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Autor Thema: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich  (Gelesen 6978 mal)

dumbler

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #45 am: 02. November 2006, 15:34:51 »

Ohne die nette Diderot-Diskussion unterbrechen zu wollen, ergänze ich der Vollständigkeit halber den Thread durch den Namen der Zeitgenossin Lydie Salvayre, von der ich immer noch hin und weg bin.

Gruß,
dumbler
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scheichsbeutel^

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #46 am: 03. November 2006, 15:26:26 »

Hallo!

Die Beschäftigung mit den pragmatischen Dingen der letzen Tage hat den Beweis erbracht, dass es ungleich langweiligere Dinge gibt als Diderots "Natürlichen Sohn" und dessen Theatertheorie.

Nachgelesen: Der "Natürliche Sohn" erschien 1757 (der "Hausvater" 1758) inklusive der "Unterredungen über den 'Natürlichen Sohn'" (Dorval et moi), wobei diese schon einen Gutteil des Briefes an Jakob Grimm enthielten. Klaus-Detlef Müller schreibt im Nachwort der Reclamausgabe der beiden Stücke nebst der dort enthaltenen Dramentheorie:   

"Diderot hat seine beiden Versuche in der ernsten Gattung ("genre sérieux") jeweils in Verbindung mit dramentheoretischen Überlegungen veröffentlicht, sodass sie als Muster eines programmatischen Konzepts erscheinen. Die theoretischen Ausführungen sind mehr als ein Autorkommentar, man kann sogar umgekehrt die Dramen als Exempel im Kontext von Reflexionen über das dramatische System und über eine zeitgemäße Dramaturgie verstehen. Das gilt insbesondere für den "Natürlichen Sohn". Denn die "Unterredungen" sind nicht als eine nachträgliche und selbständige Erörterung angefügt, sondern stehen zusammen mit dem Stück in einem fiktionalen und narrativen Kontext." (meine Hervorhebung)

Die theoretische Schrift "Von der dramatische Dichtkunst" erschien ebenfalls 1758, offenbar war der Entstehungszeitraum der beiden Stücke als auch der theoretischen Arbeiten ident. Bereits in "Dorval et moi" weist Diderot auf das noch zu schreibende Stück "Der Hausvater" hin, in dem er gewisse theoretische Überlegungen zu verwirklichen beabsichtige. Insofern scheint die These, dass die Stücke eine bereits vorhandene Theatertheorie zu bestätigen hatten, gerechtfertigt.

Die Tatsache, dass es offenbar in Mitteleuropa keinen Ausnahmefall darstellt, den Studierenden mit derlei zu quälen (und meine Kommentare im Buch haben z. T. Fäkalcharakter und nicht deine Dezenz ;-)), beruhigt mich ein wenig, wenngleich sie für den Literaturinteressierten kaum Anlass sein werden, sich diesem Studium zuzuwenden (wovon ich ohnehin abraten würde ;-)).

Grüße

s.
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sandhofer

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #47 am: 03. November 2006, 16:23:48 »

Hallo zusammen!

OT:

[...] wenngleich sie für den Literaturinteressierten kaum Anlass sein werden, sich diesem Studium zuzuwenden (wovon ich ohnehin abraten würde ;-)).

Nun, das Studium der (einer) Literatur bringt, wenn man es einigermassen ernst nimmt und einigermassen gute ProfessorInnen findet, dem Literaturbeflissenen einen Vorteil: MAN LERNT GENAUES LESEN!

Grüsse

Sandhofer
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Wo nehme ich nur all die Zeit her, so viel nicht zu lesen. (Karl Kraus)

dora

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #48 am: 03. November 2006, 18:52:58 »

Hallo,
Die Beschäftigung mit den pragmatischen Dingen der letzen Tage hat den Beweis erbracht, dass es ungleich langweiligere Dinge gibt als Diderots "Natürlichen Sohn" und dessen Theatertheorie.
Tja, dem kann ich nur zustimmen, nicht nur Diderots Theatertheorie ist aus trüben Ecken meiner Reminiszenz an die  Oberfläche getreten, sondern auch die Erinnerung an die "herrliche" Feindschaft zwischen Rousseau und Voltaire. Nebenwirkung: Voltaires Werke stapeln sich jetzt neben meinem Bett ...:zwinker:

liebe Grüsse
dora
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Bettina

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #49 am: 04. November 2006, 14:28:49 »

Ich stelle fest, dass ich mehr französische Autoren gelesen habe, als gedacht.
Nun gut, die ersten kamen in der Schule dran und da reihe ich mich ein bei Christiane Rochefort (Les petits enfants du siècle) und Molière, von dem wir Theaterstücke gelesen haben. Von Maupassant waren Kurzgeschichten dabei. Natürlich auch Saint-Exupéry mit dem kleinen Prinzen, den ich als steeerrrrbenslangweilig in Erinnerung habe. An die anderen französichern Lektüren habe ich wesentlich bessere Erinnerungen, gerade an Molière, den ich immer spaßig fand. Ebenso Sempé-Goscinnys petit Nicholas.

Klar, dass auch die Musketiere von Dumas zum Jugendrepertoire gehörten und sein guter Graf von Monte Christo.

Im Bücherschrank fanden und finden sich nun unter anderem:
Brigitte Aubert (Der Puppendoktor und Die vier Söhne des Doktor March)
Faiza Guène (Kiffe kiffe demain)
George Simenon (Feux rouges)
Fred Vargas (Der vierzehnte Stein)
Eric-Emmanuel Schmitt (Monsieur Ibrahim et les fleurs du Coran)
Tonino Benquista (Malavita)
Marc Levy (Serum, Hörbuch)
Jean-Paul Sartre (Geschlossene Gesellschaft)

Von André Reuze habe ich ein Buch für den SUB-Wettbewerb 2007 vorgesehen: Giganten der Landstraße. Das ist ein Roman über die frühen Jahren der Tour de France, den irgendjemand mal durch Zufall gefunden hat und der dann als Hardcover im Leineneinband neu aufgelegt wurde.

Bei den französischen Autoren war der Effekt nach der Lektüre oft der: "Will noch mehr!" Von Benaquista habe ich mal mehr gesucht und bin damals auf eine Website gestoßen, die sich lauthals beschwerte, dass von vielen französischen Autoren wenig bis nichts übersetzt werde und gerade im Krimibereich immer auf die Angelsachsen zurück gegriffen werde.
Schade, oder?
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Bluebell

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #50 am: 04. November 2006, 18:55:30 »

Philippe Djian (ich weiss - da scheiden sich die Geister - aber versuchen kann man es dennoch - am besten mit 'Betty Blue')

Hallo Kenavo,
was hast du denn schon von Djian gelesen? Was hältst du von seinen Büchern? Warum soll man es gerade mit Betty Blue versuchen?

@all: Ich habe vor einiger Zeit einmal "Zazie in der Metro" von Raymond Queneau probiert, weil mir so viel Gutes darüber zu Ohren gekommen war und der Plot so witzig und skurril klang.



Was soll ich sagen ... ich hab mir echt Mühe gegeben, dachte mir: das kann doch nicht sein, dass ich diesem Buch sowas von GAR NICHTS abgewinnen kann. Aber nachdem ich nach mehreren Wochen noch immer nicht über die Hälfte der 150 Seiten hinausgekommen war und die Story eigentlich nur mehr nervig und langweilig fand, hab ich es aufgegeben und bis heute nicht mehr angerührt ...

ciao, Bluebell


EDIT:
Zitat von: sandhofer
Da ich den französischen Dramen jener Zeit generell aus dem Weg gehe, ist mir auch dieses erspart geblieben ...

ENDLICH verstehe ich diesen Satz - da ist ja ein "r"! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil ...  :spinnen:
« Letzte Änderung: 04. November 2006, 19:04:37 von Bluebell »
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sandhofer

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #51 am: 04. November 2006, 20:11:13 »

Hallo zusammen!

Zwei meiner Lieblinge hätte ich fast vergessen:

Alain Robbe-Grillet: La Jalousie

und

Pierre Bost: Monsieur Ladmiral va bientôt mourir

Grüsse

Sandhofer

PS, @Bluebell: na ja - die Damen jener Zeit sind heute leider nur noch Staub und Asche ...
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dora

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #52 am: 05. November 2006, 11:37:41 »

Salut dumbler,
(...)den Namen der Zeitgenossin Lydie Salvayre, von der ich immer noch hin und weg bin.
Ich habe mal gestöbert...diese Schriftstellerin scheint ja ganz verschiedene Genres zu schreiben, auf jeden Fall klingt es interessant. Kannst du mir da etwas erzählen? :zwinker:
liebe Grüsse
dora
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dumbler

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #53 am: 05. November 2006, 16:31:14 »

Hallo Dora,
Von ihr hab ich damals "Macht der Fliegen" gelesen. Ein Mörder sitzt im Untersuchungszimmer, beim Psychiater und erzählt von sich, seinen Neigungen, seinen Träumen, seinen Ängsten ... Monologe, die das Bild seiner Psyche vervollständigen. Sensibel, dramatisch, intensiv! Ein Buch voller Wut und Hass, man könnte schon fast sagen, das weibliche Pendant zu Thomas Bernhard (anhand von dem, was ich kenne  :zwinker:).

Gruß,
dumbler
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Kenavo

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #54 am: 06. November 2006, 12:51:00 »

 
Zitat
Hallo Kenavo,
was hast du denn schon von Djian gelesen? Was hältst du von seinen Büchern? Warum soll man es gerade mit Betty Blue versuchen?
 

Hallo Bluebell - Sorry, dass ich so lange nicht geantwortet habe - ich hatte eine Woche Urlaub und da ich KEIN Computer zuhause habe, sondern nur via Arbeit ins Internet komme, musste ich eben auch bis heute morgen warten um mich mal wieder hier im Forum etwas umzusehen  :smile:

Philippe Djian steht bei mir in einer Liste von vielen französischen Autoren und insofern ist er dort zwar nicht meine erste Wahl, aber wenn die Rede von FRANZÖSISCHEN Büchern ist, finde ich schon, dass er auf alle Fälle dazugehört.
Betty Blue finde ich einen guten Einstieg weil dies eines seiner früheren Bücher ist und sein Stil im Laufe der Jahre sich doch verändert hat (und nicht immer zum Guten  :zwinker:)
Sonst habe ich nur noch Kurzgeschichten von ihm gelesen.
Seit kurzem bin ich ihm aber wieder 'verfallen' und zwar hat er letztes Jahr im Herbst ein Buch auf den Markt gebracht 'Doggy Bag - Saison 1' und mit diesem Buch hat er die Idee von den 'séries télévisées' aufgegriffen - eine Geschichte über mehrere Bücher verteilen - jedes spannend und in sich abgeschlossen - aber eben doch nicht ganz - um weiter 'dran' zu bleiben muss man also auch die nächsten 'saisons' abwarten - mit diesem Herbst sind wir in der Saison 3 und ich sitzt natürlich auf Kohlen um im nächsten Frühjahr die Fortsetzung zu bekommen  :smile:

Ciao,
Kenavo
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Bluebell

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #55 am: 06. November 2006, 14:46:09 »

Sorry, dass ich so lange nicht geantwortet habe

Also 2 Tage würde ich jetzt echt noch nicht als lang bezeichnen  :zwinker: ... noch dazu, wo ich am Wochenende selber kaum im Internet war.
Danke jedenfalls für deine Antwort, bin nämlich schon länger neugierig auf Philippe Djian und wusste bisher nicht so recht, was ich von ihm lesen sollte und ob überhaupt und und und ...

LG, Bluebell
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scheichsbeutel^

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #56 am: 06. November 2006, 17:44:54 »

Hallo!

Weiter OT:

OT:

Nun, das Studium der (einer) Literatur bringt, wenn man es einigermassen ernst nimmt und einigermassen gute ProfessorInnen findet, dem Literaturbeflissenen einen Vorteil: MAN LERNT GENAUES LESEN!

Hier muss meiner Aufmerksamkeit etwas entgangen sein: Überhaupt schon im Zweifel, an der Universität irgendetwas gelernt zu haben, so keinesfalls das "genaue Lesen". Da ich die Sache - wenigstens anfangs - durchaus ernst genommen habe, könnte eine mögliche Ursache in den Vortragenden gelegen haben. Habe ich in sprachphilosophischer und sprachhistorischer Hinsicht noch einigen Gewinn ziehen können, so war dieser in jeder die Literatur betreffende Beziehung gleich Null.

Grüße

s.
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sandhofer

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #57 am: 06. November 2006, 18:00:34 »

Hallo!

OT, aber zurückkommend on topic:

Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was heute an den Universitäten abgeht. Ich hatte (in gewisser Hinsicht) das Glück, Professoren zu erleben, die direkt oder indirekt dem New Criticism bzw. dem Strukturalismus französischer Prägung verpflichtet waren. Genaues Lesen war da Ehrensache ... Es geht mir bis heute nach ...

Franzöische Strukturalisten wären:

Ferdinand de Saussure (nun gut, ist ein Genfer ... )
Roland Barthes
Claude Lévi-Strauss
Jacques Lacan

Grüsse

Sandhofer

Edit: Links gesetzt ...
« Letzte Änderung: 06. November 2006, 18:03:36 von sandhofer »
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Klassikfreund

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #58 am: 06. November 2006, 18:11:17 »

Ich hatte (in gewisser Hinsicht) das Glück, Professoren zu erleben, die direkt oder indirekt dem New Criticism

Immer wieder schön, sandhofer zu lesen. 80 Seiten zur Interpretation des Wortes "yes" - das ist wirklich nett  :breitgrins:

Gruß, Thomas
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scheichsbeutel^

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Re: Literatur in fremden Ländern - Teil 4 : Frankreich
« Antwort #59 am: 06. November 2006, 18:23:54 »

Hallo!

Ich weiss ehrlich gesagt nicht, was heute an den Universitäten abgeht. Ich hatte (in gewisser Hinsicht) das Glück, Professoren zu erleben, die direkt oder indirekt dem New Criticism bzw. dem Strukturalismus französischer Prägung verpflichtet waren. Genaues Lesen war da Ehrensache ... Es geht mir bis heute nach ...

Franzöische Strukturalisten wären:

Ferdinand de Saussure (nun gut, ist ein Genfer ... )
Roland Barthes
Claude Lévi-Strauss
Jacques Lacan

Was _heute_ an Universitäten passiert oder auch nicht passiert, vermag ich nicht zu beurteilen, schon gar nicht in Bezug auf die germanistische Fakultät. Ich gehe von der Annahme aus, dass wir beide etwa der gleichen Generation angehören, auch die Auswahl der franz. Strukturalisten lässt mich darauf schließen. Und einer, nämlich Lacan, ist nachgerade ein Lieblingsdummkopf von mir, mit solcherlei Unsinn mich auseinanderzusetzen hab ich mich schon vor 20 Jahren geweigert.

Andererseits - Lacan zitiere ich immer gern, seine Einfalt macht's einem leicht :-). Der hat es nach spitzifindigen mathematischen Analysen geschafft, das männliche Sexualorgan mit der Wurzel aus minus 1 gleichzusetzen (irgendwo, hier oder im Klassikerforum,  meine ich das schon mal erwähnt zu haben). Und mit diesen psychoanalytisch-geistigen Tieffliegern sich auseinanderzusetzen mag allerlei zeitigen, kaum aber "genaues Lesen". Eher schon eine kreative Erweiterung des Fäkalwortschatzes.

Aber zu weit OT. Grüße

s.
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