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Autor Thema: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe  (Gelesen 13938 mal)

Kringel

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #15 am: 13. November 2006, 13:48:18 »

Ich lese den HdR, den Hobbit und (seltener) das Silmarillion seit den frühen Achtzigern immer wieder mal. Neuerdings auch in der englischen Originalversion. Ich könnte nicht den Finger darauf legen, warum ich meine, dass die Romane zum Besten gehören, was je unter der Genrebezeichnung "Fantasy" geschrieben wurde. Es mag die detailgenaue Beschreibung einer Welt sein, die einen kompletten kulturellen und geschichtlichen Hintergrund hat. Oder vielleicht ist es einfach die epische Geschichte.
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Alfa_Romea

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #16 am: 13. November 2006, 14:56:56 »

Hi!

Ich habe HdR 2001 (also kurz vor dem Film-Hype) gelesen. Die Geschichte hat mich sehr beeindruckt, aber den Stil fand ich doch sehr trocken, stellenweise auch langweilig (ich habe die Carroux-Übersetzung gelesen). Ein paar Jahre später habe ich es nochmals gelesen, da ich durch die Filme "Die Gefährten" und "Die zwei Türme" wieder Lust auf dieses Epos bekommen hatte. Da ich die Geschichte schon kannte, erlebte ich das Buch anders, ich mochte es schon sehr viel besser.
Dann bekam ich eine englische Ausgabe geschenkt, die ich etwa zu einem Viertel gelesen habe (das Buch ist zu gross und zu schwer, um es wirklich lesen zu können - ich brauche definitiv eine TB-Ausgabe). Fazit: Obwohl Frau Carroux sicher gute Übersetzungsarbeit geleistet hat, scheint mir das Original nochmal ein Stück besser. Die Sprache scheint nicht verstaubt (wie in der deutschen Übersetzung), sondern passt perfekt zu der Geschichte. Natürlich wird man beim 1:1-Vergleich feststellen, dass da dasselbe steht (auch stilistisch) und ich kann auch nicht erklären, weshalb ich den Stil auf Englisch besser finde als auf Deutsch  :rollen:

Langweilig finde ich HdR jedenfalls nicht mehr  :zwinker:

Liebe Grüsse

Alfa Romea
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Valentine

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #17 am: 13. November 2006, 15:03:34 »

Im übrigen dürft Ihr mich jetzt gerne schlagen: ich mag die Krege-Übersetzung viel lieber als die Carroux :wegrenn:
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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Kringel

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #18 am: 13. November 2006, 16:45:47 »

Habe mir fest vorgenommen, die komplette Krege-Übersetzung auch irgendwann mal zu lesen. Bisher konnte ich mich dazu aber nicht durchringen...
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sandhofer

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #19 am: 13. November 2006, 18:12:17 »

Hallo zusammen!

und ich kann auch nicht erklären, weshalb ich den Stil auf Englisch besser finde als auf Deutsch  :rollen:

Vielleicht, weil es das Original ist?  :breitgrins:

Im übrigen ist Tolkien natürlich nichts (mehr) für die heutige MTV-Generation. Zu langsam, zu detalliert erzählt er für Leute, die harte, schnelle Schnitte, Action und jede Menge Grausamkeit gewohnt sind ...  :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:

Grüsse

Sandhofer
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Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

Tirah

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #20 am: 13. November 2006, 20:13:25 »

und ich kann auch nicht erklären, weshalb ich den Stil auf Englisch besser finde als auf Deutsch  :rollen:
Vielleicht, weil es das Original ist?  :breitgrins:

Im übrigen ist Tolkien natürlich nichts (mehr) für die heutige MTV-Generation. Zu langsam, zu detalliert erzählt er für Leute, die harte, schnelle Schnitte, Action und jede Menge Grausamkeit gewohnt sind ...  :breitgrins: :breitgrins: :breitgrins:

*unterschreib*   :smile:
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viele Grüße
Tirah

Romy

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #21 am: 13. November 2006, 21:27:18 »

Ich war von HdR begeistert, als ich ihn zum ersten Mal gelesen habe. Wobei ich damit ziemlich lange gewartet habe, da mein Vater, ihm gehörten die Bücher, darauf bestanden hat, dass ich zuerst das Silmarillion lese, damit ich HdR besser verstehen konnte. Und nachdem ich mit es mit 11 Jahren nicht geschafft hatte, habe ich zunächst ziemlich lange von den Büchern Abstand gehalten, aber schließlich habe ich mich doch überwunden und jetzt lese ich ihn eigentlich regelmäßig wieder.  :lesen: (Wobei man es eher als verschlingen bezeichnen könnte  :breitgrins: )
Wobei man dazu sagen muss, dass ich HdR selbst auf Englisch gelesen habe, ich kann daher keine einzige der deutschen Übersetzungen beurteilen.

lg,
Romy
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Alfa_Romea

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #22 am: 13. November 2006, 22:25:35 »

Zitat von: sandhofer
Zitat von: Alfa_Romea
und ich kann auch nicht erklären, weshalb ich den Stil auf Englisch besser finde als auf Deutsch  :rollen:

Vielleicht, weil es das Original ist?  :breitgrins:

Den Gedanken hatte ich in der Tat auch schon. Bin dann auch flugs zum Bücherregal gerannt und habe mir die Carroux-Übersetzung geschnappt, um einzelne Sätze und Abschnitte zu vergleichen. Fazit: Ich hätte Tolkiens Text genauso übersetzt wie Carroux (ich habe natürlich nicht das ganze Werk verglichen). Das alleine kann es also nicht sein, und deshalb rätsle ich weiter. Möglicherweise liegt es ja daran, dass ich Englisch besser mag als Deutsch. Oder dass ich epische Texte auf Deutsch doof finde. Oder... Oder... Oder...
Wie gesagt, ich kanns mir nicht erklären  :breitgrins:

Liebe Grüsse

Alfa Romea

PS: Es wäre mir ganz recht, wenn du mich künftig nicht mehr zur MTV-Generation rechnen würdest. So jung bin ich nicht mehr  :zwinker:
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Kringel

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #23 am: 14. November 2006, 09:39:42 »

Hallo zusammen!

und ich kann auch nicht erklären, weshalb ich den Stil auf Englisch besser finde als auf Deutsch  :rollen:

Vielleicht, weil es das Original ist?  :breitgrins:

Im übrigen ist Tolkien natürlich nichts (mehr) für die heutige MTV-Generation. Zu langsam, zu detalliert erzählt er für Leute, die harte, schnelle Schnitte, Action und jede Menge Grausamkeit gewohnt sind

Nicht umsonst ist die Schlacht in der Narnia-Verfilmung praktisch die längste Szene des Films, während sie im Buch eigentlich überhaupt nicht beschrieben wird.

@Alfa: Er schrieb ja: Die heutige MTV-Generation. Ich (39) bin auch mit MTV "aufgewachsen"... von "Formel Eins" und "Pop Stop" oder "Rockpalast" gar nicht zu reden...
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Papyrus

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #24 am: 14. November 2006, 10:10:46 »

Ich habe "Der Herr der Ringe" damals zur Konfirmation bekommen und gelesen.
Ich fand die Geschichte nicht staubtrocken, im Gegenteil, mir hat sie sehr gut gefallen.

Als dann der erste Film von Peter Jackson ins Kino kam habe ich den Drang verspürt die Bücher nochmals zu lesen und mir die Krege-Übersetzung zugelegt.
Welch eine Verschwendung. Diese hochgelobte "moderne und frische" Übersetzung war für mich ein reines Ärgernis.
Krege raubt dem HdR mit der modernen jugendlichen Sprache seinen Charme und seine Atmosphäre. Es gibt eben Dinge die mit Patina schöner und besser sind als immer auf neu poliert.

Das Silmarillion steht seit Jahren nur angelesen in meinem Regal  :redface:. Übrigens auch als Krege-Übersetzung, allerdings ohne diese moderne Verstümmelung der Sprache.
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Kringel

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #25 am: 14. November 2006, 13:59:44 »

Die Silmarillion-Übersetzung ist Krege IMO sehr gut gelungen. Allerdings hatte er damals wohl auch nicht den Auftrag, die Sprache zu "modernisieren".
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Ingroscha

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #26 am: 14. November 2006, 14:04:30 »

Ich habe das Gefühl, dass ich folgendes zum Herrn der Ringe hier schon einmal geschrieben habe, finden tue ich es jedoch nicht...

Ich habe 'Herr der Ringe' in der Carroux-Übersetzung (damals die einzige ;-)  ) vor ca. 22 Jahren zum ersten Mal begonnen. Damals war ich um die 14/15 Jahre alt und der Hobbit hatte mich zur Fantasy gebracht. Nach dem 'Hobbit' las ich Narnia, Die unendliche Geschichte und einiges mehr (u. a. auch Lovecraft) und griff dann auch zu 'Herr der Ringe', welcher in der Bibliothek in der Erwachsenenbibliothek stand. Ich bin leider aber nicht weit gekommen... Bei der Szene auf der Wetterspitze bin ich hängengeblieben - also nicht bei Tom Bombadil  ;-)
Später versuchte ich es noch einmal, bin aber wieder nicht weitergekommen. Ich hatte das Gefühl in dem Buch passiert nichts und konnte mich mit der Story einfach nicht anfreunden. Ich wusste damals in jungen Jahren jedoch nicht, was mir entgangen war! Wäre ich bis Bruchtal gekommen, hätte ich sicher nicht wieder aufgehört!
Dann kamen die Filme von Peter Jackson und nach dem ersten war ich sicher, dass ich es mit dem Buch nun endlich noch einmal versuchen muss. Da ich keine Lust hatte die ersten Kapitel noch ein drittes Mal zu lesen, bin ich direkt bei der Wetterspitze eingestiegen. Und siehe da - ich habe es geliebt! Die Charakterbeschreibungen, die ausgefeilte Welt inkl. historischem Hintergrund und vieles mehr hatten es mir sehr angetan. Besonders haben mir übrigens die Geschichten in den Anhängen gefallen, z. B. die über Aragon und Arwen. Langeweile kam bei mir beim Lesen nie auf, auch nicht bei der Durchwanderung Morias, was viele ja als sehr zäh ansehen.

Mittlerweile habe ich auch eine wunderschön illustrierte englische Ausgabe und werde diese ganz sicher bald lesen. Ein wunderbares Buch.
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LG Ingroscha 
*Mantra murmelt*: "Bücher sind zum Lesen da, nicht zum Rumstehen."
Und Zitat Annabas: "Dieses Jahr wird alles besser."  :smile:

Tirah

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #27 am: 14. November 2006, 21:40:27 »

Langeweile kam bei mir beim Lesen nie auf, auch nicht bei der Durchwanderung Morias, was viele ja als sehr zäh ansehen.

Moria gehört zu meinen absoluten Lieblingsszenen im Herrn der Ringe.  :smile: Ich kann mir alles genau vrostellen und male mir dann aus, wie es ausgesehen hat, als die Zwerge noch dort lebten.
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viele Grüße
Tirah

Ingroscha

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #28 am: 14. November 2006, 21:49:12 »

Langeweile kam bei mir beim Lesen nie auf, auch nicht bei der Durchwanderung Morias, was viele ja als sehr zäh ansehen.

Moria gehört zu meinen absoluten Lieblingsszenen im Herrn der Ringe.  :smile: Ich kann mir alles genau vrostellen und male mir dann aus, wie es ausgesehen hat, als die Zwerge noch dort lebten.

Ich meinte natürlich Mordor... :redface:
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LG Ingroscha 
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Miramis

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #29 am: 14. November 2006, 21:50:03 »

Ich habe "Der Herr der Ringe" nun schon mehrmals komplett gelesen und ich liebe die Geschichte immer noch genauso wie beim ersten Mal. Ich habe bei jedem re-read etwas Neues darin entdeckt. Leider hat für mich das Buch seit der Verfilmung etwas von seinem Zauber verloren; zwar haben mir die Filme auch sehr gut gefallen, aber ich kann mir die Hauptfiguren einfach nicht mehr so wie früher vorstellen, weil die Filmfiguren an ihre Stelle getreten sind. Geht es euch auch so?

Das Silmarillion habe ich komplett durchgelesen, tat mich aber sehr schwer damit. Das ist nun wirklich eine trockene Angelegenheit...

Viele Grüße
Miramis
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:lesen: Kai Meyer - Die Gebannte