Zur Verfilmung:
Irgendwie kann ich mir diese gar nicht so richtig vorstellen. Vor allem kann ich mir auch Elija Wood (ich bin eh kein großer Fan von ihm...) darin nicht wirklich vorstellen... aber eigentlich hab ich auch zu allen Figuren im Buch kein richtiges Bild im Kopf *g* meine Vorstellung in dieser Hinsicht ist etwas verworren. Aber interessieren würde mich es schon, allein weil ich mir irgendwie nicht vorstellen kann das die Verfilmung funktioniert und wie.
Hier nun meine abschließende Meinung, vielleicht auch eher Gedanken zum Buch: Es gibt Bücher für die man Durchhaltevermögen braucht. Everything is illuminated (Alles ist erleuchtet) gehört definitiv dazu! Nachdem ich den Roman mehr als einmal am liebsten in eine Ecke gepfeffert hätte, hatte ich trotzdem den Eindruck "Wenn ich nicht weiterlese verpasse ich etwas." Und siehe da: Es hat mich gepackt, auf einmal und das als ich mir schon einen Leseplan gemacht hatte um das Buch überhaupt noch durch zu bekommen.
Ehrlich gesagt gibt vieles beim Lesen erst einmal keinen Sinn. Man denkt sich mehrmals nur noch HÄ?? Was soll das Ganze eigentlich und warum bin ich hier?

Die verschiedenen Zeit und Erzählebenen sind etwas schwer auseinander zu dröseln. Wer wie ich das Buch dann auch noch auf englisch liest könnte scheitern. Ich empfehle wirklich nur geübten, routinierten Englischlesern das Original zu lesen.
Was hat nun eigentlich dazu geführt das ich das Buch nun doch ziemlich gut finde? So genau kann ich das gar nicht beantworten. Ich schätze ich stehe einfach auf abgedrehte Literatur.
Ansonsten rate ich möglichst nur kleine Lesepausen ein zu legen. Wenn man sich erst einmal an die Erzählweise gewöhnt hat kommt man finde ich schon ganz gut klar mit dem Stil. Außerdem hilft einem das Dranbleiben am Text dabei etwas besser durch zu steigen worum es in der Handlung eigentlich geht. Denn diese ist genau genommen hinter all dem seltsamen Humor, der verwirrenden Erzähltechnik, den merkwürdigen Figuren eine tieftraurige Geschichte. Jonathan S. Foer hat in seine Erzählung so manches Mal einen Kern getroffen, vielleicht sogar das Gefühl einer ganz besonderen Generation. Ich finde er hat auch ausgezeigt was Erinnerung bedeuten kann und was sie auch nach Jahren noch verändern kann - für immer.
Es gibt hier fast schon grausame Momente, es werden Dinge beschrieben die einen beim Lesen durchaus an die Grenzen bringen was man emotional ertragen kann, weil man weiß das solche Dinge wirklich geschehen sind, eine grausame Wirklichkeit. Aber ich finde der Roman regt auch zum Nachdenken an. Über die eigene Familie vor allem und ihre Rolle im eigenen Leben, auf den Blickwinkel den man auf sie hat. Was die Veränderung des Blickwinkels bedeuten könnte...
Ich finde Everything is illuminated ist ganz großes Kino - Arthaus

Ein Erzählstil der Total abgedreht ist, gepaart mit noch abgedrehteren Figuren - die dabei aber oft echter wirken als so manche gewöhnliche Figur die eigentlich näher an der Normalität dran wäre. Allein Alexander und sein Großvater sind zum Teil einfach nur göttlich

und Jonathan, ich mag Jonathan vor allem sein Hang kein Fleisch zu essen
Der Roman lässt mich etwas verwirrt zurück. Irgendwie muss ich mich jetzt erst einmal sammeln. Ich glaube das es an der Art und weise liegt wie die Thematik des Holocaust verarbeitet wurde. Dadurch das man sich als Leser selbst mit auf diese Reise der Figuren begibt hat man das Gefühl selbst dabei gewesen zu sein und irgendwie hatte ich dadurch einen sehr engen Bezug zu den Figuren obwohl der Stil selbst oft eher ein wenig distanziert ist wie ich finde. Schon merkwürdig, normalerweise passiert es mir praktisch nie das mir ein Buch auf einmal so gut gefällt das ich meine extrem schlechte Meinung komplett über Bord werfe und es nun einfach ja irgendwie genial finde. Jetzt am Ende des Buches habe ich auch nicht mehr dieses große Fragezeichen im Kopf und nehme mir vor auf jeden Fall Extrem Laut und unglaublich nah zu lesen- einfach weil mir der Titel so sehr gefällt.
