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  • Kundera-Leichtigkeit des Seins: 02. Dezember 2006

Autor Thema: Milan Kundera - Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins  (Gelesen 2637 mal)

tina

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Re: Milan Kundera - Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
« Antwort #15 am: 07. Dezember 2006, 21:44:32 »


Den Satz fand ich auch sehr schön und gleichzeitig hat er mich aber auch sehr mitgenommen, denn es ist mit diesem Satz genauso wie mit folgendem.......Lieben heisst auch los lassen
 :anbet: Tragisch und doch schön

Das stimmt, aber diesen Satz bekommen die meisten in den falschen Hals, obwohl er viel Wahres enthält. Wenn jemand versucht mich mit aller Gewalt an sihc zu binden, dann bewrikt er immer das Gegenteil. Vielleicht kan ich aus diesem Grund auch Thomas in mancher Hinsicht so gut verstehen.

Tina
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creative

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Re: Milan Kundera - Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
« Antwort #16 am: 07. Dezember 2006, 21:57:22 »

Ich habe das Buch nun auch beendet!

Es ist ein ganz großartiges Buch und mir hat v.a. Aufbau und Stil sehr gut gefallen. Es werden soviele Gedanken angesprochen, und auch die Umstände in der Tschechoslowakei Ende der 60-er Jahre/Anfang 70er Jahre sehr gut geschildert. Dieses Misstrauen (bespitzelt zu werden), die Angst, die Verbote und die Macht der Russen konnte man gut nachvollziehen.
Die Position des Erzählers, der dem Leser die Gedanken vermittelt, empfinde ich als sehr gutes Stilmittel.

Man müsste wohl das Buch nochmals lesen, denn vieles steht "zwischen den Zeilen", doch das Buch hat einen sehr großen Eindruck hinterlassen. Der Titel passt sehr gut zum Buch, es wird ja auch im Text immer wieder auf die "Leichtigkeit des Lebens" hingewiesen, bzw. wie schwer eigentlich diese "Leichtigkeit" ist.

Auch ich tu mich schwer, Sympathien/Antipathien zu verteilen. Es werden "Menschen" beschrieben, mit all ihren Stärken und Schwächen.

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tina

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Re: Milan Kundera - Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
« Antwort #17 am: 07. Dezember 2006, 22:09:48 »

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Da mußte ich auch schlucken, denn das ging mir auch sehr nahe, aber ich fand an der Geschichte faszinierend, wie das Verhältnis von Mensch zu Tier beschrieben oder zumindest angeprangert wurde. Da hat mir Kundera sehr aus dem Herzen gesprochen.
Tina
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Bine1970

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Re: Milan Kundera - Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
« Antwort #18 am: 13. Dezember 2006, 12:21:24 »

 :winken:

Also ich bin nun im sechten Teil angekommen(...hatte nicht so viel Zeit zum Lesen)
Ich muß sagen die erste Hälfte des Buches hat mir wesentlich besser gefallen.
Tomas mag ich nicht. Ich frage mich immer noch : warum ist er mit Teresa verheiratet??? Er brtügt sie unentwegt, fühlt sich von ihgr eingeengt und ist froh dads er als Fensterputzer den ganzen Tag unterwegs ist und Teresa somit nicht sieht. Und natürlich kann er mit anderen Frauen S.E.X. haben so viel er will. ICH MAG IHN NICHT :grmpf:
Und wieso schreibt  Kundera im 6. Teil so ausgiebig über Fäkalien :vogelzeigen: :vogelzeigen: Ich sehe darin keinen Sinn? Nur weil sich Stalins Sohn aufgrund einer verschmutzen Toilette in den Stacheldrahtzaun geworfen hat???
Ich versteh das nicht ist das Literatur???
Ich hoffe das Kundera auf den nächsten Seiten endlich wieder ein anderes Theam auf nimmt.


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Re: Milan Kundera - Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
« Antwort #19 am: 13. Dezember 2006, 14:07:02 »

Hach, ich mag eure Weihnachtsavatare total gern!  :klatschen:

Zu Kundera: Mittlerweile bin ich auch fertig geworden. Ich muss gestehen, dass ich es eineinhalb mal gelesen hab, weil ich es so schön fand. Zum einen finde ich die Erzählhaltung des Autors sehr ansprechend, wenn auch ein wenig ungewöhnlich. Er wendet sich direkt an den Leser und lässt keinen Zweifel darüber offen, dass Tomas, Teresa und die anderen Figuren tatsächlich nur Romanfiguren sind. Zum anderen ist die Geschichte für mich absolut faszinierend, vielleicht auch, weil sie irgendwie so schön traurig ist und auch irgendwie sehr zum Nachdenken anregt. Gibt es tatsächlich Geschlechtsverkehr ohne Liebe? Ich hab wirklich viel über das Buch nachgedacht und bin zum Schluss gekommen, dass es sowas wohl tatsächlich gibt. Allerdings: Was ich dazu sagen würde, wenn mein Freund mit einer anderen schlafen würde, ist eine andere Geschichte.
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Bine1970

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Re: Milan Kundera - Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
« Antwort #20 am: 15. Dezember 2006, 12:18:32 »

 :winken:

Bin nun auch durch, aber ich muß sagen mir gefiel die erste Hälfte des Buches einfach am besten. Traurig fand ich das Lächeln Karenins, denn es erinnerte mich so sehr an den früheren Hund meiner Mutter, Senta, sie hatte auch Krebs und blickte uns zum Schluß so an: bitte erlöst mich ....
Ansonsten kann ich nur sagen: Liebe geht oft seltsame Wege
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