Chuck Palahniuk - Lullaby

Klappentext:
Mit leiser Stimme gesungen oder nur in Gedanken rezitiert, vermag ein afrikanisches Wiegenlied jeden zu töten, der es hört. Würde dieses Schlaflied durch Radio oder Fernsehen verbreitet, es brächte Millionen von Menschen die ewige Ruhe. Gemeinsam mit drei äußerst unterschiedlichen Mitstreitern, die alle auch ihre ganz eigenen Interessen verfolgen, begibt sich der Reporter Carl Streator auf eine phantastische Reise durch Amerika, um dieser unheimlichen Bedrohung Einhalt zu gebieten ...
Meine Meinung:
Carl Streator, Reporter, wird zu mehreren Todesfällen von Kleinkindern gerufen, doch alle gehen davon aus, dass es sich bei der Todesursache um den plötzlichen Kindstod handelt. Allerdings wird Streator skeptisch, als in jedem Kinderzimmer der gleiche Gedichtband liegt und er findet heraus, das ein Wiegenlied - das "Merzlied" - dazu imstande ist, zu töten. Sobald man jemandem dieses Lied aufsagt, stirbt die betreffende Person.
Zusammen mit der Maklerin Helen, ihrer Sekretärin Mona und deren Freund Oyster macht sich Carl auf den Weg durch die USA um dieses Gedicht zu vernichten und das Hexenbuch "Das Buch der Schatten", indem der Originaltext stehen soll, ebenfalls zu beseitigen.
Das war mein erstes Buch von Palahniuk und es hat mir sehr gut gefallen. Schon alleine die Idee finde ich sehr interessant. Ein Lied, dass den Menschen zwar Ruhe in dieser lauten Welt beschert, aber einen selbst zum Mörder macht. Ich fand es sehr beängstigend, wie leicht und kaltblütig Streator oder Helen (fremde) Menschen einfach umgebracht haben.
Auch die vielen Anzeigen für Sammelklagen fand ich sehr interessant und belustigend, dass hat das ernste Thema teilweise etwas aufgelockert.
Mein einziger Kritikpunkt ist, dass es für mich an manchen Stellen etwas durcheinander war und ich manche Szenen zweimal lesen musste, bis ich es genau verstanden hatte.
Aber nichtsdestotrotz ein sehr gutes Buch und ich werde ganz bestimmt noch mehr von Palahniuk lesen.
