Ich habe die letzte Geschichte eben ausgelesen, die war ja wirklich ziemlich anders! Auch von der Stimmung her, total komisch. Bedrückend, intrigant, mutlos.
Listig fand ich einfach nur grässlich, nur auf seinen Vorteil bedacht und auch verschlagen. Wirrkopf mochte ich da schon eher, auch wenn er so blöd war sich immer von Listig rumkriegen zu lassen. Diese vielen Intrigen mochte ich gar nicht, und ich habe auch nicht so recht verstanden warum die Narnianen so schön auf ihn reingefallen sind... Und ich habe immer darauf gewartet, dass der echte Aslan auftaucht. Es läuft eine billige Kopie von ihm rum, die Bäume fällen und Narnianen Arbeitsdienste verrichten lässt - und er rührt sich nicht! Mal ganz zu schweigen vom Kampf...
Und dieser Tash! Ziemlich gruselig, auch die Zeichnungen (also als Kind hätte mir das sicher Alpträume beschert). Und auch komplett anders, als die anderen Figuren. Als er das erste mal aufgetaucht ist, musste ich erstmal schauen ob ich auch im richtigen Buch bin.
Suse durfte wie gewohnt als schlechtes Beispiel und Abschreckung herhalten, und wieder habe ich mich darüber geärgert! Warum kommen eigentlich die Zwerge - bis auf vereinzelte Ausnahmen - so schlecht weg? Das fand ich in diesem Teil sehr extrem...
Durch die letzten Kapitel musste ich mich auch quälen, das mit der Spiegel-Welt hat mich schon verwirrt - ich habe den Sinn nicht ganz verstanden glaube ich. Soll das so eine Art Garten Eden sein, nur das man alles darf und alle "guten" dort sind, Tote wieder leben und sogar jünger geworden sind? Und Aslan im Türrahmen war dann quasi das jüngste Gericht?
Ewig wurde sich begrüßt, umarmt, Hände geschüttelt, erinnert, sich gut gefühlt, ... Puh!
So als Abschluss fand ich das unbefriedigend, ich hätte mir etwas von der "Magie" der ersten Bücher gewünscht. Es hat mich zwar gefreut, dass die "Kämpfer Narnias" dort bleiben durften, und es gab ja auch viel Friede-Freude-Eierkuchen - aber die Sache ist für mich nicht rund, eher verwirrend.