Anlass ist ein Gespräch mit einer Freundin, die mir von einer Bekannten erzählt hat, die dicke Bücher in der Mitte zerreißt und nur die Hälfte mitnimmt, die sie gerade liest. Für mich ein Frevel. 
WAAAAAAAS??!!! Wer macht denn sowas??!

Davon hab ich ja noch nie gehört! Ich wäre noch nicht mal auf den GEDANKEN gekommen!

Wie man merkt, gehöre ich auch zu den Peniblen.

Am besten sieht das Buch nach dem Lesen ungelesen aus. Keine Knicke, keine Flecken, keine Eselsohren. Wenn ich ein Buch im Rucksack transportiere, stecke ich es vorher (ganz vorsichtig natürlich, bloss auf die Kanten aufpassen!) zum Schutz in eine Plastiktüte.
Falls doch mal etwas passieren sollte, ist es für mich allerdings auch nicht der Weltuntergang. Das sah vor einiger Zeit allerdings noch ganz anders aus und hätte mir Grund zu einem mittelschweren Nervenzusammenbruch gegeben.

(Allerdings nur, wenn ich selbst der Verursacher bin, bei anderen stört mich das nicht gaaanz so.)
Zum Glück ist es in meinem Freundeskreis selbstverständlich mit den Büchern der anderen sorgfältig umzugehen. Trotzdem fühle ich mich wohler, wenn meine Schätzchen bei mir zu Hause sind (in Sicherheit

).
Mir macht es zwar nichts aus, gebrauchte Bücher zu lesen, aber neu sind sie einfach schöner. Und gerade bei Bibliotheksbüchern habe ich schon oft gemerkt, dass es mir keinen Spaß macht, ein vergammeltes Exemplar zu lesen. Vor allem Flecken unbekannter Herkunft und unangenehme Gerüche sind mir da ein Gräuel.