Sophie Kinsella - The Secret Dreamworld of a Shopaholic

Becky Bloomwood ist Journalistin einer großen Finanzzeitschrift. Doch hingegen ihrem Beruf kann sie mit ihren Finanzen nicht gut haushalten, sondern jagt ein Schnäppchen nach dem anderen. Das hat nur leider das Problem, dass sie bald nicht mehr ihre Rechnungen bezahlen kann und in einem Haufen von Schulden zu versinken droht. Doch anstatt ihr Problem mit ihrer Bank zu klären, versucht sie es auf ihre eigene Art zu lösen und vertröstet die Banken mit fadenscheinigen Ausreden, bis sie plötzlich merkt, dass es so nicht weitergehen kann.
Ehrlich gesagt, mache ich normalerweise einen großen Bogen um die sogenannte „Frauenliteratur“, da mir viele Bücher, die ich aus diesem Genre bisher gelesen hatte, immer sehr klischeehaft vorkamen und mir das Lesen keinen Spaß gemacht hatte.
Auch Sophie Kinsella hatte ich, ohne etwas von ihr gelesen zu haben, dort eingeordnet und mich nicht weiter damit beschäftigt, auch wenn ich ein wenig neugierig war, weshalb diese Autorin so erfolgreich ist.
Nachdem vor kurzem der sechste Band ihrer Shopaholic-Reihe erschienen ist und ich wiederum auf viele begeisterte Meinungen traf, habe ich in der Buchhandlung in den ersten Band ihrer Shopaholich-Reihe „The Secret Dreamworld Of A Shopaholic“ reingelesen und musste sofort lachen. Kurze Zeit später habe ich das Buch begonnen und ausgelesen – und ich muss meine Meinung ein wenig revidieren. Denn zumindest mit Becky Bloomwood hat mir Sophie Kinsella ein paar sehr unterhaltsame Lesestunden bereitet.
Becky Bloomwood ist ein Charakter, den ich sofort gern hatte. Äußerst überdreht, teilweise ein wenig nervig und sehr naiv, aber dennoch auch so liebenswert. Sie merkt zwar, dass sie ein kleines Problem hat, spätestens als sie sich nicht mehr traut, ihre ganzen Rechnungen aufzumachen und ihr keine hilfreichen Ausreden mehr einfallen, aber sie steht dem völlig hilflos gegenüber, wie ein kleines Kind. Aber anstatt aufzugeben, versucht sie alles um aus ihrer Misere herauszukommen, sie versucht zu sparen, sucht sich einen neuen Job und vieles mehr. Nur leider hat Becky noch eine andere Eigenschaft, die ihr so gar nicht steht: Trotz aller Versuche tappt sie von einem Fettnäpfchen ins andere. Was für den Leser zwar unterhaltsam ist und sicherlich in der ein oder anderen Situation wiedererkennt, aber Becky natürlich immer auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Dennoch lässt sie sich trotz allem nicht unterkriegen und zieht weiter ihr Ding durch, was sie mir persönlich wesentlich sympathischer gemacht hatte.
Allerdings muss ich aber auch sagen, dass es auf den 300 Seiten nicht so viel Inhalt gibt. Viele Szenen handeln von ihren (täglichen) Einkäufen oder von den langweiligen Presseveranstaltungen, sodass ich das hier nicht weiter breit treten möchte.
Ich habe „The Secret Dreamworld of a Shopaholic“ auf englisch gelesen und ich werde das auch weiterhin machen, denn die Sprache ist sehr leicht zu verstehen und die englischen Ausgaben gefallen mir persönlich wesentlich besser als die deutschen.
Herrlich, einfach herrlich. „The Secret Dreamworld of A Shopaholic“ wird gewiss nicht mein einziges und letztes Buch von Sophie Kinsella bleiben. Und vielleicht sollte ich nun öfter mal wagen, über den Tellerrand schauen.
