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Autor Thema: Umberto Eco - Baudolino  (Gelesen 8183 mal)

nimue

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Umberto Eco - Baudolino
« am: 24. Januar 2004, 08:42:10 »

Start der Leserunde: 15. Februar 2003



Inhalt:

Konstantinopel brennt! Die prachtvolle Hauptstadt des Byzantinischen Reiches - erobert, geplündert und in Flammen gesetzt von den Rittern des vierten Kreuzzuges. Doch einer von ihnen, ein gewisser Baudolino aus Alessandria, erzählt uns seine unglaublichen Abenteuer auf der Suche nach den Mördern des Kaisers Friedrich Barbarossa.
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Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut; kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser; keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh Dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tu, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an. (Leo Tolstoi)

elahub

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Umberto Eco - Baudolino
« Antwort #1 am: 24. Januar 2004, 18:41:28 »

Hallo allerseits

Schade, dass ich das Buch schon kenne ... es hat mir viel Spaß gemacht, auch wenn das letzte Viertel nicht so ganz nach meinem Geschmack war.
Ich werde hier öfters mal reinschauen; mal sehen, wie Eure Eindrücke sind :bang:

Viel Spaß dann !

 :winken:

Daniela
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Bluebell

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Re: Umberto Eco - Baudolino
« Antwort #2 am: 31. Januar 2004, 13:50:14 »

Hallo zusammen,

ich habe gerade erfahren, dass ich die glückliche Gewinnerin des Exemplars bin, das Nimue verlost hat!  :klatschen:
Das steigert die Vorfreude natürlich ungemein und ich kann es schon gar nicht mehr erwarten, dass wir loslegen! *juchu*

Liebe Grüße an alle,
Bluebell *sichsuperargfreut*
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Natalie

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Viel Spaß beim Lesen
« Antwort #3 am: 13. Februar 2004, 16:18:40 »

Hallo,
wie die meisten ja wissen, bin ich gerade mit dem Buch durch. Da es also noch recht präsent ist, werde ich also auch noch ein wenig mitdiskutieren. Mir hat "Baudolino" nicht so gut gefallen, kenne aber viele, die ganz begeistert waren, also lasst Euch von meiner Meinung nicht abschrecken! Falls es jemanden interessiert, meine http://www.buecherwurmseite.de/Eco_buch374.html">Rezi dazu ist auch schon online, natürlich ohne Spoiler.

Viele Grüße,
Natalie
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Bluebell

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Re: Viel Spaß beim Lesen
« Antwort #4 am: 15. Februar 2004, 17:19:41 »

Grüß euch,

ich habe gerade die Einleitung gelesen - also diese kursiv gedruckte "Chronik". Ist das wirklich Alt-/Mittelhochdeutsch, oder doch nur eine Phantasiesprache? Oder vielleicht einfach ein mit Fehlern (weil er ja eigentlich nicht schreiben, sondern nur lesen kann) gespicktes Mittelhochdeutsch?
Naja, jedenfalls fand ich es ganz schön schwierig - aber ziemlich witzig! Stellenweise habe ich bis über beide Ohren grinsen müssen!  :breitgrins:

Jetzt bin ich sehr gespannt, in welcher Form sich das Buch fortsetzt. Freue mich schon auf viele interessante Beiträge zu dieser Leserunde!

Servus,
Bluebell
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Martin

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Umberto Eco - Baudolino
« Antwort #5 am: 15. Februar 2004, 17:36:13 »

Hallo!

Habe die Einleitung auch gerade gelesen. Hat mir sehr gut gefallen.
Die Sprache war so eine Art Kauderwelsch, großteil Mittel- oder Althochdeutsch, gemischt mit ein bisschen Latein und Italienisch (meistens durchgestrichen).
Freu mich schon auf die Fortsetzung, werd gleich weiterlesen.
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illy

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mittelhochdeutsch
« Antwort #6 am: 15. Februar 2004, 18:18:31 »

Ich vermute es war so eine Art verständlich gemachtes Mittelhochdeutsch, also keine Nutzung von heute unbekannten oder ganz anders konnotierten Wörtern und teilweise kam mir auch die Schreibweise etwas zu modern vor für echtes mittelhochdeutsch.
Schreibfehler kann man dazu ja nicht sagen, da das mittelhochdeutsche keine Rechtschreib"regeln" kannte.
Mir gefiel es jedenfalls ganz gut und ich hab zwischendurch auch ein paar Sätze mir laut vorgelesen (wozu einabgebrochenen Germanistik-Studium doch noch gut ist *g*)
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Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen.  (Friedrich Nietzsche)

nimue

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Re: mittelhochdeutsch
« Antwort #7 am: 15. Februar 2004, 21:17:12 »

Huhu,

die Einleitung habe ich auch gerade gelesen - und vor allem bei der Einhorngeschichte bis über beide Ohren gegrinst!

Zitat von: illy
Ich vermute es war so eine Art verständlich gemachtes Mittelhochdeutsch, also keine Nutzung von heute unbekannten oder ganz anders konnotierten Wörtern und teilweise kam mir auch die Schreibweise etwas zu modern vor für echtes mittelhochdeutsch.


Hätte ich jetzt auch so gesagt. Nun bin ich wie ihr schon gespannt auf das Kommende - ich verziehe mich gleich mal mit Baudolino ins Bett  :breitgrins:
Das Buch scheint eine richtige Achterbahnfahrt zu werden.

Liebe Grüße
nimue
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elahub

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Umberto Eco - Baudolino
« Antwort #8 am: 16. Februar 2004, 00:22:43 »

Hallo allerseits

Zitat
Ist das wirklich Alt-/Mittelhochdeutsch, oder doch nur eine Phantasiesprache? Oder vielleicht einfach ein mit Fehlern (weil er ja eigentlich nicht schreiben, sondern nur lesen kann) gespicktes Mittelhochdeutsch?


Als ich das Buch gelesen habe, bin ich davon ausgegangen, dass es sich tatsächlich um Mittelhochdeutsch handelt, denn Umberto Eco ist ja ein sprachliches Genie.

Ich habe jetzt nochmal nachgeforscht und bei "ecoonline" Folgendes gefunden:

"Das Verfahren der Text-Montage greift Eco auch in seinem jüngsten Roman Baudolino wieder auf, und der Roman beginnt nicht ohne Grund bereits mit einer historischen Textmontage. Ein abgeschabtes Manuskript, auf dem gelegentlich Reste des Getilgten verbleiben, in Fraktur gedruckt, in einer Art lautmalerischem Mittelhochdeutsch verfasst führt die Leser/innen in die Handlung. Ein Fest der Zeichen gleich zu Beginn, wobei die gelegentliche Belanglosigkeit der erzählten Episoden und der unverhohlene, bisweilen vulgäre Sprachwitz verraten, was hier gefeiert wird ... Bemerkenswert und für die Interpretation von besonderem Interesse sind die autobiografischen Züge des Epos', die Eco von Anfang an nicht verschwiegen hat. Und tatsächlich: Baudolino ist mehr als ein historischer Roman wiederum ein Meta-Text, dessen Gegenstand der Text, das Schreiben, ist."

Ecos eigentliches Fachgebiet ist die Semiontik, die Lehre der Zeichen, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe und ich kann mir nicht vorstellen, dass er bei diesen Details ungenau arbeitet.

 :winken:

Daniela

die im Geiste nochmal mitliest  :zwinker:
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Martin

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Umberto Eco - Baudolino
« Antwort #9 am: 16. Februar 2004, 00:30:58 »

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bch

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Umberto Eco - Baudolino
« Antwort #10 am: 16. Februar 2004, 09:57:00 »

Hallo liebe MitleserInnen,

ich habe gestern auch die Einleitung gelesen, zu mehr bin ich leider noch nicht gekommen. Hat mir gut gefallen, das erste Kapitel, und es macht Lust auf mehr. Ich bin aber dennoch froh, dass nicht das ganze Buch in diesem mittelhochdeutschen Kauderwelsch (hätte ich auch getippt :smile: ) gehalten ist :rollen:.

Alles in allem ein gelungener Einstieg, ich bin gespannt, wie's weiter geht.

 :winken:,
bch
*Hah! Erstes Posting in diesem Forum :breitgrins:*
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Gerade am Lesen:
Andreas Eschbach: Solarstation * Antony Beevor: Berlin 1945 - Das Ende
Davor:
Ralf Isau: Der unsichtbare Freund (5 Ratten)

jenny

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Umberto Eco - Baudolino
« Antwort #11 am: 16. Februar 2004, 10:19:27 »

hallo allerseits,

da ich leider am samstag vergessen habe das buch aus dem laden mitzunehmen, bin ich erst gerade eben dazu gekommen die einleitung zu lesen (bzw. noch nicht mal das habe ich momentan fertig  :redface: ).
aber sobald ich zeit habe, werde ich frohen mutes mich ans weiterlesen begeben  :smile: .

liebe grüße
jenny
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rainbow

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Umberto Eco - Baudolino
« Antwort #12 am: 16. Februar 2004, 17:16:01 »

Hallihallo!

Ich habe gestern zwei Kapitel gelesen. Der Einstieg gefiel mir gut.

Baudolino scheint es ja faustdick hinter den Ohren zu haben  :zwinker:
Aber er schildert alles immer so, als ob er ganz unschuldig wäre (z.B. die Geschichte mit dem Einhorn).

Liebe Grüsse,

Daniela
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nimue

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Baudolino
« Antwort #13 am: 17. Februar 2004, 09:44:55 »

Hallo ihr Lieben,

ich habe gerade - mit Genuss (was für eine schöne Sprache!) - das zweite Kapitel gelesen und da mich einige Begriffe etwas aus der Bahn geworfen haben, habe ich gleich mal ein bißchen recherchiert:

Logothet = kaiserlicher Beamter

Komnenen = Ein Herrschergeschlecht, das von 1081 bis 1185 in Konstantinopel regierte

Angeloi - Engel

Niketas Choniates gab es übrigens wirklich. Er lebte in der Zeit ca. 1155-1215/16.

Filioque

Der Beiname Barbarossa kommt aus dem italienischen und bezeichnet den roten Bart. Wusstet ihr, dass nicht nur Friedrich I. (Kaiser des Heiligen Römischen Reiches von 1152 bis 1190) diesen Beinamen hatte, sondern auch Cheir ed-Din, türkischer Admiral und Seeheld (1467-1546).

Weitere Informationen findet ihr unter den oben angegebenen Links. Interessant beim Wikipedia übrigens auch die Seite zu Baudolino selbst

Liebe Grüße
nimue
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Natalie

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« Antwort #14 am: 18. Februar 2004, 00:10:56 »

Hallo,

für alle, die noch etwas ausführlicher einsteigen wollen, noch ein Link zu einer Barbarossa-Biografie: http://www.e-papyrus.de/barbarossa.html

LG,
Natalie
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