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Autor Thema: Jules Verne - 20 000 Meilen unter den Meeren  (Gelesen 5321 mal)

Bluebell

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Re: Jules Verne - 20 000 Meilen unter den Meeren
« Antwort #30 am: 27. Dezember 2011, 22:51:53 »

Wow, ich hätte echt nicht gedacht, dass mir der zweite Teil noch so viel Spaß machen würde!  :klatschen:
Ich frage mich echt, woran das liegt - habe ich nur so lange gebraucht, um mich einzulesen, oder wird das Buch tatsächlich so viel besser? Eigentlich glaube ich Letzteres.

Erstens gibt es tatsächlich mehr Beschreibungen als bloße Auflistungen. Zweitens werden die Abenteuer spektakulärer - mehr Äktschn!  boxen
Drittens kommen auch ökologische (und andeutungsweise politische) Themen zur Sprache - manchmal auch selbstironisch, wenn der Erzähler Prof. Aronnax beispielsweise eine halbe Seite lang über die akute Gefährdung der Seekühe durch den Menschen schreibt, nur um (sinngemäß) mit dem Satz zu schließen: "Nichtsdestotrotz landeten etwa fünfzehn dieser Tiere in der Speisekammer der Nautilus."

Und viertens - Kapitän Nemo!  :bang: Hier zeigt dieser Charakter endlich, was in ihm steckt, er wird immer dreidimensionaler, facettenreicher und vor allem ambivalenter und steigert sich zum Ende zu einer fast schon surrealistischen Figur. Es zeigt sich, dass Prof. Aronnax' anfängliche Vermutung, Rache könnte bei Nemos Streifzügen durch die Ozeane eine Rolle spielen, in die richtige Richtung ging - mehr als ein paar Brocken, ein paar Splitter von der Wahrheit, eine Ahnung vom großen Ganzen dahinter bekommt der Leser jedoch nicht.

Der sich kontinuierlich steigernde zweite Teil wiegt den (in meinen Augen) schwachen ersten so sehr auf, dass ich dem Gesamtwerk nun sogar

 4ratten

gebe. Ging's noch wem ähnlich?
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"Date a girl who reads. Date a girl who spends her money on books instead of clothes. She has problems with closet space because she has too many books. Date a girl who has a list of books she wants to read, who has had a library card since she was twelve."

Juggalette

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Re: Jules Verne - 20 000 Meilen unter den Meeren
« Antwort #31 am: 28. Dezember 2011, 02:41:57 »

Die Lektüre liegt bei mir nun doch schon ein bisschen zurück, aber im Großen und Ganzen hat mit das Buch gefallen.

Die Aufzählungen der Unterwasserfauna und -flora waren für mich anfangs spannend zu lesen, weil ich zu der Zeit gerade für eine Prüfung gelernt habe, wo ich mich unter anderem mit Knorpel- und Knochenfischen beschäftigen musste. :breitgrins: Allerdings ließ die Spannung mit der Zeit doch nach und ich geb's zu - ab ca. der Hälfte habe ich die meisten Auflistungen der Meeresbewohner nur mehr überflogen...  :redface:

Doch trotzdem fand ich die Reise unter Wasser mit Kapitän Nemo (vor dem ich immer etwas Angst hatte, da er mir wie ein unberechenbarer Choleriker vorkam) spannend zu lesen. Obwohl, ein bisschen geärgert hat es mich schon, dass man nicht mehr über die Beweggründe Nemos erfährt, warum er sich in die Unterwasserwelt zurückgezogen hat. Gibt es irgendwo (z.B. in einem anderen Buch) eine Auflösung oder wird man das als Leser niemals erfahren?  :confused:


4ratten

Ps.: Zum Diogenes Verlag....peinlich, peinlich! Ob die ihren Fehler wohl schon bemerkt haben?  :rollen:
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Philip Pullman - Der goldene Kompass
Arthur Conan Doyle - Die Abenteuer des Sherlock Holmes

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Aldawen

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Re: Jules Verne - 20 000 Meilen unter den Meeren
« Antwort #32 am: 28. Dezember 2011, 08:16:38 »

Obwohl, ein bisschen geärgert hat es mich schon, dass man nicht mehr über die Beweggründe Nemos erfährt, warum er sich in die Unterwasserwelt zurückgezogen hat. Gibt es irgendwo (z.B. in einem anderen Buch) eine Auflösung oder wird man das als Leser niemals erfahren?  :confused:

In Die geheimnisvolle Insel taucht er nochmals auf, und dort erfährt man auch einiges über ihn. Dieser Roman steht dann auch noch mal in Verbindung mit Die Kinder des Kapitän Grant. Eigentlich müßte ich die auch alle mal wieder lesen, meine Erinnerungen aus Jugendtagen sind nur noch verschwommen und schließlich habe ich sie allesamt hier herumstehen ...
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Kinywa ni jumba la maneno.
Der Mund ist der Palast der Worte. – Sprichwort aus Ostafrika

Bluebell

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Re: Jules Verne - 20 000 Meilen unter den Meeren
« Antwort #33 am: 28. Dezember 2011, 11:50:59 »

Die Aufzählungen der Unterwasserfauna und -flora waren für mich anfangs spannend zu lesen, weil ich zu der Zeit gerade für eine Prüfung gelernt habe, wo ich mich unter anderem mit Knorpel- und Knochenfischen beschäftigen musste.

Perfekt.  :breitgrins:

Allerdings ließ die Spannung mit der Zeit doch nach und ich geb's zu - ab ca. der Hälfte habe ich die meisten Auflistungen der Meeresbewohner nur mehr überflogen...  :redface:

Ich genauso.

Obwohl, ein bisschen geärgert hat es mich schon, dass man nicht mehr über die Beweggründe Nemos erfährt, warum er sich in die Unterwasserwelt zurückgezogen hat. Gibt es irgendwo (z.B. in einem anderen Buch) eine Auflösung oder wird man das als Leser niemals erfahren?  :confused:

In Die geheimnisvolle Insel taucht er nochmals auf, und dort erfährt man auch einiges über ihn.

Ja, aber laut meinem Nachwort passen die Infos aus dem Insel-Buch nicht so gut zu dem Bild, das man aus 20.000 Meilen von Nemo hat.
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