Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

E-Mail: Passwort:

Autor Thema: Eric-Emmanuel Schmitt - Kleine Eheverbrechen  (Gelesen 476 mal)

BigBen

  • Gast
Eric-Emmanuel Schmitt - Kleine Eheverbrechen
« am: 16. November 2006, 14:51:53 »

Klappentext:
Was, wenn ein Mann durch Gedächtnisverlust seine Frau nicht wiedererkennt? Was, wenn sie etwas weiß, was er nicht wissen darf? Und was, wenn er weiß, daß sie weiß, was er nicht wissen darf? Ein Mann, eine Frau. Fünfzehn Jahre Ehe. Ein Spiel mit Masken und ein Spiel mit der Wahrheit. Schmitt konstruiert die Kleinen Eheverbrechen als intelligent kalkulierten Taumel, stets haarscharf an säuberlich gelegten Fallstricken vorbei. Und doch, so böse das neue und alte Spiel scheinen mag, auch die Liebe hat sich daraus noch nicht verabschiedet. Die Frage ist nur, wer am Schluß gewinnt... Auch als Dramatiker bleibt Schmitt sich selbst treu: der Autor, der süchtig macht!

Meine Meinung:
Ein kleiner Happen für zwischendurch (falls man Theaterstücke lesen mag). Da ich EES sehr gerne lese, bin ich natürlich mit einer gewissen Erwartung herangegangen. Was soll ich sagen, es ging ein wenig dröge los, dann wurde es interessanter ... und ließ stark nach. Am Ende war da nichts originelles mehr. Irgendwie hatte man das schon hunderte mal gelesen oder gehört, in der einen oder anderen Form. Das Ende erscheint mir absolut unglaubwürdig.
Alles in allem ist eigentlich nur eine einzige Seite im Buch wirklich interessant - die dort vertretene Theorie der Ehe.

Meine Bewertung:
  1ratten
Gespeichert

tina

  • Hardcover-Fetischist und LukeDanesDADAistin
  • Mitglied
  • Offline Offline
  • Geschlecht: Weiblich
  • Beiträge: 3284
Re: Eric-Emmanuel Schmitt - Kleine Eheverbrechen
« Antwort #1 am: 11. August 2007, 17:15:27 »

Hallo,

auch ich habe heute das Buch "Kleine Eheverbrechen" gelesen und im Gegensatz zu Big Ben hat es mir sehr gut gefallen. So unterschiedlich können die Meinungen und Geschmäcker sein.  :breitgrins:

Eric-Emmanuel Schmitt – Kleine Eheverbrechen



OT: Petits crimes conjugaux
OA: 2003
237 Seiten
ISBN: 3250600989

Kurzbeschreibung:

Gilles kommt nach einem Unfall wieder aus dem Krankenhaus nach Hause. Physisch genesen, hat er jedoch immer noch den Verlust seines Gedächtnisses zu beklagen. Seine Ehefrau Lisa versucht ihm wieder zu seiner Erinnerung zurück zu verhelfen.


Dieses Buch, geschrieben wie ein Script für ein Theaterstück, tastet sich ganz langsam an eine Beschreibung einer sehr aus den Fugen geratenen Ehe heran. Nach und nach, mit dem Zurückkehren der Erinnerungen von Gilles, wird klar, dass die Ehe dieses Paares eigentlich im Sterben liegt. Ist der Schock des Unfalls, des Unfallhergangs und dessen Folgen eine heilsame Therapie oder das endgültige aus dieser Ehe? Nach dem die Charaktere sich dem Leser etwas nähern, kommt es im letzten drittel zur eigentlichen Stärke dieses kleinen Buches. Es geht um das Wesen, das Entstehen und das Sterben von Beziehungen. Um die Bedeutung einer Partnerschaft und der immer wieder kehrenden Frage, ob der Mensch überhaupt dazu geschaffen ist einer monogamen Gemeinschaft zu leben und vor allem damit auch ein erfülltes Leben zu führen ohne faule Kompromisse einzugehen. Ein ganz faszinierendes Buch mit gewagten Theorien, die nicht alltäglich sind.

Mein Fazit:  4ratten

Tina
Gespeichert
Ein Optimist ist ein Mensch, der weiß, wie kompliziert die Welt sein kann - ein Pessimist entdeckt das jeden Morgen aufs neue
Sir Peter Ustinov

 :buecherstapel: Mein SUB

:leser:
Erenst Cline - Ready Player One
Doris Lessing - Und wieder die Liebe