Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

E-Mail: Passwort:

Autor Thema: Anne Brontë - Agnes Grey  (Gelesen 2322 mal)

dora

  • Gast
Re: Anne Brontë - Agnes Grey
« Antwort #15 am: 05. Januar 2007, 20:55:47 »

ich werde mir das buch nciht kaufen,
denn es ist zu dünn für mich ich brauche dickere Bücher

Das ist ja mal ein interessantes Kriterium. Immerhin ist es nicht wegen der Coverfarbe :smile:

Was hat die Dicke mit dem Kauf zu tun? (Sorry, aber das musste jetzt sein :breitgrins:)
Gruß,
dumbler


Was hat die Coverfarbe mit dem Kauf zu tun?

Gruß Elfengirl
[/quote]

Dieser Thread gleitet ins surreale ab

Was hat die Dicke mit dem Kauf zu tun? (Sorry, aber das musste jetzt sein :breitgrins:)

genial!
 totlach totlach totlach

dora
« Letzte Änderung: 05. Januar 2007, 20:57:49 von dora »
Gespeichert

Niniane

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Beiträge: 65
Re: Anne Brontë - Agnes Grey
« Antwort #16 am: 05. Januar 2007, 23:53:19 »

Ich finde die Dicke eines Buches fast schon ein nachvollziehbares Motiv dafür, ob ich ein Buch kaufe oder nicht :smile:. Bin da genauso, nur daß ich bis jetzt immer das Glück hatte, daß alle Bücher, die ich lesen wollte, auch eine entsprechende Fülle hatten. Es ist einfach so, daß ich in einer Geschichte alles ganz genau wissen will und auch gerne ein paar Seiten lese, in denen nichts Außergewöhnliches passiert. Und ich bilde mir auch ein, daß man durch ausreichend Text mehr Atmosphäre aufbauen kann - ok, letzteres kann auch ein Trugschluß sein. Es gibt sicher auch begabte Autoren, die das mit weniger hinbekommen. Die Brontë-Schwestern schaffen es allemal, eine fesselnde Stimmung aufzubauen, und auch im vorliegenden Beispiel fehlte mir in der Hinsicht nichts. Aber wenn man schon solch ein Talent hat, dann würde ich mich viel mehr freuen, wenn es doppelt soviele Seiten wären, um sich noch mehr von den Dialogen und der Sprache verzaubern zu lassen. :smile:
Äh...keine Ahnung, ob ich mich verständlich ausdrücken konnte...

Zum Cover kann ich nur sagen: wenn ich das Buch schon kenne und ich es nur noch kaufen will, um es in mein Regal zu stellen, dann schaue ich auf alle Fälle auf´s Cover. Und wenn es mir nicht zusagt, würde ich es eventuell sogar stehenlassen und auf eine schönere Ausgabe warten. Wenn ich ein Buch natürlich unbedingt lesen will, ist es mir schnurzpiepeegal, wie es aussieht  :breitgrins:

@erlfengirl: Wenn Du die Brontë-Schwestern generell magst, wäre es ein hübsches kleines Buch für zwischendurch. Aber ich will Dich jetzt auch nicht überreden, das Buch auf alle Fälle zu kaufen  :smile:.
Gespeichert
"Den ganzen Vorzug den ich für mein Geschlecht beanspruche -er ist nicht einmal besonders beneidenswert und es lohnt nicht, sich danach zu sehnen -, ist der, am längsten zu lieben, selbst dann noch zu lieben, wenn das Leben oder alle Hoffnung dahin sind." Anne Elliot

Chalis

  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 28
Re: Anne Brontë - Agnes Grey
« Antwort #17 am: 07. April 2007, 18:21:32 »

Bis auf das Ende gefiel mir das Buch auch sehr gut ^^
Wahrscheinlich vor allem, weil ich direkt zuvor Kate Chopin, The Awakening gelesen habe.
Bei letzterem bleiben mir die Charaktere mit ihren Problemen total fremd. Und ein Mitempfinden ist überhaupt nicht dabei gewesen  :sauer:
Bei Agnes zerrt die Einführung in die Geschichte auch nicht an den Nerven, sondern man kann es schön durchlesen. Am besten gefiel mir dann ihr Erkennen und Hadern. Sie weiß ja um ihren Fehler, oder eher um die Ursachen ihres Unglücks, ihrer Einsamkeit. Bin mir nicht sicher, ob sie ihr Verhalten selbst als "Fehler" sieht. Und ändern tut sie ihr Verhalten doch eigentlich auch bis zum Schluss nicht ? Auch wenn sie selbstständiger wird und ihr die Arbeit mehr Spass macht?
Gespeichert

Gytha

  • Brachialtolkienist
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 975
Re: Anne Brontë - Agnes Grey
« Antwort #18 am: 30. März 2011, 16:45:44 »

Ich fand Agnes Grey ganz nett für zwischendurch, aber gegen ihre Schwestern fällt Anne ziemlich ab. Die Atmosphäre in Sturmhöhe und Jane Eyre schien mir wesentlich dichter und die Geschichten komplexer, letzteres mag aber auch am Schreibstil liegen und vielleicht sollte man vorher auch nicht unbedingt Jane Austen lesen, dagegen kann sie einfach nicht ankommen, wesewegen ich mir auch eine Bewertung spare.
Gespeichert
LG Gytha

"Dieses Haus sei gesegniget"

Ophelia

  • KOBOld ]:-)
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1595
Re: Anne Brontë - Agnes Grey
« Antwort #19 am: 25. August 2011, 11:47:30 »

Anne Brontë ~ Agnes Grey


Seiten:276
Verlag: Insel Taschenbuch
Erscheinungsjahr:1847




Die junge Agnes Grey entschließt sich, eine Stellung als Gouvernante anzunehmen, nachdem das Vermögen des Vaters durch ein Unglück zerstört wird, um ihre Familie durch das verdiente Geld zu unterstützen. Die Kaufmannsfamilie, deren Kinder sie erziehen soll, bringt ihr allerdings wenig Achtung und Sympathie entgegen. Ihr Leben wird zu einer einzigen Demütigung. Sie verliert recht bald ihre Stelle und übernimmt schließlich eine Stellung als Gouvernante in einer reichen Adelsfamilie, mehr als 100 Meilen von ihrer Heimat entfernt. Doch auch dort erfährt die sensible, zurückhaltende Agnes wenig Freundschaft, oft ist sie nahe an der Verzweiflung angesichts der schwer erziehbaren, eitlen und koketten Kinder der Familie. Sie lernt den neuen Hilfspfarrer Edward Weston kennen und beginnt, zarte Gefühle für ihn zu hegen...

Agnes Grey ist neben Die Herrin von Wildfell Hall der zweite und letzte Roman von Anne Brontë. Auch hier ist die Protagonistin eine schüchterne, ernste, aber sehr kluge Frau mit festen Wertevorstellungen und Prinzipien, was aber von den meisten Mitmenschen nicht wahrgenommen wird. Sie lebt in einer Gesellschaft, in der Oberflächlichkeiten und Äußerlichkeiten mehr zählen als Herz und Verstand. Agnes Grey erkennt, woran es ihr mangelt, und weshalb sie von den meisten Menschen ignoriert oder belächelt wird, doch ist sie auch zu eigen und zu stolz, sich für andere zu verbiegen, nur um zu gefallen. Doch es gibt einen Menschen, der genau das in ihr sieht - Edward Weston.

Beeindruckend ist, wie klar und detailliert Anne Brontë die Charaktere und deren Beziehungen untereinander schildert. Aufgrund der Kürze des Romans würde man sich als Leser aber wünschen, dass sie hier ein wenig mehr ausgeholt hätte. Sie bleibt dabei unter ihren Möglichkeiten, denn gerade die Beziehung zwischen Agnes und dem Vikar Weston ist per se nicht sehr tiefgreifend und schlüssig. So bleibt bis zum Schluss recht unklar, wie ihre Gefühle für ihn sind und wie sie zustande kamen. Sie mag ihn, weil seine Predigten anders sind und weil er freundlich und verständlich ihr gegenüber ist - und weiter? Das Ende kommt leider auch recht konstruiert und zu Happy-End-mäßig rüber. Dennoch habe ich die Lektüre keinesfalls bereut, hat sie mir doch wieder einmal mehr die wunderbare Welt der Brontë-Schwestern aufgezeigt.

3ratten   :marypipeshalbeprivatmaus:

« Letzte Änderung: 25. August 2011, 11:51:32 von Ophelia »
Gespeichert

tina

  • Hardcover-Fetischist und LukeDanesDADAistin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 3284
Re: Anne Brontë - Agnes Grey
« Antwort #20 am: 21. Dezember 2011, 19:06:09 »

Ich habe gestern mit diesem Buch begonnen und es gefällt mir sehr gut. Ich habe jetzt die ersten drei Kapitel gelesen und es macht einfach Spaß wieder in das "alte" England einzutauchen. Ich weiß nicht warum ich Bücher über diese Zeitperiode so mag. Der Sohn der Familie, Tom, ist ja wohl einfach nur ein Kotzbrocken und der Vater ist auch gräßlich. Ich habe immer Freude an einem Buch, wenn es in diesem so richtige Hasscharaktere gibt. Das ist wie das Salz in der Suppe.
Gespeichert
Ein Optimist ist ein Mensch, der weiß, wie kompliziert die Welt sein kann - ein Pessimist entdeckt das jeden Morgen aufs neue
Sir Peter Ustinov

 :buecherstapel: Mein SUB

:leser:
Erenst Cline - Ready Player One
Doris Lessing - Und wieder die Liebe

Ophelia

  • KOBOld ]:-)
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 1595
Re: Anne Brontë - Agnes Grey
« Antwort #21 am: 21. Dezember 2011, 19:26:13 »

@Tina
Ja, die Stimmung in dem Buch kommt wirklich gut rüber. Keine Sorge, es gibt im Verlauf noch mehr solcher Hasscharaktere.  :zwinker:
Gespeichert

tina

  • Hardcover-Fetischist und LukeDanesDADAistin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 3284
Re: Anne Brontë - Agnes Grey
« Antwort #22 am: 01. Januar 2012, 21:53:52 »

Dieses Buch gefällt mir immer besser. Agnes mag ich und diese Kinder finde ich einfach nur gräßlich. Ich dachte ja immer dass die Kinder heutzutage einfach schlecht erzogen sind, aber es scheint nicht nur ein Problem unserer heutigen Erziehungsmethoden zu sein. Diese Kinder bekommen keinerlei Grenzen aufgezeigt und haben einen Freifahrtsschein für alles. Da geht mir echt die Hutschnur hoch und Agnes muss sich auch noch rechtfertigen, warum diese Gören sich so daneben benehmen. Nun, dass Buch scheint mich wirklich zu bewegen.  :breitgrins: Ich freue mich schon auf das weiterlesen.
Gespeichert
Ein Optimist ist ein Mensch, der weiß, wie kompliziert die Welt sein kann - ein Pessimist entdeckt das jeden Morgen aufs neue
Sir Peter Ustinov

 :buecherstapel: Mein SUB

:leser:
Erenst Cline - Ready Player One
Doris Lessing - Und wieder die Liebe

tina

  • Hardcover-Fetischist und LukeDanesDADAistin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 3284
Re: Anne Brontë - Agnes Grey
« Antwort #23 am: 03. Januar 2012, 19:42:06 »

Mittlerweile bin ich bei Kapitel 15 angelangt und ich merke, dass ich beginne langsamer zu lesen, damit ich noch etwas länger von diesem Buch habe, denn die Story gefällt mir ausgesprochen gut. Die Protagonisten ist mir ans Herz gewachsen und die sie umgebenden Personen haben Charaktere, die einige Emotionen beim Leser freisetzen und das sind nicht immer die besten.  :breitgrins: Ich habe Mitleid, ich verspüre Zorn und ich empfinde sogar kleinere Rachegelüste, genauso, wie es bei einem guten Buch sein sollte. Vielleicht liegt es daran, dass in diesem Buch ein Typ Frau beschrieben wird (nicht Agnes), welchen es auch heute noch gibt und diese Frauen uns immer und überall über den Weg laufen. Somit ist dieses Buch, was dies anbelangt, sogar fast zeitlos.
« Letzte Änderung: 03. Januar 2012, 19:49:12 von tina »
Gespeichert
Ein Optimist ist ein Mensch, der weiß, wie kompliziert die Welt sein kann - ein Pessimist entdeckt das jeden Morgen aufs neue
Sir Peter Ustinov

 :buecherstapel: Mein SUB

:leser:
Erenst Cline - Ready Player One
Doris Lessing - Und wieder die Liebe

tina

  • Hardcover-Fetischist und LukeDanesDADAistin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 3284
Re: Anne Brontë - Agnes Grey
« Antwort #24 am: 24. Januar 2012, 10:41:26 »

Anne Brontë – Agnes Grey


OA: 1847
192 Seiten
ISBN: 978-1853262166

Inhalt:
Agnes Grey, die Tochter eines verarmten Landpfarrers, entschließt sich als Gouvernante zu arbeiten. Demütigungen durch die Arbeitgeber und die Mühen mit den schwererziehbaren Kindern einer Kaufmannsfamilie, später einer englischen Adelsfamilie, machen der sensiblen jungen Frau sehr zu schaffen. Die unausgesprochene Zuneigung zu Edward Weston, einem Vikar, der ihre Liebe ebenso unausgesprochen erwidert, findet schließlich, nachdem das Paar sich aus den Augen verloren hatte, ihre glückliche Erfüllung.(Quelle: Amazon)

Eigene Meinung:
Dieser Roman von Anne Brontë ist, im Gegensatz der Bücher ihrer Schwestern, eher von der leichten unbeschwerten Art. Die Geschichte plätschert dahin, ohne jedoch langweilig zu sein. In der 1. Person geschrieben, erfahren wir durch die Protagonistin selbst, von ihrer Zeit als Gouvernante ziemlich reicher und leider auch sehr verzogener Kinder und ihrer ersten Liebe, die einige Umwege in Kauf nehmen muss. Durch den tagebuchähnlichen Charakter der Geschichte nimmt der Leser sehr intensiv Anteil an den Sorgen und Nöten von Agnes, denn man wird unmittelbar mit den Hoffnungen und Zweifeln von Agnes konfrontiert und schließt sie darum auch ganz besonders ins Herz. Interessant sind auch immer wieder die moralischen Vorstellungen, Sitten und die gesellschaftlichen Strukturen dieser Zeit. Es wird allgemein angenommen, dass Anne Brontë in diesem Roman sehr viel von ihrem eigenen Leben einbrachte, so dass dieses Buch dem Leser von heute, ein sehr genaues Bild der englischen Gesellschaft des 19ten Jahrhunderts vermittelt.

 4ratten

Tina
Gespeichert
Ein Optimist ist ein Mensch, der weiß, wie kompliziert die Welt sein kann - ein Pessimist entdeckt das jeden Morgen aufs neue
Sir Peter Ustinov

 :buecherstapel: Mein SUB

:leser:
Erenst Cline - Ready Player One
Doris Lessing - Und wieder die Liebe