Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

E-Mail: Passwort:

Autor Thema: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman  (Gelesen 23157 mal)

BigBen

  • Gast
Re: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #120 am: 13. März 2009, 09:07:16 »

Kapitel Dreiundneunzig

Das konnte doch wohl nicht wahr sein! Jetzt wo Brösecke den Fall fast gelöst hatte, verschwanden alle Beweisstücke dieses Falles. Naja, verschwinden konnte man das, was vorgefallen war, nicht wirklich nennen.
Er wollte sich heute in der Asservatenkammer noch einmal alles im Detail ansehen. Aber dort, wo die Asservatenkammer immer gestanden hatte, war nun ein See. Knödlinger paddelte mit einem kleinen Boot darauf herum und versuchte ein paar der hier und da schwimmenden Papiere einzusammeln. Man kann es kaum glauben. Da hatte sich dieser Baron von Monto-Christy über die Jahre einen Tunnel quer unter der ganzen Stadt hindurch gegraben. Zeit hatte er ja genug gehabt. Er saß seit nunmehr 27 Jahren in Haft, und das nur, weil er während der Fastenzeit heimlich in Amazonius Lager eingebrochen war und ein Buch, ein sehr dünnes Taschenbuch, mitgenommen hatte. Na, jedenfalls ging dieser Gang in der Nähe des Whuster Rivers vorbei. Die Tunneldecke war leider so dünn, daß das Wasser irgendwann mit großer Wucht in den Gang eindrang und vieles unterspülte. Wie eben auch die Asservatenkammer. Dem Baron ist dabei erstaunlicherweise nichts geschehen. Man hat ihm sogar für die Zeit nach seiner Entlassung einen Posten bei der städtischen Administration für Bauarbeiten unterhalb des Straßenniveaus angeboten, da er sich da nun besser auskennt als jeder andere. Ja, eigenartige Dinge geschehen in dieser Stadt.
"He, Knödlinger, wenn Du den Mantel irgendwo siehst, sag mir Bescheid." rief Brösecke dem Chef der Asservatenkammer zu. Dann wandte er sich in Richtung Markt. Er hatte jetzt so viel Frust aufgestaut. Da half nur noch eins. Ein exzessiver ungebremster Kaufrausch. Wolle!
« Letzte Änderung: 13. März 2009, 09:09:49 von BigBen »
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Re: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #121 am: 18. März 2009, 08:27:02 »

Ein Kapitel, in dem es weitergeht, das aber viel zu kurz ist, um wirklich als vollständiges Kapitel zu gelten, und das daher dringend auf Fortsetzung hofft

Das konnte doch wohl nicht wahr sein! (Hm! Das habe ich Letztens doch schon mal irgendwo gelesen. Egal.) Brösecke konnte es kaum glauben. Knödlinger war erfolgreich gewesen. Leider zu erfolgreich. Jetzt lagen da vor ihm 13 Mäntel und ein Frack!
« Letzte Änderung: 18. März 2009, 08:28:58 von BigBen »
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Re: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #122 am: 19. März 2009, 16:10:12 »

Fortsetzung des Kapitels, in dem es weiterging, das aber viel zu kurz war, um wirklich als vollständiges Kapitel zu gelten, und das daher dringend auf Fortsetzung hoffte

Drei Mäntel hatte Brösecke bis jetzt näher untersucht. Alle drei gehörten nicht zu seinem Fall.
Bei dem ersten waren alle Taschen voller Wacholderbeeren. Er erinnerte sich an diesen eigenartigen Fall. Da hatte jemand seine Opfer, die alle 5-Sterne-Köche waren, mit Wacholderbeeren erschossen. Der Täter fand das wohl irgendwie stilvoll. Man hatte ihn nie erwischt.
Im zweiten Mantel steckten Dutzende leerer Notizbücher und Unmengen Stifte. Der Mantel konnte nur zu dem berüchtigten Alzheimer-Fall gehören.
Der dritte Mantel war nur voller Löcher.
Brösecke brauchte jetzt erst einmal Whiskey und einen Kaffee. Die Mäntel würden auf ihn warten.
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Re: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #123 am: 20. März 2009, 08:06:32 »

Ergänzung zur Fortsetzung des Kapitels, in dem es weiterging, das aber viel zu kurz war, um wirklich als vollständiges Kapitel zu gelten, und das daher dringend auf Fortsetzung hoffte

Die anderen sieben Mäntel gehörten auch nicht zum Mordfall an der Witwe des Generals von Knochenbrech-Eisenbeiss.
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Re: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #124 am: 20. März 2009, 16:13:58 »

Anmerkung betreffs der Ergänzung zur Fortsetzung des Kapitels, in dem es weiterging, das aber viel zu kurz war, um wirklich als vollständiges Kapitel zu gelten, und das daher dringend auf Fortsetzung hoffte

Die drei noch nicht untersuchten Mäntel und der Frack sind nicht mehr auffindbar.
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Re: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #125 am: 21. März 2009, 07:16:02 »

Die unerwartete Wendung

Da Brösecke im Augenblick nicht wußte, wie er weiter vorgehen sollte, ging in dieses neue Gasthaus, wo man den schwarzen, bitteren Türkentrank seit Kurzem ausschenkte. Er hatte festgestellt, daß ein Schälchen davon Körper und Geist belebte.
Als er sich eine der Zeitungen holen wollte, sah er, daß an einem der Kleiderhaken der Mantel hing, den er die ganze Zeit suchte. Nur wie war der hierhergekommen?
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Re: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #126 am: 24. März 2009, 15:12:28 »

Kapitel Fünfundneunzig

Brösecke hatte sich so platziert, daß er den Mantel jederzeit im Auge behalten, und denjenigen, der den Mantel holen würde, sofort ergreifen konnte.
Er wartete nun schon eine ganze Weile. Der viele Türkentrank hatte ihn mittlerweile ganz hibbelig gemacht. Aber endlich tat sich da etwas. Ein riesiger Kerl mit rotem Bart griff nach dem Mantel. Sofort war Brösecke hinter ihm und legte ihm die Hand auf die Schulter.
"Halt! Sie sind verhaftet!" Der Kerl drehte sich um. Brösecke wollte seinen Augen kaum trauen. Das war doch der Kerl aus dem Destille-Fall. Wie hieß der gleich nochmal? Kalle Mac Irgendwas. Egal, es konnte jedenfalls kein Zufall sein, das der Kerl, mit dem Earl damals die Destille betrieb, jetzt das Beweisstück in dessen Mordfall bei sich hatte. "Sie sind verhaftet wegen der Entwendung von Beweismitteln." Kaarl wirkte ein wenig verwirrt. "Wieso sollte mein Mantel ein Beweismittel sein? Ein Beweismittel wofür?"
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Re: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #127 am: 25. März 2009, 08:46:41 »

Kapitel 96

"Brösecke, gut das Sie endlich kommen." Bröseckes Chef, Hauptmann Wachinger, stand in der Tür seines Büros. "Sie sind mit sofortiger Wirkung auf unbestimmt vom Dienst suspendiert."
Brösecke klappte der Kiefer herunter. "Wieso das, Chef? Ich habe doch immer gute Arbeit geleistet. Hier und da mal ein kleines Versehen. Das kann doch jedem Mal passieren." "Ach ja, nennen Sie die Verhaftung von Lady Wobblestone ein kleines Versehen? Ihr Advocatus hat uns die Hölle heiß gemacht während Sie irgendwelchen Phantomen nachjagten."
"Aber..." "Kein Wort mehr! Ich will Sie jetzt eine Weile hier nicht mehr sehen." Brösecke nahm seine Wolle und die Nadeln aus seinem Schreibtisch und schlürfte tief getroffen davon.
"Ähm, was wird den jetzt mit mir?" Kaarl stand nun vollkommen unbeachtet im Raum. "Ach hauen Sie doch ab!", rief Brösecke schon in der Tür stehend, "Das ist doch jetzt eh alles egal."
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Re: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #128 am: 06. April 2009, 14:38:08 »

Kapitel 97

Wie sollte es nur weitergehen? Hauptmann Wachinger hatte trotz tagelangem intensivsten Grübelns noch immer keine Lösung gefunden. Die Familien von Eisenbeiss und von Knochenbrech saßen ihm im Nacken. Der fürstliche Geheimoberjustizialrat Wiggleweather sendete fast täglich einen Boten, um nach dem Fortgang der Ermittlungen zu fragen.
Wachinger war verzweifelt. Und nur so war auch sein nächster Schritt zu erklären. Er klopfte ganz vorsichtig an Bröseckes Tür. Es war fast nur ein Streicheln. Hoffentlich war Brösecke nicht da oder hatte das Klopfen nicht gehört. Dann hatte er es wenigstens versucht.
Wachinger wollte sich gerade davonstehlen, als hinter ihm die Tür aufgerissen wurde. "Verdammt! Wer stört?" Brösecke stand mit seinem Strickzeug in der Tür. "Wehe, wenn es nicht wichtig ist! Wegen diesem Lärm habe ich gerade eine Masche verloren."
Wachinger duckte sich noch mehr zusammen. "Ähm, mein lieber Brösecke, könnten Sie, wenn es Ihnen nicht allzuviel ausmachen, Ihren Fall wieder übernehmen?"
"Na endlich!" Brösecke war das Strickzeug hinter sich und zog die Tür ins Schloß. "Dann mal los!", sagte er und hieb seinem Chef kumpelhaft auf die Schulter. Dem schwante nichts Gutes.
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Re: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #129 am: 06. Mai 2009, 07:17:04 »

Neueste Meldungen

Aufgrund einiger Breitmaulfroschgrippeverdachtsfälle ist Schloß Wobblestone und seine Umgebung weiträumig isoliert worden.
Es gibt kaum neue Nachrichten aus dem Gebiet. Selbst unser Reporter vor Ort, Eusebius Hust, hat sich seit Tagen nicht mehr gemeldet, sodaß davon ausgegangen werden kann, daß auch er erkrankt ist.
Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Ihr Team der Lischofor-Gazette
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Re: Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #130 am: 07. Mai 2009, 07:24:47 »

Neueste Meldungen

Die Verdachtsfälle bezüglich der Breitmaulfroschgrippe haben sich als unbegründet erwiesen.
Die rapide Abnahme der Brautmaulfroschpopulation in der Gegend um das Schloß Wobblestone konnte auf die Neueröffnung des französischen Restaurants "Chez Mustache" zurückgeführt werden.
Die Erkrankungen in der Gegend wurden nach weiteren Untersuchungen von den örtlichen Badern und Barbieren auf zwei Möglichkeiten eingeschränkt - der pulsierende, nordtropische Wasserflohhusten oder der rote, bengalische Ponyschnupfen. Beide Krankheiten könnten aufgrund der neuen Postkutschenrouten sich bis in dieses Gebiet verbreitet haben.
Eine erfolgreiche, allgemein wirksame Behandlungsmethode gegen diese beiden Erkrankungen ist unbekannt, aber der Verzehr von Breitmaulfroschsuppe scheint sich positiv auf den Krankheitsverlauf auszuwirken.

Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Ihr Team der Lischofor-Gazette
« Letzte Änderung: 07. Mai 2009, 07:28:24 von BigBen »
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Antw:Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #131 am: 02. Juni 2009, 07:04:27 »

Fast das nächste Kapitel

Peng! Brösecke schreckte hoch. Er war gerade von seinem Stuhl gerutscht und lag nun halb unter dem Schreibtisch. Er versuchte aufzustehen, aber er war immer noch sehr schwach und sackte gleich wieder in sich zusammen. Egal, dachte er sich, bleibe ich erst einmal hier liegen.
Keiner der Ärzte, bei denen er bisher war, konnte ihm genau sagen, was er hatte. Es war nur sicher, das es keine der grassierenden Seuchen war. Am eigenartigsten war, das seit kurzem alles grün für ihn aussah...
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Antw:Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #132 am: 09. Juni 2009, 09:02:17 »

Annäherung an das nächste Kapitel

Nachdem sich Brösecke so langsam wieder erholt hatte, fragte er sich ernsthaft, ob es noch Sinn mache, an dem Fall weiterzuarbeiten. Seit Wochen hatte niemand mehr nach dem Fortgang der Untersuchungen gefragt. Wozu sollte er sich also noch anstrengen?
Vielleicht sollte er einfach mal Urlaub machen. Weit weg. Nur er und ein gutes Buch. Wozu ein Buch? Er las doch gar nichts außer Getränkekarten. Also ohne Buch, nur er ... und eine dralle Blondine und ein kühler Drink. Zur Not auch ohne Blondine, Hauptsache der Drink...
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Antw:Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #133 am: 17. Juni 2009, 08:50:24 »

Fast nah dran am nächsten Kapitel

Brösecke schreckte plötzlich hoch. Dabei stieß er mit dem Kopf gegen den Schreibtisch. Er benötigte eine Weile bis er sich orientiert hatte. Der Drink war wohl doch etwas größer ausgefallen, als er verkraften konnte. Langsam, ganz langsam kam er wieder auf die Beine. Sein Blick schweifte durch das Büro und über den Boden. OK, die Flaschen würde er später noch wegräumen. Und auch die Rothaarige.
Nachdem er schwankend ein paar Schritte in Richtung Tür gemacht hatte, stutzte Brösecke. Rothaarige? Eine Frau? Wie kam die hierher? ...
Gespeichert

BigBen

  • Gast
Antw:Der Literaturschock-Fortsetzungsroman
« Antwort #134 am: 01. Juli 2009, 15:57:11 »

Vielleicht das lang erwartete nächste Kapitel

Mit der Rothaarigen das hatte sich dann doch schneller aufgeklärt als gedacht. Sie hatte sich nur im Büro geirrt. Eigentlich wollte sie zu Maloney. Sie fand Männer, die unter Schreibtischen schliefen, irgendwie sexy. Als sie in Bröseckes dunkles Büro trat, war sie über ihn gestolpert und mit dem Kopf an der Schreibtischkante aufgeschlagen. Das hatte ihr bis zum Morgen die Lichter ausgeknipst.
Leider hatte sie, als sie wieder bei sich war, keine Lust gehabt, mit Brösecke unter dessen Tisch zu kriechen. Er war nun stink sauer auf diesen Maloney. Der sollte ihn noch mal um Hilfe bitten. Pah!
Es war aber nun höchste Zeit, das er sich seinem aktuellen Fall widmete. Brösecke erstarrte in der Bewegung. Was war sein aktueller Fall? Sein Hirn war wie leer gefegt. So viel hatte er doch nun aber gar nicht gesoffen. Aber so sehr er sich auch anstrengte, das Einzige, was ihm einfiel, war ein Name. Korsakoff. Hatte der was mit dem Fall zu tun? Hatte der ihm den Schnaps verkauft? 
Brösecke beendete den angefangenen Schritt und dachte, das es aber nun höchste Zeit war, das er sich seinem aktuellen Fall widmete...
Gespeichert