bildete sie eine schönen Gegenpol zu dem ruhigen und besonnenen Leo. Das Ende des Buches kam mir etwas unlogisch und unbefriedigend vor, aber irgendwie musse es ja schließlich enden.

4ratten

Das einzige Manko: man hätte im Schriftbild / Druck deutlich machen können, wer jetzt gerade schreibt, gerade weil ja nicht immer direkt von der anderen Person geantwortet wird.

Ja, das stimmt. Ich hatte auch schon mal die ein oder andere E-Mail, wo ich mir jetzt unsicher war. Vor allen Dingen verlor ich auch manchmal den Überblick, wenn es die ganze Zeit so hin und her ging. Also quasi immer nur ein Satz pro Mail.  :rollen:

Das war zumindest bei den Antwortmails immer ganz gut zu erkennen: Wenn die Antwort von Leo kam, stand da "AW:", wenn sie von Emmi war, "RE:".

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kleinbrina

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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #34 am: 18. September 2009, 16:43:13 »

Ich war von dem Buch nicht wirklich begeistert.

Ich kann mit Emmi überhaupt nichts anfangen. Ich selten eine unsympathischere Buchfigur erlebt.

Erstaunlicherweise hat mich jedoch der 2. Teil überzeugt.
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HoldenCaulfield

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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #35 am: 18. September 2009, 18:04:45 »

Ja Emmi ist schon so eine Figur für sich. Das Leo nicht von ihr lassen kann kann ich nur bedingt verstehn^^
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Wendy

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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #36 am: 21. September 2009, 14:51:49 »

Huhu!

Ich bin ehrlich erstaunt. Ich mochte die beiden Bücher eigentlich nur wegen Emmi. Diese Frau ist vielleicht anstrengend, aber ihr Humor gefällt mir sehr gut und ich habe mich immer wieder über ihre kleinen Verrücktheiten gefreut.
In Wirklichkeit würde ich ihren Charakter vermutlich nicht sehr lange aushalten, aber sie zu lesen habe ich sehr, sehr genossen. Leo, obwohl er angenehm am Boden geblieben ist, war mir da meistens zu langweilig und zu kompliziert.  :breitgrins:

Insgesamt bin ich aber froh, dass jetzt nach zwei Büchern Schluss ist, weil ich die Dinger zwar als nette Zwischenlektüre toll fand, aber nicht unbedingt noch mehr davon brauche.
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HoldenCaulfield

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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #37 am: 21. September 2009, 19:16:36 »

@Wendy
Ja für die Geschichte an sich ist ihre Art schon sehr passend. Außerdem hat Andrea Sawatzki sie so perfekt gelesen das sie für mich zu Emmi wurde, seitdem stell ich mir sie so vor^^  Ich glaube im echten Leben würde ich Emmi auch nicht so recht mögen, sie wäre eine Person mit der ich wohl extrem zusammenmrasseln würde^^ Ich glaub im Grunde kann Leo auch deshalb nicht von ihr lassen weil sie zum Teil so kratzbürstig sein kann, das es ihn schmerzt aber auch fasziniert.
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Doris

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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #38 am: 21. September 2009, 19:50:37 »

Ich kann mit Emmi überhaupt nichts anfangen. Ich selten eine unsympathischere Buchfigur erlebt.

Man muss sie ja nicht mögen, aber gerade solche Charaktere sind doch manchmal das Salz in der Suppe. In jedem Fall sind sie interessanter als die braven, vorhersehbaren und deshalb langweiligen Figuren. Ich glaube sogar, dass Emmi eine derer ist, die mit ihrer forschen Art nur ihre Unsicherheit verbergen möchte.

Grüße
Doris
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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #39 am: 21. September 2009, 22:02:28 »

Interessant ist Emmi auf jeden Fall und sicherlich auch menschlicher als manch andere Romanfigur. Leider ändert das aber nichts daran, dass sie mir irgendwann auch ziemlich auf den Zeiger gegangen ist. Fragt sich nur, warum ich - ebenso wie kleinbrina, die das Buch scheinbar noch schlechter fand als ich - trotzdem nicht abgeneigt bin, die Fortsetzung zu lesen? Muss die Neugierde sein... :breitgrins:
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Tess

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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #40 am: 22. September 2009, 16:55:06 »


Erstaunlicherweise hat mich jedoch der 2. Teil überzeugt.

oh, dann muss ich mir den 2. Band ja doch noch besorgen

ich hab den ersten teil vor ner weile auch gelesen und fand ihn eigentlich ganz ok, wollte mir den 2. Band nur nich holen, weils den noch nich als Taschenbuch gibt.
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Meli

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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #41 am: 25. September 2009, 23:41:01 »

Eben habe ich "Gut gegen Nordwind" von Daniel Glattauer weggelegt. Ich bin immer noch völlig gefangen in der Geschichte. Während dem Lesen habe ich richtig mitgefiebert mit den beiden.
Wenn ich hier im Forum nicht schon Positives über dieses Buch gelesen hätte, hätte ich es mir wohl nie gekauft. Eigentlich bin ich kein Fan von Liebesgeschichten und schon gar nicht wenn es sich dabei um eine in E-Mails erzählte Geschichte handelt. Die Inhaltsbeschreibung auf der Rückseite des Buches hat mich überhaupt nicht angesprochen. Aus irgendeinem Grund (vermutlich auch, weil das Buch runtergesetzt war und mir langweilig) habe ich es mir doch gekauft.

Schon nach der ersten Seite hat mich die Beziehung zwischen Leo und Emmi in ihren Bann gezogen. Die Spannung wurde langsam aufgebaut und hat sich bei mir so weit gesteigert, dass ich am Ende gar nicht schnell genug umblättern konnte. Im Gegensatz zu anderen Meinungen bezüglich dieses Buches, fand ich nie, dass sich die Unterhaltung der beiden Figuren im Kreis gedreht hat.
Der Schluss gefällt mir sehr gut. Ich war richtig traurig, auch wenn ich ein Ende in dieser Art erwartet habe. Alles andere wäre sehr unpassend gewesen.

Den zweiten Band werde ich mir mit Sicherheit besorgen!
Das Buch erhält von mir  4ratten
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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #42 am: 25. Januar 2010, 20:29:15 »

Soweit ganz gut lesbar. Die generelle Idee, den Sachverhalt mal in "e-mails" zu verpacken war recht originell. Anfangs sicherlich etwas ungewöhnlich zu lesen - im nachhinein doch gut "runterlesbar".

Der Inhalt war schon recht seicht. Warum das Ende für die meisten hier absehbar weiss ich nicht - ein Treffen wäre ja ganz nett gewesen.

Sicherlich ist das Buch nicht so mein "Lesebereich"...war aber wie gesagt recht positiv überrascht. Von den Charakteren bin ich nich so angetan. Aber wer vor kurzem sich noch durch 800 Seiten neuwertigen Stephen King durchgekämpft hat, dem kommt dies schon als einfache Kost vor....

Ich kann das Buch weiterempfehlen.
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Aeria

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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #43 am: 24. Februar 2010, 01:05:01 »

Ich habe mir das Buch heute (na ja, gestern) im Club gekauft. Zuhause wollte ich dann nur mal kurz reinschauen - und habe es komplett gelesen. Ein wunderbares Buch, finde ich. Vielleicht werde ich in ein paar Tagen, mit etwas Abstand, ein wenig anders darüber denken, aber heute bin ich einfach nur begeistert  :herz:

Teil 2 ist bestellt!

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Aeria
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Lorelai

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Antw:Daniel Glattauer - Gut gegen Nordwind
« Antwort #44 am: 24. Februar 2010, 11:56:18 »

"Gut gegen Nordwind" war eines meiner Lesehighlights 2009. Auch die Hörbuchumsetzung dazu fand ich super. Beides hat regelrecht süchtig gemacht, man konnte es in einem Rutsch durchlesen/durchhören. Habe das Buch einer Freundin ausgeliehen, die sich bitter bei mir beschwert hat, sie findet keine Zeit mehr zum Arbeiten, weil sie wissen muss wie es weiter geht. :smile:

Die Fortsetzung steht auf jeden Fall auf meinem Wunschzettel.
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