Ich habe Helden wie wir gerade beendet und bin nicht gerade begeistert. Ok, es war teilweise unterhaltsam, hat mich ab und an zum Schmunzeln gebracht und lässt sich schnell weg lesen, aber das reicht nicht, um die negativen Eindrücke aufzuwiegen.
Zum einen wäre da der Erzähler selbst, der mir von der ersten Seite an auf die Nerven ging. „Schwanzgesteuert“ trifft es genau. Ein paar Pubertätserlebnisse mit „Schwanzbezug“ hätten mich ja nicht gestört, aber so viel wollte ich über das beste Stück des Erzähler nun wirklich nicht wissen, wie gesagt, das nervte ziemlich schnell nur noch, genauso wie die allzu gehäufte Verwendung gewisser Bezeichnungen für Geschlechtsorgane etc. - keine Ahnung, ob das besonders authentisch, oder provozierend, oder was auch immer wirken sollte – ich fand's schlicht nervig. Den Teil als er „pervers“ wird fand ich nicht mal wirklich eklig, auch nicht lustig, sondern schlicht überflüssig und, ich wiederhole mich, nervig.
Auch die Darstellung des Stasi war mir zu übertrieben albern und dämlich, als dass ich sie lustig oder gar interessant hätte finden können.
Gut, es gab auch ein paar etwas ernstere Stellen, aber die reißen da auch nichts mehr, zumal sie mir teilweise etwas zu... hm... „offensichtlich“ waren, so von der „Botschaft“ her.
Insgesamt ein Buch zum schnell lesen und schnell wieder vergessen.