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Autor Thema: Wolfgang Jeschke - Der letzte Tag der Schöpfung  (Gelesen 2337 mal)

Jaqui

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Wolfgang Jeschke - Der letzte Tag der Schöpfung
« am: 22. Januar 2007, 16:30:47 »

Kennt jemand dieses Buch:

Die Amazon Beschreibung: Eine atemberaubende Zeitreise Millionen Jahre in die Vergangenheit. Parallel zu Jeschkes neuem Roman „Das Cusanus-Spiel“ liegt sein erfolgreichstes Buch, „Der letzte Tag der Schöpfung“, nun endlich wieder vor – in vollständig überarbeiteter Neuausgabe! Rätselhafte archäologische Funde bestärken die amerikanische Regierung in der Annahme, dass sie mit dem geheimsten ihrer Projekte Erfolg haben könnte: Mittels Zeitmaschinen Millionen Jahre in die Vergangenheit zu reisen und die Menschheitsgeschichte zugunsten der USA zu verändern. Noch ahnt niemand, dass damit eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes heraufbeschworen wird.

Die Beschreibung hört sich total super an.
Nun wollte ich mal nachfragen, ob ihr den Autor oder vielleicht sogar dieses Buch kennt und mir eure Meinungen dazu sagen könntet.

Danke,
Katrin
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sandhofer

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Re: Wolfgang Jeschke - Der letzte Tag der Schöpfung
« Antwort #1 am: 22. Januar 2007, 16:38:36 »

Nun wollte ich mal nachfragen, ob ihr den Autor oder vielleicht sogar dieses Buch kennt und mir eure Meinungen dazu sagen könntet.

Hi!

Jeschke als Autor kenne ich nicht. Aber er war in den 70ern der Herausgeber von Science Fiction ... damals bei Heyne ... die Taschenbücher mit den schwarzen Rücken ... Ohne ihn kennte der deutsche Sprachraum kaum einen der grossen Amerikaner des Goldenen Zeitalters ...

Grüsse

Sandhofer
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Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

vallenton

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Re: Wolfgang Jeschke - Der letzte Tag der Schöpfung
« Antwort #2 am: 22. Januar 2007, 18:13:46 »

Ich kenne das Buch und fand es nicht so toll.

Vielleicht lag es daran, das ich eine ausgeklügelte Zeitreisegeschichte mit vielen "Ahhhs" und "Ohhhs" erwartet hatte. Leider jedoch war es schlichtweg ein Landserroman der zufällig ein paar Million Jahre vor der Jetztzeit gespielt hat. Aber, das ist eigenlich egal. Die Geschichte hätte woüberall spielen können, auf dem Mond, am Arsch der Welt, in Fantasien, auf dem Mount Everest, oder oder oder. Für die Geschichte ist es eigentlich egal.

Wenn du eine Zeitreisegeschichte lesen möchtest gibt es definitiv bessere. IMO.
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Jaqui

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Re: Wolfgang Jeschke - Der letzte Tag der Schöpfung
« Antwort #3 am: 22. Januar 2007, 19:28:33 »

Wenn du eine Zeitreisegeschichte lesen möchtest gibt es definitiv bessere. IMO.

Na dann lasse ich es lieber mal und werde mir andere Romane raussuchen.

Danke,
Katrin
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Jaqui

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Re: Wolfgang Jeschke - Der letzte Tag der Schöpfung
« Antwort #4 am: 27. März 2007, 12:35:59 »

Nun habe ich es doch gelesen und hier kommt meine Rezi:

Inhalt: Auf der Erde häufen sich seltsame Funde, die die USA in der Annahme bestärken, dass eine Zeitreise in die Vergangenheit Erfolg gehabt hat. Daher soll diese Zeitreise fünf Millionen Jahre in die Vergangenheit wiederholt werden um der USA zu Weltruhm zu verhelfen. Noch ahnt niemand, dass eine große Katastrophe passieren wird.

Meine Meinung: Die Idee der Zeitreise ist hier sehr gut umgesetzt worden, ihre Gefahren und Tücken genau beschrieben. Und es wird gezeigt was alles schief gehen kann, wenn man Gott spielen will und alles besser machen will als es eh schon ist. Die Menschen haben nicht bemerkt, dass sie schon im Paradies leben.

Dennoch bleiben viele Fragen offen, vor allem, wie sieht die Welt nun aus, nachdem die Menschen in die Vergangenheit gereist sind? Was haben sie denn nun wirklich in der Gegenwart verändert? (auch wenn das immer wieder durchscheint, ist es für mich nicht geklärt). Ich würde mir einen zweiten Teil wünschen, der diese offenen Fragen klärt, denn nun steht der Leser eigentlich am Ende verlassen da.

Man kann über das Buch fast nichts sagen ohne die Geschichte zu erzählen. Aber es gibt sicher bessere Zeitreise-Romane. Irgendwie hat mich das Buch an MZB "Die Landung" der Darkover Reihe erinnert. Dort wird auch erklärt wie Menschen in einer neuen Welt klarkommen.

Dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich bin froh, dass ich es gelesen habe. Daher gebe ich dem Buch, auch wenn noch viele Fragen und Unklaheiten sind  3ratten

Katrin
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Kirku

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Re: Wolfgang Jeschke - Der letzte Tag der Schöpfung
« Antwort #5 am: 06. April 2007, 21:19:59 »

was mich bei der Geschichte noch interessieren würde wäre was es mit der Bunkeranlage in der Nordsee auf sich hat? hat einer für diesen Teil eine Idee? Ansonsten find ich das Buch eher mittelklassig...die story ist nicht ganz schlüssig, schade eigentlich weil die idee schon gut ist...
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Thomas_R

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Re: Wolfgang Jeschke - Der letzte Tag der Schöpfung
« Antwort #6 am: 08. April 2007, 14:49:11 »

was mich bei der Geschichte noch interessieren würde wäre was es mit der Bunkeranlage in der Nordsee auf sich hat? hat einer für diesen Teil eine Idee?

Wenn ich mich recht erinnere (ist schon eine Weile her, das ich das Buch gelesen habe),
sollte das Erdöl eigentlich in das Gebiet der zukünftigen Nordsee gepumt werden.
Hier wäre es für den Westen dann leicht zugänglich gewesen.
Zumindestens, wen die Nordsee dann noch das Hoheitsgebiet des Westens gewesen wäre.
Wie man gemerkt hat, wurde die Zukunft ja schon stark verändert.

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:winken:
Gruß
Thomas

Einer der beliebtesten Fehler von Leuten, die etwas absolut idiotensicheres zu konstruieren versuchen ist der, den Erfindungsreichtum eines absoluten Idioten zu unterschätzen.“
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Mein SuB

Trugbild

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Re: Wolfgang Jeschke - Der letzte Tag der Schöpfung
« Antwort #7 am: 03. Mai 2008, 19:14:30 »

Habe das Buch heute zu Ende gelesen und nehme hier wohl eine Sonderstellung ein: ich finde es fantastisch!

Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert: die Einführung in Form von Erläuterungen über seltsame Artefakte, dann die Vorbereitungen bis zum Sprung in die Vergangenheit, dann die Phase nach dem Sprung. Das Thema Zeitreisen zieht sich als roter Faden durch das Buch, während der eigentliche Kernpunkt die Kritik an der von Bürokratie und Militärs regierten Gesellschaft, der Kurzsichtigkeit der Menschen und ihrem ewigen Konkurrenzdenken ist.

Dass nicht alle Fragen geklärt werden, ist für mich eher ein Pluspunkt. Gewisse Dinge muss man nicht breitwalzen, wenn es dem Protagonisten nicht auf glaubhafte Weise möglich ist, die Antworten selber zu finden. Ein mysteriöser Bunker im Norden, eine seltsame Statue, Nachfahren einer anderen Expedition, seltsame Besucher einer Alternativ-Zukunft... dem Protagonisten scheint jegliche Kontrolle entzogen, viel bestehendes Wissen ist wertlos. Er muss sich komplett neu anpassen.

Für mich einer der besten Zeitreise-Romano überhaupt - der völlig ohne die üblichen Klischees auskommt.

 4ratten :marypipeshalbeprivatmaus:
« Letzte Änderung: 03. Mai 2008, 19:22:10 von Trugbild »
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Seoman

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Antw:Re: Wolfgang Jeschke - Der letzte Tag der Schöpfung
« Antwort #8 am: 06. März 2010, 16:10:53 »

Hallo,

ich habe das Buch in den letzten Tagen gelesen und bin positiv überrascht worden.

Dass nicht alle Fragen geklärt werden, ist für mich eher ein Pluspunkt.

Das ist für mich auf jeden Fall auch ein Pluspunkt. Offene Fragen laden ja immer zum Nachdenken ein und die Frage wie weit "die Mächtigen" der Welt für wirtschaftlichen Erfolg gehen würden ist nach wie vor aktuell, auch wenn das Buch schon knapp 30 Jahre auf dem Buckel hat.

Auch die Zeitreise-Geschichte selbst hat mir gut gefallen. Vor allem die Gefahren und Fallen werden deutlich, Jeschke macht dem Leser sehr deutlich klar, was die Zeit bedeutet und wie riesig die Geschichte der Erde im Vergleich zu einem Menschenleben ist.

4ratten

Achja: Wie fast immer bei Büchern aus der Heye-Science Fiction-Reihe sollte man das Vorwort erst nach dem Buch lesen. Auch hier wird wieder die ein oder andere Kleinigkeit verraten.
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