Für den SLW 2010 habe ich nun auch endlich mal das erste Narnia-Buch gelesen. Hier meine Meinung:
Digorys Onkel Andrew schickt ihn und seine Freundin Polly mittels Zauberringe in eine andere Welt. Andrew ist ein ziemlich gerissener Mann, der unbedingt wissen möchte, was es in der anderen Welt zu entdecken gibt – er selbst will sich auf dieses Abenteuer jedoch nicht einlassen. So bleibt ihm zunächst auch verborgen, dass es nicht nur eine andere Welt gibt, sondern viele verschiedene. Polly und Andrew, von Neugier gepackt, machen sich auf in eine andere Welt und erleben zunächst ein ziemliches Debakel. Auf ihrer Reise durch die Welten erleben sie viele Abenteuer und werden schließlich Zeugen der Gründung Narnias, eines Landes voller Glück und Zufriedenheit – zumindest bisher.
Der erste Band der Narnia-Reihe macht eindeutig Lust auf mehr. Allerdings brauchte ich ein wenig Anlaufzeit, um wirklich mit dem Buch warm zu werden. Es ist vom Stil her in meinen Augen sehr kinder- bzw. jugendbuchmäßig. Einige Wendungen in der Handlung fand ich anfangs zu einfach und zu unglaubwürdig (Woher weiß Digory plötzlich, was es mit dem Wald zwischen den Welten auf sich hat?), aber mit der Zeit habe ich mich daran ganz gut gewöhnen können.
Die Charaktere bestechen nicht gerade durch Tiefe, sind aber doch recht interessant dargestellt. Besonders Digory, der von deiner Sorge um seine todkranke Mutter geprägt ist, hat immer wieder schwierige und vor allem erwachsene Entscheidungen zu treffen.
Die Entstehung Narnias und die Beschreibungen der Gegebenheiten haben mir ziemlich gut gefallen. Aslan der Löwe wird eindrucksvoll beschrieben, allerdings hat mich seine Vormachtstellung irgendwann ein wenig genervt. Alle anderen wirkten gegen ihn dumm und naiv, das fand ich recht schade, denn die vielen verschiedenen Gestalten wären mit etwas mehr Grips sicher noch interessanter gewesen.
Das Ende ist – für ein Kinderbuch erwartungsgemäß – natürlich durch und durch positiv. Außerdem wird ein Ausblick auf das kommende Geschehen gegeben, was die Neugier auf die weiteren Bücher weckt. Einzig die zukünftige Rolle der bösen Königin bleibt fraglich, aber vermutlich wird auch sie in der Zukunft wieder auftauchen. Man darf gespannt sein.
Trotz einiger Anlaufschwierigkeiten hat mir das Buch ziemlich gut gefallen. Es ist eben ein Kinderbuch und als solches sollte man es wohl auch lesen, sonst sind einige Passagen wohl oder übel enttäuschend. Ich werde definitiv weitere Narnia-Bücher lesen und bin gespannt auf die weitere Entwicklung des Landes, denn ich rechne fest mit mehr Action in den weiteren Bänden. Hier musste ja nun erstmal der Grundstein gelegt werden.
Meine Wertung:
