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Autor Thema: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet  (Gelesen 1905 mal)

cori

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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #15 am: 22. April 2010, 15:48:03 »

Hier bin ich richtig. Also, ich gebe MacOss recht: Ich bin auch nicht richtig in das Buch gekommen, den Humor, oder den sogenannten Humor fand ich unkomisch und ich glaub, ich bin zu "ungescheit" für das Buch. Es hat mich von A bis Z gelangweilt. Ich mag es nicht.
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HoldenCaulfield

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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #16 am: 22. April 2010, 15:55:42 »

Eine Zwischenüberlegung von mir, die ich mir so nach 100 Seiten oder so mal notiert hatte:
 Momentan bleibt einfach der Eindruck das dieser Roman völliger Blödsinn ist und ich vermutlich einfach nicht verstanden habe worauf der Autor mit dem ganzen eigentlich hinaus möchte. Aber ich gebe zu das ich eigentlich eher damit beschäftigt bin die Figuren auseinander zu halten und einigermaßen dem roten Faden zu folgen, auch wenn ich ihn mehr als einmal fast verloren hätte - es gibt schon einen! schwierig sind für mich die Zeitsprünge und auch das Spiel des Autors mit der Sprache, den Gedankengängen seiner Figuren und eben der Rahmenhandlung. Vor allem den Erzähler und Jonathan habe ich manchmal ganz schön durcheinander gewürfelt. Ich glaube ich bin hier sehr an meine sprachlichen Grenzen was das Englische angeht gestoßen. Da ich nach  100 Seiten immernoch nicht so recht weiß was hier eigentlich gespielt wird denke ich es liegt es  wirklich vor allem daran, auch wenn ich weiß das schon die Übersetzung sehr abgedreht ist. Ich bin gespannt ob sich mein Gefühl bestätigt das Buch könnte doch ziemlich genial sein - nur so ein Gefühl am Rande.
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Mira

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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #17 am: 22. April 2010, 16:57:49 »

Alles ist erleuchtet habe ich vor Jahren mal angefangen. Aber irgendwie kam ich über die ersten 50 Seiten nicht hinaus. Warum, weiß ich nicht mehr. Entweder war ich davon gelangweilt oder verwirrt. Da es ein Buch aus der Bib war, kam es dahin wieder ungelesen zurück.
Später dann habe ich mir dann "Extrem laut und unglaublich nah" gekauft (auf die Empfehlung meiner Cousine hin), hatte es innerhalb von wenigen Tagen gelesen und fand (und finde) es einfach nur toll und genial  :klatschen:.

Ich glaube, ich muss mir "Alles ist erleuchtet" noch einmal vornehmen. Den Film dazu -den ich seltsamerweise trotz meiner Bucherfahrung im Kino gesehen hatte - fand ich ja auch klasse (mit Elijah Wood).
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In an age when growing numbers of people tend to think dangerously alike, art's capacity to suspend, even for a moment, our habitual ways of seeing may well prove to be of its greatest value.

Dani

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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #18 am: 22. April 2010, 23:32:37 »

Mir ging es mit dem Buch ähnlich wie Mira. Ich glaube ich habe sogar schon früher aufgehört, so etwa nach 20 Seiten. Da es schon eine Weile her ist, weiss ich auch nicht mehr was mich genau gestört hat, aber ich glaube es war der Schreibstil, der mich genervt hat.  :gruebel: Auf jeden Fall war ich froh, dass das Buch nur geliehen war...
Den Film kenne ich nicht, aber ich mag Elijah Wood, deshalb werde ich ihn mir garantiert irgendwann noch ansehen.  :zwinker:
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HoldenCaulfield

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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #19 am: 23. April 2010, 00:49:42 »

Zur Verfilmung:
Irgendwie kann ich mir diese gar nicht so richtig vorstellen. Vor allem kann ich mir auch Elija Wood (ich bin eh kein großer Fan von ihm...) darin nicht wirklich vorstellen... aber eigentlich hab ich auch zu allen Figuren im Buch kein richtiges Bild im Kopf *g* meine Vorstellung in dieser Hinsicht ist etwas verworren. Aber interessieren würde mich es schon, allein weil ich mir irgendwie nicht vorstellen kann das die Verfilmung funktioniert und wie.

Hier nun meine abschließende Meinung, vielleicht auch eher Gedanken zum Buch:

Es gibt Bücher für die man Durchhaltevermögen braucht. Everything is illuminated (Alles ist erleuchtet) gehört definitiv dazu! Nachdem ich den Roman mehr als einmal am liebsten in eine Ecke gepfeffert hätte, hatte ich trotzdem den Eindruck "Wenn ich nicht weiterlese verpasse ich etwas." Und siehe da: Es hat mich gepackt, auf einmal und das als ich mir schon einen Leseplan gemacht hatte um das Buch überhaupt noch durch zu bekommen.

Ehrlich gesagt gibt vieles beim Lesen erst einmal keinen Sinn. Man denkt sich mehrmals nur noch HÄ?? Was soll das Ganze eigentlich und warum bin ich hier?  :zwinker: Die verschiedenen Zeit und Erzählebenen sind etwas schwer auseinander zu dröseln. Wer wie ich das Buch dann auch noch auf englisch liest könnte scheitern. Ich empfehle wirklich nur geübten, routinierten Englischlesern das Original zu lesen.

Was hat nun eigentlich dazu geführt das ich das Buch nun doch ziemlich gut finde? So genau kann ich das gar nicht beantworten. Ich schätze ich stehe einfach auf abgedrehte Literatur. ;)

Ansonsten rate ich möglichst nur kleine Lesepausen ein zu legen. Wenn man sich erst einmal an die Erzählweise gewöhnt hat kommt man finde ich schon ganz gut klar mit dem Stil. Außerdem hilft einem das Dranbleiben am Text dabei etwas besser durch zu steigen worum es in der Handlung eigentlich geht. Denn diese ist genau genommen hinter all dem seltsamen Humor, der verwirrenden Erzähltechnik, den merkwürdigen Figuren eine tieftraurige Geschichte. Jonathan S. Foer hat in seine Erzählung so manches Mal einen Kern getroffen, vielleicht sogar das Gefühl einer ganz besonderen Generation. Ich finde er hat auch ausgezeigt was Erinnerung bedeuten kann und was sie auch nach Jahren noch verändern kann - für immer.
Es gibt hier fast schon grausame Momente, es werden Dinge beschrieben die einen beim Lesen durchaus an die Grenzen bringen was man emotional ertragen kann, weil man weiß das solche Dinge wirklich geschehen sind, eine grausame Wirklichkeit. Aber ich finde der Roman regt auch zum Nachdenken an. Über die eigene Familie vor allem und ihre Rolle im eigenen Leben, auf den Blickwinkel den man auf sie hat. Was die Veränderung des Blickwinkels bedeuten könnte...
Ich finde Everything is illuminated ist ganz großes Kino - Arthaus ;) Ein Erzählstil der Total abgedreht ist, gepaart mit noch abgedrehteren Figuren - die dabei aber oft echter wirken als so manche gewöhnliche Figur die eigentlich näher an der Normalität dran wäre. Allein Alexander und sein Großvater sind zum Teil einfach nur göttlich :breitgrins: und Jonathan, ich mag Jonathan vor allem sein Hang kein Fleisch zu essen ;)
Der Roman lässt mich etwas verwirrt zurück. Irgendwie muss ich mich jetzt erst einmal sammeln. Ich glaube das es an der Art und weise liegt wie die Thematik des Holocaust verarbeitet wurde. Dadurch das man sich als Leser selbst mit auf diese Reise der Figuren begibt hat man das Gefühl selbst dabei gewesen zu sein und irgendwie hatte ich dadurch einen sehr engen Bezug zu den Figuren obwohl der Stil selbst oft eher ein wenig distanziert ist wie ich finde. Schon merkwürdig, normalerweise passiert es mir praktisch nie das mir ein Buch auf einmal so gut gefällt das ich meine extrem schlechte Meinung komplett über Bord werfe und es nun einfach ja irgendwie genial finde. Jetzt am Ende des Buches habe ich auch nicht mehr dieses große Fragezeichen im Kopf und nehme mir vor auf jeden Fall Extrem Laut und unglaublich nah zu lesen- einfach weil mir der Titel so sehr gefällt. :)

5ratten
« Letzte Änderung: 23. April 2010, 01:28:20 von HoldenCaulfield »
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cori

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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #20 am: 23. April 2010, 14:30:24 »

Holden, meine Liebe, ich denke, wenn man jemanden Ratschläge geben muss, wie man das Buch richtig lesen könnte (ist ja nur ein Vorschlag), dann ist es schon ein "Durchgefallen" - Buch. Ein Buch muss fesseln. Sei es, ab dem Anfang, sei es ab der Mitte, aber der Stil dieses Buches ist einfach schwierig. Man findet sehr schwer hinein.
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HoldenCaulfield

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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #21 am: 23. April 2010, 19:36:33 »

@cori
Manchmal lohnt es sich aber ein weilchen zu kämpfen. ;) Jedenfalls für mich.
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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #22 am: 23. April 2010, 21:11:12 »

Holden, vielen Dank für Deine Meinung! Ich habe Deine Rezi (und den Weg dahin) sehr gerne gelesen :knuddel:

Manchmal lohnt es sich aber ein weilchen zu kämpfen. ;) Jedenfalls für mich.

Dabei musste ich sofort an "Die Eleganz des Igels" denken. Das Buch fand ich anfangs auch nicht so überzeugend, aber letzten Endes hat es mich dann umgehauen und die Bestnote von mir gekriegt. Foer ist jedenfalls auf dem SUB höher gerutscht :winken:
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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #23 am: 23. April 2010, 21:23:02 »

@nimiue
Oh, dankeschön!  :redface:  :smile:
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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #24 am: 24. April 2010, 10:18:16 »

Wie heißt der Nachfolger? Ist doch so eine 11.September Geschichte eines Buben, oder? Das war genauso schrecklich. 
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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #25 am: 24. April 2010, 10:59:38 »

"Extrem laut und unglaublich nah" heißt das Buch.
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
George Eliot: Middlemarch

HoldenCaulfield

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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #26 am: 24. April 2010, 11:23:20 »

Wie heißt der Nachfolger? Ist doch so eine 11.September Geschichte eines Buben, oder? Das war genauso schrecklich. 
Ich hab den Verdacht das werd ich das auch toll finde :breitgrins:
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Re: Jonathan Safran Foer - Alles ist erleuchtet
« Antwort #27 am: 24. April 2010, 23:26:12 »

Nach 45 Seiten weggelegt. Ich mag den Stil nicht.
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