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Autor Thema: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe  (Gelesen 13938 mal)

Aeria

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J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« am: 11. November 2006, 18:19:50 »

Gerade habe ich die Suche befragt, ob es hier im Forum schon Rezensionen zu diesem Buch gibt. Heraus kam die Erwähnung des "HdR" in diversen Threads, Diskussionen über Übersetzungen etc. Habe ich die Rezis übersehen? Oder gibt es wirklich keine? Wenn es einen entsprechenden Fred gibt, bitte zusammenfügen.

"Der Herr der Ringe" von J. R. R. Tolkien

Ich glaube, selbst diejenigen, welche das Buch nie gelesen haben, werden im Groben wissen, worum es geht: Der Hobbit Frodo ist unterwegs ins Feindesland, um einen magischen Ring zu zersören.

Der Roman beeindruckt durch seinen Aufbau und Erzählstil. Immer wieder wird das Rote Buch der Westmark (eine Art Chronik Mittelerdes) erwähnt, man kann Anhänge und Register nachsehen, es gibt Karten – alles in allem macht die Geschichte den Eindruck einer wahren Begebenheit. Dadurch steigt die Spannung.
Es gibt auch reichlich phantastische Wesen (Elben, Orks, Zauberer, sprechende Adler etc.), Landschaftsbeschreibungen, Gedichte und Lieder, teilweise sogar in elbisch.

Leider wirkt das Buch wegen der vielen Beschreibungen stellenweise staubtrocken.
Beim ersten Lesen ist man verwirrt über die vielen Namen und Orte. Einige Namen werden nicht nur in einer Sprache, sondern gleich in mehreren erwähnt. Die verschiedenen Abstammungslinien und Berichte über längst vergangene Zeiten verwirren noch mehr.

Zur Übersetzung.
Ich habe die Margaret-Carroux-Übersetzung nicht gelesen, deshalb kann ich nichts darüber sagen, ob sie nun wirklich besser ist als die von Wolfgang Krege. Soviel sei nur gesagt – die vom Verlag angepriesene "moderne Übersetzung" ist nicht gut für diesen Fantasy-Roman. Mittelerde ist eine mittelalterlich angehauchte Welt, die Sprache sollte entsprechend sein. Dennoch findet man im Buch Wörter wie "Chef" oder "Fritten". Das stört.

Gelesen habe ich das Buch ganze 3 mal (einmal davon auf Russisch, das war viel unterhaltsamer  :zwinker: ), aber es fällt mir trotzdem schwer, es in Ratten zu bewerten. Einerseits ist es natürlich ein Meisterwerk, komplex und sehr gut durchdacht, andererseits - wie ich oben schon schrieb - staubtrocken, ein Buch, das man nicht "mal eben" lesen kann.

***
Aeria
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Tirah

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #1 am: 11. November 2006, 21:31:33 »

Wie Du schon schreibst, ist eine Bewertung schwierig. Aber ich muß sagen, daß der Herr der Ringe seit über 20 Jahren zu meinen Lieblingsbüchern gehört (oh weh, bin ich wirklich schon soo alt?  :entsetzt:). Merhmals gelesen und immer noch heiß geliebt, haben diese Bücher einen Ehrenplatz in meinem Regal. Natürlich in der Übersetzung von Magaret Carroux  :breitgrins:
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viele Grüße
Tirah

Tantus

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #2 am: 12. November 2006, 16:22:43 »

Schon als ich die Filme sah, konnte ich nie verstehen, was die Leute daran (mit Ausnahme der grandios inszenierten Schlachten) so toll fanden. Seit einiger Zeit habe ich nun das erste Buch gelesen und mein Unverständnis hat sich noch mehr verstärkt. Keine der Personen ist wirklich interessant, die Handlung ist langweilig (mag damit zusammenhängen, dass ich die Filme eben schon kannte), die Beschreibungen sind, wie oben bereits gesagt, zu langwierig und zu trocken. Nichts für mich.
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qantaqa

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #3 am: 12. November 2006, 19:32:23 »

Ich habe mich nach drei vergeblichen Anläufen durch die drei Bände durchgequält. Hochachtung habe ich vor Tolkiens Phantasie, mit der er diese wunderbare Welt erschaffen hat. Wenn er die Geschichte bloß nicht so staubtrocken erzählt hätte, hätte es ein richtig gutes Fantasybuch werden können.

EDIT: Ich habe die Carroux-Übersetzung gelesen und fand die Sprache der mittelalterlichen Welt entsprechend passend. Die neue Übersetzung habe ich dann gekauft, weil Ingrimmsch sie lesen wollte. Mir hat sie überhaupt nicht gefallen (habe mal reingeschmökert), Ingrimmsch auch nicht.
« Letzte Änderung: 12. November 2006, 19:36:31 von qantaqa »
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HoldenCaulfield

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #4 am: 12. November 2006, 19:39:12 »

Ich hab Der Herr der Ringe auch gelesen und fand es allen im allen nicht schlecht aber für mich selbst trotzdem überbewertet. Ja es ist ein gutes Buch aber ich finde es nicht genial. Das mag aber auch daran liegen das ich mit Fantasy im allgemeinen nicht so viel anfangen kann. Die längen die viele in den Büchern sehen habe ich allerdings nicht als solche empfunden was wohl auch daran liegt das ich weitschweifige Erzählungen im allgemeinen recht gerne mag. Am besten hat mir auch wie bei den Verfilmungen Die Rückkehr des Königs gefallen. Eowyn ist nach wie vor meine Lieblinsfigur.
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Aeria

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #5 am: 12. November 2006, 19:49:12 »

Zitat von: qantaqa
Hochachtung habe ich vor Tolkiens Phantasie, mit der er diese wunderbare Welt erschaffen hat. Wenn er die Geschichte bloß nicht so staubtrocken erzählt hätte, hätte es ein richtig gutes Fantasybuch werden können.

Meine Rede!

Ich habe das Buch das erste mal einige Jahre vor der Verfilmung gelesen, das zweite mal unmittelbar vor dem ersten Film und das dritte mal unmittelbar nach dem dritten Film. Ich muss sagen, wenn man sich während des Lesens Viggo Mortensen und Sean Astin als Streicher und Sam vorstellt, fällt einem das Lesen nicht ganz so schwer  :zwinker: .

Im Buch war Sam Gamdschie meine Lieblingsfigur. Wie weit wäre Frodo wohl ohne ihn gekommen?  :rollen:

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Sookie

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #6 am: 12. November 2006, 19:51:22 »

ich habe das erste Buch (in der alten Übersetzung) letztens mal angefangen, weil ich die filme total genial finde - es hat mich total enttäuscht. Das Buch ist ja sowas von ätzend! Total langweilig und ... mir fehlen die Worte.
Ich habe gelesen, dass Tolkien ja eigentlich nur eine eigene Sprache erfinden wollte und dann die geschichte dieser Sprache. Dabei ist dann erst die eine oder andere Geschichte über Elben bei herausgekommen und dann der Herr der Ringe. Vielleicht liegt es daran, dass es eigentlich nicht wirklich eine Erzählung, sondern eher eine wissenschaftliche Arbeit werden sollte... :confused:
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Tolpan

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #7 am: 12. November 2006, 20:27:47 »

Also die Entstehungsgeschichte vom Herrn der Ringe finde ich immer wieder faszinierend. Ich hab vor ... äh zwei Jahren glaube ich eine Tolkien-Biographie (von Humphrey Carpenter) gelesen. War sehr interessant. Eigentlich wollte man ja nur eine Fortsetzung des erfolgreichen Hobbits haben ... und was dann dabei rauskam war zum Schluß nicht mehr so ganz kindertauglich. *hust hust*

Ich mag den Herrn der Ringe wirklich. Sicher ist er schon trocken, aber ich finde die Atmosphäre toll ... ich finde die Welt toll. Man denkt gar nicht wieviel Überlegung hinter manchen Sachen steckt. (Ich habe da mal in ein Buch über Tolkien reingeschnuppert) Deshalb muss ich aber sagen, mag ich das Silmarillion noch lieber. Den Herrn der Ringe einzuordnen ... einfach schwierig.
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Nirika

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #8 am: 12. November 2006, 21:42:18 »

Hallo!

Seltsam. Ich fand den Herrn der Ringe weder staubtrocken noch langweilig noch ätzend.
Haben wir dieselbe Geschichte gelesen?  :winken:
Jeder hat da eben seine eigene Meinung, aber ich mag dieses Buch sehr gerne (eigentlich ja die 3 Bücher).
Bevor ich die Filme gesehen habe, habe ich das Buch gelesen und ich fand die Filme deswegen nicht so toll. Mir fehlten dabei ein paar Stellen, die ich besonders schön fand, aber die im Film gar nicht auftauchen.
Das erste Buch finde ich von der Spannung her nicht so überragend, dafür ist es allerdings ziemlich lustig. Vielleicht mag es an meinem seltsamen Sinn für Humor liegen oder wir haben wirklich nicht das gleiche Buch gelesen.  :confused: Woran auch immer es liegen mag, einige aus meinem Bekanntenkreis haben das Buch auch nach den ersten hundert Seiten aufgegeben und ich lasse dann zwischendurch mal einfließen, was sie verpasst haben...

Im Buch war Sam Gamdschie meine Lieblingsfigur. Wie weit wäre Frodo wohl ohne ihn gekommen?  :rollen:
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Aeria
:breitgrins: Ja, das frage ich mich auch immer wieder.  :breitgrins:

Der kleine Hobbit ist meiner Meinung nach übrigens höchst amüsant.

Liebe Grüße

Nirika
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Gytha

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #9 am: 13. November 2006, 00:26:04 »

Zitat
Im Buch war Sam Gamdschie meine Lieblingsfigur. Wie weit wäre Frodo wohl ohne ihn gekommen?  :rollen:

Nicht sehr weit, aber das war klar, denn der Ring beginnt sich seiner zu bemächtigen, je länger er ihn trägt, desto schlimmer ist sein Einfluss auf Frodo, nicht ohne Grund besteht Gandalf am Anfang des Buches (als er den Ring als den EINEN offenbart) darauf, daß Frodo Sam mitnimmt :zwinker:

Zitat
Jeder hat da eben seine eigene Meinung, aber ich mag dieses Buch sehr gerne (eigentlich ja die 3 Bücher).

Nein...eigentlich nur eins. Es wurde in 3 Bände geteilt, weil das Papier so knapp war und damit sehr teuer. Rayner Unwin nahm damit ein großes Risiko auf sich und wollte die einzelnen Bücher so bezahlbar machen, zumal sich nicht einschätzen ließ, wie es sich verkaufen würde :zwinker:
>klugscheiß-modus aus
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Twilight

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #10 am: 13. November 2006, 10:51:31 »

Ich habe als Teenager versucht, den Herrn der Ringe zu lesen und habe entnervt aufgegeben. Jahre später hab ich's dann nochmal probiert (allerdings auch in der Krege-Übersetzung) und die Bücher verschlungen. Das Faszinierende ist glaub ich weniger die Beschreibung von Frodos Quest an sich, sondern eher die Detailverliebtheit und Stimmigkeit dieses gigantischen Weltentwurfs, die Tolkien da geschaffen hat. Allerdings wirkt dieser wohl wirklich vor allem verwirrend, wenn man nur das Hauptwerk liest; ich habe damals dann auch noch den Hobbit, das Silmarillion und einige andere "Begleitwerke" gelesen, und in dieser Kombination wird dann alles sehr viel klarer, und man kann wirklich völlig in diese Welt abtauchen.
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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #11 am: 13. November 2006, 11:00:51 »

Ich habe Herr der Ringe auch in meiner Schulzeit gelesen. Da das schon ewige Zeiten her ist kann ich mich an Einzelheiten gar nicht mehr so gut erinnern  :redface: Das wurde  durch den Film zwar wieder etwas aufgefrischt, aber ich will das Buch schon seit Jahren mal wieder lesen, um zu sehen, wie es mir heute gefällt. Was ich nämlich noch sicher weiß, ist, dass es mir damals sehr gut gefallen hat und ich es in kürzester Zeit verschlungen hatte. Ich weiß aber auch, dass es Schulfreunde gab, denen das Buch zu kompliziert und langweilig war. Aber vielleicht konnten die mit Fantasy an sich nichts anfangen.
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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #12 am: 13. November 2006, 11:48:18 »

Hmmm... ich habe hier gerade viele Zeilen geschrieben, sie aber wieder gelöscht.
Ich liebe das Buch, die Welt, die Charaktere - nicht nur die aus dem Herrn der Ringe, da gibt es nämlich noch viel mehr...

Aber dieses Gefühl will ich keinem Aufzwingen, der Hype der mit der Verfilmung kam war schon schlimm genug. Wenn ich einfach ganz im stillen das Buch lieben kann, so bin ich zufrieden  :breitgrins:

Jaqui

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #13 am: 13. November 2006, 12:16:42 »

Ich habe Herr der Ringe vor dem Hype der Filme gelesen und ich habe sie geliebt. Ich habe die drei Bücher innerhalb von zwei Wochen verschlungen (hatte Ferien) und als ich sie weggelegt habe, war ich so fasziniert, dass ich gar nichts anderes lesen wollte.

Katrin
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Valentine

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Re: J. R. R. Tolkien - Der Herr der Ringe
« Antwort #14 am: 13. November 2006, 13:01:44 »

Ich kann mich voll und ganz Twilights Beitrag anschließen.

Ich habe die Trilogie gelesen, nachdem ich den ersten Film gesehen hatte, und war total begeistert von dieser faszinierenden Welt, für die Tolkien eine richtige Geschichte entworfen hat. Ich fand das Buch auch überhaupt nicht trocken oder zäh, ganz im Gegenteil, die Detailverliebtheit fand ich richtig faszinierend :smile:
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The best piety is to enjoy--when you can. You are doing the most then to save the earth's character as an agreeable planet. And enjoyment radiates. It is of no use to try and take care of all the world; that is being taken care of when you feel delight--in art or in anything else. Would you turn all the youth of the world into a tragic chorus, wailing and moralising over misery?
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