Wäre es kein SLW-Buch gewesen, hätte ich es abgebrochen.
Kaluma, ich bewundere Dein Durchhaltevermögen.

Eigentlich verursacht mir das Abbrechen eines Buches immer ein schlechtes Gefühl, wenn ich mich vor der Lektüre lange darauf gefreut habe. Noch dazu handelt es sich diesmal um ein SLW-Buch... Allerdings ist das schlechte Gefühl, das ich habe, wenn ich das Buch weiterlese, deutlich stärker.
Kurzfristig fand ich es ganz geschickt, wie Calvino in mir die gleiche Frustration hervorruft wie in seinem Protagonisten (der ich ebenfalls bin...), aber auf Dauer ist das kein Lesezustand. Vor allem, weil sich die detektivische Freude, die nun beim Protagonisten vorherrscht, bei mir nicht einstellen will. Hinzu kommt, dass ich es nicht leiden kann, wenn ich als Leser direkt angesprochen werde, noch weniger, wenn ich Teil der Handlung sein soll. Die Handlung selbst ist zwar minutiös durchkonstruiert, fesselt mich allerdings auch nicht, die einzelnen Romananfänge bisher noch weniger. Das, was für mich ein Buch in einem solchen Fall retten kann, ist die Sprache. Aber auch wenn Calvino mit einigen Perlen dienen kann, sind sie mir zu selten gestreut.
Mag sein, dass Literaturwissenschaftler ihre helle Freude daran haben, dieses Werk zu zerpflücken - ich bin keiner. Leider stellt sich bei mir auch das "naive Lesevergnügen", von dem swank sprach, nicht ein. Ziemlich genau die Hälfte des Buches habe ich nun gelesen, das ist um einiges mehr als "der Leser" und "die Leserin" von den erwähnten Büchern lesen konnten. Vielleicht ist genau dies das Problem?

Viele Grüße
Breña