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Autor Thema: Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon (Teil 1 Kapitel 1 - 5)  (Gelesen 3657 mal)

Valentine

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Re: Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon (Teil 1 Kapitel 1 - 5)
« Antwort #15 am: 19. Februar 2007, 16:41:29 »

Was anderes, Mundus Angst vor der Blindheit ist doch eine irrationale, oder ? Ich kenne zumindest niemanden, der kurzsichtig ist und befürchtet zu erblinden.

Jetzt gebe ich auch mal unangemeldet meinen Senf dazu ;)

Sind nicht die meisten Ängste irrational? Viele Menschen fürchten sich vor irgendetwas, das zu 99,9% niemals eintreten wird - und als Kurzsichtiger weiß Mundus, wie eingeschränkt man schon ohne Brille sein kann. Ich selbst finde die Vorstellung, blind zu werden, auch reichlich alptraumhaft...

Dass ein sprachbegabter Mensch sich Portugiesisch zusammenreimen kann, ist durchaus vorstellbar. Geschriebenes oder langsam gesprochenes Italienisch verstehe ich auch einigermaßen, obwohl ich niemals auch nur einen Satz offiziell gelernt habe, aber ich hatte jahrelang Lateinunterricht und kann ein bisschen Französisch.
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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wolves

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Re: Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon (Teil 1 Kapitel 1 - 5)
« Antwort #16 am: 19. Februar 2007, 18:38:22 »

Hallo  :winken:

ich denke viele Ängste sind irrationel, aber tatsächlich kenne ich jemand der kurzsichtig ist und der richtig begründete Angst davor hat blind werden zu können, weil die Werte von Untersuchung zu Untersuchung immer schlechter und schlechter werden.

In dem Fall von Gregorius denke ich auch, dass es seine Art von ich-will-nicht-die-Wirklichkeit-so-sehen-wie-sie-ist. Nicht richtig sehen zu können, ist seine Art von Selbstschutz vor der Wirklichkeit. Wenn ich mir das so recht überlege, um so erstaunlicher ist doch eigentlich seine Veränderung.

Liebe Grüße
wolves
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tina

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Re: Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon (Teil 1 Kapitel 1 - 5)
« Antwort #17 am: 19. Februar 2007, 20:45:34 »

 :rudelknuddeln:

Tina  :smile:
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Miramis

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Re: Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon (Teil 1 Kapitel 1 - 5)
« Antwort #18 am: 19. Februar 2007, 21:42:12 »

@tina: auch :knuddel:  :smile:

ich denke viele Ängste sind irrationel, aber tatsächlich kenne ich jemand der kurzsichtig ist und der richtig begründete Angst davor hat blind werden zu können, weil die Werte von Untersuchung zu Untersuchung immer schlechter und schlechter werden.

Finde ich total schlimm, sowas  :entsetzt: ich habe zu dem Thema im nächsten Thread noch etwas geschrieben.

In dem Fall von Gregorius denke ich auch, dass es seine Art von ich-will-nicht-die-Wirklichkeit-so-sehen-wie-sie-ist. Nicht richtig sehen zu können, ist seine Art von Selbstschutz vor der Wirklichkeit. Wenn ich mir das so recht überlege, um so erstaunlicher ist doch eigentlich seine Veränderung.

Du hast es auf den Punkt gebracht!

Viele liebe Grüße
Miramis

edit: @Valentine:  :winken: nur hereinspaziert!  :smile:
« Letzte Änderung: 19. Februar 2007, 21:44:40 von Miramis »
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aquacat

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Re: Pascal Mercier - Nachtzug nach Lissabon (Teil 1 Kapitel 1 - 5)
« Antwort #19 am: 20. Februar 2007, 16:43:01 »


In dem Fall von Gregorius denke ich auch, dass es seine Art von ich-will-nicht-die-Wirklichkeit-so-sehen-wie-sie-ist. Nicht richtig sehen zu können, ist seine Art von Selbstschutz vor der Wirklichkeit. Wenn ich mir das so recht überlege, um so erstaunlicher ist doch eigentlich seine Veränderung.

Da kann ich mich nur anschließen, besser hätte man das nicht ausdrücken können. Selbst wenn die Angst zu erblinden rational ist, so versteckt er sich auch davor.
Doxiades sagt auf Seite 61 "Manchmal fürchtet man sich vor etwas, weil man sich vor etwas anderem fürchtet."
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"Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt." Jorge Luis Borges

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