Peter James: Stirb schönDa der Inhalt oben schon angegeben wurde, hier gleich
Meine Meinung:Wie auch schon bei "Stirb ewig", ist der Anfang des Buches sehr spannend, und man kann sich wunderbar gruseln. Leider geht es nach diesem vielversprechenden Beginn etwas zu oberflächlich weiter.
Die Handlung zieht sich stellenweise ziemlich in die Länge, bis es "richtig" vorangeht. Tom Bryce scheint mir etwas begriffsstutzig: nachdem er eigentlich verstanden haben müßte, daß er es mit extrem gefährlichen und skrupellosen Kriminellen zu tun hat, übergibt er seine Frau und Kinder nicht etwa in sicheren Polizeigewahrsam, sondern läßt seine Frau noch alleine mit dem Auto durch die Gegend fahren...

Allerdings muß ich zugeben, daß das zur Spannung beiträgt.
Das Thema (Internetkriminalität und Snuff Videos) ist interessant und originell, allerdings bleiben mir die Hintergründe und die Beweggründe der Kriminellen bis zum Schluß etwas undurchschaubar.
Dies war mein zweiter Peter-James-Krimi, den ich direkt anschließend an "Stirb ewig" las, und mit der Zeit nervte es mich gewaltig, daß die Handlung in kurze Abschnitte zerhackt wird und jeder dieser Abschnitte dann auch mit einem Cliffhanger endet, wie in einem mittelmäßigen Film.
Total daneben fand ich übrigens das Auftreten des Hellsehers. Gut gefallen hat mir hingegen, daß es
bei der Polizei einen Maulwurf gibt,
den man auch nicht sofort erkennt, aber immer noch lange genug vor dem Ende des Buches.
Am Ende gibt es einen filmreifen Showdown, mit jeder Menge Action, bei dem nur das Timing etwas zu perfekt ist und der Zufall (wie auch in den anderen Büchern von P.J.) eine zu große Rolle spielt.
Bewertung: 