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Autor Thema: Colm Tóibín - Das Feuerschiff von Blackwater  (Gelesen 2538 mal)

nostalgia.

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Colm Tóibín - Das Feuerschiff von Blackwater
« am: 16. Februar 2007, 23:55:12 »



Helen führt ein ruhiges Leben im Kreise ihrer kleinen Familie, ihrem Mann Hugh und den beiden Söhnen Cathal und Manus.

Sie kommt aus eher zerrütteten Verhältnissen. Mit ihrer Mutter liegt sie im Clinch, ihr Vater starb als sie noch ganz klein war. Ihren Bruder hat sie seit ein paar Monaten nicht mehr gesehen, denkt sich aber nichts dabei. Als ihr Mann und die Kinder für ein paar Tage zu den Großeltern fahren erhält sie kurz darauf Besuch eines Mannes, Paul, einem Freund ihres Bruders Declan. Von ihm erfährt sie, dass es ihrem Bruder sehr schlecht geht und er wohl nicht mehr lang zu leben hat. Zusammen fährt sie mit ihm ins Krankenhaus. Ihr Bruder möchte, dass sie ihre Mutter über seinen Zustand informiert. Sie fährt los, macht aber unterwegs bei ihrer Großmutter halt und bleibt über Nacht. Sie erinnert sich, wie sie früher mit ihrem Bruder hier bei ihrer Großmutter übernachtet hat. Am nächsten Tag fährt sie weiter zu Ihrer Mutter, die eine Computerfirma führt und in einem tollen Haus an der Küste wohnt.
Ihre Mutter scheint nicht begeistert zu sein über das Auftauchen ihrer Tochter. Man erfährt aber noch nicht, wieso das Verhältnis zwischen ihnen so abgekühlt ist.
Zusammen fahren sie ins Krankenhaus zurück. Schließlich äußert Declan den Wunsch für ein paar Tage im Haus seiner Oma verbringen zu dürfen. Sie erfüllen ihm diesen Wunsch und lernen auf diesem Weg langsam aber sicher sich zu verstehen.

Bewertung:

Ich fand das Buch sehr schön und ergreifend. Es gibt viele Rückblenden in die Kindheit der Hauptdarstellerin und dadurch erfährt man auch, warum diese Menschen so miteinander umgehen.
Man lernt, dass die Familie ein ganz hohes Gut ist, das es zu achten gilt und nicht leichtfertig wegzuwerfen ist. Man lernt, dass man auf Menschen zugehen sollte um sie zu verstehen und sich nicht einfach mit einer Tatsache zufrieden geben sollte. Es ist eine traurige Geschichte, die aber gleichzeitig auch voll Hoffnung ist.

 5ratten

EDIT: Betreff angepasst. LG, Saltanah
« Letzte Änderung: 08. März 2009, 12:24:55 von Saltanah »
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caithlin

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Re: Das Feuerschiff von Blackwater - Colm Tóibín
« Antwort #1 am: 17. Februar 2007, 12:51:04 »

Dankeschön nostalgia!  :klatschen: 'Das Feuerschiff von Blackwater' steht schon seit längerer Zeit auf meinem Wunschzettel und mit deiner Rezi hast du mir nun noch mehr Lust auf das Buch gemacht.  :smile:
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Sich das Lesen zur Gewohnheit machen heißt, sich einen Ort zu schaffen, in den man sich vor fast allem Elend des Lebens zurückziehen kann.
(W. Somerset Maugham)

Kenavo

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Re: Das Feuerschiff von Blackwater - Colm Tóibín
« Antwort #2 am: 18. Februar 2007, 15:20:17 »

Schön, dass Colm Toibin hier vorgestellt wird - ich habe sämtliche Bücher von ihm gelesen und kann ihn wirklich jedem ans Herz legen.

Grüsse,
Kenavo
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Kirsten

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Re: Das Feuerschiff von Blackwater - Colm Tóibín
« Antwort #3 am: 11. November 2008, 10:55:37 »

Hallo!

The blackwater lightship ist für mich eines der Bücher, die man einfach nicht aus der Hand legen kann. Schon vom Moment, an dem Helen die Party ihres Mannes zu planen beginnt kann man erkennen, dass die beiden kein gewöhnliches Paar sind. Die Art und Intensität von Helens Gefühlen für ihren Mann und die Söhne zeigen deutlich den Mangel an Gefühlen, der ihr in ihrer eigenen Kindheit und Jugend entgegengebracht wurde. Fast unbewußt spielt sie in ihrem Verhalten ihren Söhnen gegenüber die Rolle ihrer Mutter nach: Cathal der Ältere ist schon früh erwachsen während Manus immer noch verwöhnt wird und ihr auch klar ist dass sie ihn noch lange so verwöhnen wird damit er noch so lange wie möglich ihr kleiner Junge bleibt. Ähnlich war auch das Verhalten ihrer Mutter und Großmutter ihr und ihrem Bruder Declan gegenüber. Doch während Helen ihrem Älteren alle Freiheiten lässt war sie sehr gegängelt und verpasste so vieles. Als sie endlich die Chance zum Ausbrechen hatte tat sie das radikal und brach den Kontakt zu Mutter und Großmutter fast vollstaändig ab. Nur über Declan erfuhren die Frauen von- und übereinander.

Jetzt muss Helen sich ihrer Vergangenheit stellen, denn Declan braucht sie um Mutter und Großmutter die Wahrheit über sich zu erzählen: er hat AIDS. Helen macht sich auf den Weg sich ihrer Vergangenheit zu stellen und vielleicht einen Beuanfang zu machen. In den Tagen, in denen Declan und seine Freunde im Haus ihrer Großmutter leben lernt sie vieles: sie konfrontiert ihre Mutter mit allem, was sie ihrer Meinung nach falsch gemacht hat und erfährt so viel über deren Motive. Sie lernt auch dass sie nicht alleine mit einer tragischen Kindheit ist und dass sie ihren Mann um Hilfe bitten kann, dass sie nicht alles alleine durchstehen muss. Während es Declan immer schlechter geht nähern sich die beiden Frauen wieder einander an.

Hier geht es nicht nur um Helen oder Declan, sondern um die ganze Gruppe die in dem Haus versammelt ist. Jeder einzelne lernt sich durch Declans Schicksal seinen eigenen Problemen zu stellen. Ob Declan das so geplant hat oder oder er nur seine Familie und Freunde um sich versammeln wollte bleibt dabei unklar. The blackwater lightship ist ein echter :tipp: und bekommt von mir 5ratten

Liebe Grüße
Kirsten
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Proved the points that I needed proving
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