Ich habe heute das Zweite (oder vierte) Buch beendet. Da dies ein SLW-Buch ist, nutze ich die Gelegenheit für ein Zwischenresümee. Tja, was soll ich sagen. Mir hat das Buch unterm Strich ganz gut gefallen. Die Aufteilung der Erzählstränge nach Büchern fand ich wie schon oben erwähnt recht gelungen, da dadurch eine Handlungsdichte entsteht, die sich gut auf den Leser überträgt. Man lebt viel mehr mit in der Geschichte, da einem keine "Pausen" gewährt werden. Baumbart fand ich eine faszinierende Gestalt (und ganz anders als im Film, finde ich). Er trägt das ganze Alter und die Geschichte Mittelerdes in sich. Ich finde auch schön, wie jeder kleine Hobbit eine wichtige und entscheidende Rolle in der Geschichte spielt.
Die Ereignisse um Helms Klam fand ich sehr schleppend. Die daran anschließende Wanderung von Sam und Frodo zunächst auch. Ich kann nicht genau sagen woran es lag. Vielleicht weil ich wenig Zeit hatte und die Geschichte zerstückelt lesen musste? War es der Erzählstil? Mir gefällt der Erzählstil von Tolkien eigentlich sehr gut, der Detaillreichtum wird aber sehr anstrengend, wenn wenig passiert und sich viel auf die Beschreibung der Landschaft bezieht. Ich versuche, mir immer alles so gut wie möglich vorzustellen, das war auf Dauer sehr ermüdend.
Nachdem Frodo und Sam auf Faramir getroffen sind, fesselte mich die Geschichte wieder mehr, vielleicht weil die Eintönigkeit dadurch aufgebrochen wurde. Ihn finde ich ja ganz toll, ein wahrhaft edler Mann.

Die Beschreibung von Kankra war äußerst eindrucksvoll, mich beschlich selbst ein ganz gruseliges Gefühl der Beklemmung. Dass das ganze zweite Buch sich innerhalb von nur 14 Tagen abspielt, hat mich sehr überrascht. Vom Film her dachte ich irgendwie an einen viel längeren Zeitraum. Interessant dieser Zusammenhang zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit.

Mal sehen wie es weitergeht.