Ich weiß gar nicht, warum ich so lange brauchte, um es endlich zu lesen...

KlappentextDie klassische Frage vieler Krimis: Wie gelangt der Mörder nach der Tat aus einem Raum heraus, der von innen verschlossen vorgefunden wird? Die erfolgreiche Krimiautorin Evadne Mount und der pensionierte Scotland-Yard-Inspektor Trubshaw rücken in Gilbert Adairs grandiosem Kriminalroman, der zugleich eine Parodie ist, dem Problem zu Leibe.
Colonel Roger ffolkes und seine Gäste werden zu früher Morgenstunde von einem Schuss und einem Schrei auf den Plan gerufen. Sie finden die Tür zur Dachkammer verschlossen vor, Blut sickert durch den Türspalt. Nachdem sie mit vereinten Kräften die Tür aufgebrochen haben, finden sie den ungeliebten Gast Raymond Gentry erschossen auf dem Boden vor. Eine Tatwaffe ist nicht auffindbar, das Zimmer ist leer. Wie kann der Mörder das Zimmer verlassen haben?
Meine MeinungDieser Krimi hat mir richtig Spaß gemacht. Ich liebe die alten Schwarz-Weiß-Film Krimis nach Agatha Christie und Co. und fühlte mich sofort in solch einen Film hineinversetzt. Der Autor hat es toll geschafft, diese besondere Atmosphäre im eingeschneiten Herrenhaus zu übermitteln, in dem die Bewohner und Gäste plötzlich zu Mordverdächtigen werden und sich nach und nach einzeln den Verhören vor allen Anwesenden unterziehen müssen. Nach und nach stellte sich heraus, dass jeder ein Motiv für den Mord hätte, gleichzeitig hatte ich aber auch gerade deshalb das Gefühl, dass es auch keiner von ihnen gewesen sein könnte, abgesehen davon, dass der Mord ja in einem von innen verschlossenen Raum stattfand und dieses Rätsel auch noch gelöst werden musste. So gab es einiges zum Grübeln. Einer musste es aber sein und die Auflösung bekam man dann, wie es in dieser Art Krimis so üblich ist, vor der gesamten Gruppe vorgetragen.
Der Weg dorthin war unaufgeregt aber trotzdem spannend erzählt. Bedingt dadurch, dass man ja den Ort nicht verlassen konnte, drehten sich die Ermittlungen um die Räumlichkeiten und die Gespräche der Versammelten, die nach und nach ihre Leichen aus dem Keller holten und damit jeder den Verdacht auf sich selbst lenkte. Besonders viel Spaß hatte ich mit dem Gast Evadne, der Krimiautorin, die ihre schriftstellerischen Krimi-Kenntnisse gleich in dem Fall einsetzte und mit messerscharfen Diagnosen den Inspektor ganz schön nervte.

Dieser Krimi ist durch seine Handlung, die Figuren , das Setting und einzelne Zitate eine tolle Parodie oder besser Hommage auf die alten klassischen Krimis von John Dickson Carr („Der verschlossene Raum“ natürlich), Agatha Christie, etc etc.. und wird allen, die diese Art Krimis lieben, gefallen.
