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Autor Thema: Rosemarie Marschner - Das Bücherzimmer  (Gelesen 1136 mal)

Kirsten

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Rosemarie Marschner - Das Bücherzimmer
« am: 09. Februar 2007, 11:55:46 »



Inhalt

Marie kommt als uneheliches Kind in einem österreichischen Dorf auf die Welt. Obwohl ihre Intelligenz schon früh ihrem Lehrer auffällt, gibt es für sie keine andere Möglichkeit, als mit vierzehn Jahren eine Stelle als Dienstmädchen in Linz anzutreten. Die Arbeit ist hart, doch Marie findet rasch eine Möglichkeit zur Flucht: das Bücherzimmer, in dem sie dem Vater des Hausherrns in ihrer Mittagspause aus der Zeitung vorliest.

Nach dem Tod ihrer Mutter heiratet sie den Sohn eines Linzer Bäckers und tritt in den Betrieb ihrer Schwiegereltern ein. Die Arbeit macht ihr großen Spaß und sie blüht durch den Kontakt mit den Kunden sichtlich auf. Doch dann tritt Österreich dem deutschen Reich bei und alles ändert sich...

Meine Meinung

Rosemarie Marschner beschreibt Maries Weg vom Mädchen vom Land zu einer selbstbewußten, unabhängigen Frau ohne große Schnörkel. Es gibt keinen Prinzen auf einem weißen Pferd, der sie aus ihrem harten Leben herausholt, sondern nur einen Bäckerjungen auf einem Motorrad, der ihr nur etwas anderes als die Dienstbotenkammer und den Hof ihres Onkels zeigen kann. Marie lässt sich nicht vom anfänglichen Jubel um Hitler beeindrucken, sondern steht zu ihren Ansichten und auch zu den nicht mehr standesgemäßen Freunden, auch wenn ihr das großen Ärger einbringt. Sie ist eine starke Frau, deren Stärke man erst in kritischen Situationen erkennt. Mir hat das Buch gut gefallen weil es eine Frau beschreibt, wie es sie mit Sicherheit zu Hunderten gegeben hat, von denen man aber nie erfahren hat. Meine Bewertung ist daher
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SheRaven

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Re: Rosemarie Marschner - Das Bücherzimmer
« Antwort #1 am: 25. August 2010, 22:19:06 »

Rosemarie Marschner – Das Bücherzimmer


Meine Meinung:

Nicht alles begann 1933, aber  Maries Geschichte nimmt in diesem Jahr für uns ihren Anfang. Die 14-jährige tritt eine Stelle im Haushalt einer reichen Linzer Familie an, zwar nicht besonders gern, aber sie fügt sich dem Wunsch ihrer Mutter, die sich für Marie in der Stadt ein besseres Leben erhofft. Doch Maries Leben ist karg und von Einsamkeit geprägt, nur die tägliche Stunde im Bücherzimmer, in der sie dem alten Herrn Notar aus verschiedenen Zeitungen vorliest, bereitet ihr wirklich Freude.

Wir erleben verschiedene Stationen in Maries Leben mit. Ein schweres Leben, das so gar nichts mit der Leichtigkeit zu tun hat, die Marie an anderen Menschen bemerkt, wenn sie ihren  wöchentlichen freien Nachmittag in Linz verbringt und für niemanden als Dienstmädchen zu erkennen ist. Aber nicht nur von Marie wird erzählt, auch das politische Geschehen in Österreich von 1933 – 1938 kommt nicht zu kurz – Geschichtsunterricht ganz nebenbei.

Das besondere an diesem Buch ist die Neutralität des Erzählstils.
Bei vielen anderen Autoren/Innen wäre das Thema des Buches dafür prädestiniert, wieder und wieder auf die Tränendrüse der Leser zu drücken und deren Empörung über Ungerechtigkeiten zu schüren. Nicht so Rosemarie Marschner.
Rosemarie Marschner behandelt alle Menschen gleich – auch die unsympathischen Personen. Sie schildert deren Beweggründe, ohne jemals nach Entschuldigungen zu suchen. Der Leser kann sich sein eigenes Bild machen und entscheiden, ob die Vorgehensweise dieser Personen noch vertretbar ist oder nicht.

Wie das Leben der Marie Zweisam endet, erfahren wir übrigens schon auf den ersten drei Seiten. Ihr Enkel muss ihre Unterlagen durchsuchen, weil er als Erbe sie für die Behörden braucht.


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SheRaven

HoldenCaulfield

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Re: Rosemarie Marschner - Das Bücherzimmer
« Antwort #2 am: 25. August 2010, 22:35:15 »

Das Buch hatte ich sogar schon ausgeliehn und weil dann so vieles dazwischen kam muss ich es jetzt nochmal ausleihen :breitgrins: ich hab das Buch damals eingearbeitet als ich noch in der Bibliothek gearbeitet hab und seitdem möchte ich es lesen.
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SheRaven

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Re: Rosemarie Marschner - Das Bücherzimmer
« Antwort #3 am: 25. August 2010, 22:40:38 »

@ HoldenCaulfield

Leih es dir auf jeden Fall nochmal aus! Das Lesen lohnt sich, "Das Bücherzimmer" ist ein ganz tolles Buch - nicht nur wegen des Titels.  :belehrerin:   :breitgrins:
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SheRaven

HoldenCaulfield

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Re: Rosemarie Marschner - Das Bücherzimmer
« Antwort #4 am: 25. August 2010, 22:47:36 »

@SheRaven
Das hab ich auf jedenfall vor! Der Inhalt klang für mich sehr nach meinem Geschmack! (Bin grade fast umgefallen, das Buch ist 2004 erschienen, damals hab ich es eingearbeitet und ich hab es immernoch nich geschafft es zu lesen...)
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Kirsten

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Re: Rosemarie Marschner - Das Bücherzimmer
« Antwort #5 am: 26. August 2010, 08:32:07 »

Hallo!

Das Buch habe ich ja komplett vergessen  :redface: Ich war komplett erstaunt als ich gesehen habe, dass ich sogar die Rezi dazu geschrieben habe.... tsts.

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Kirsten
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